Dienstag, 28. Februar 2017


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Geballtes Know-how auf Torfhaus- Arbeitskreis Länderübergreifender Erfahrungsaustausch Umweltbildung (LEU) trifft sich im Nationalpark- Besucherzentrum TorfHaus

(lifePR) (Altenau-Torfhau, ) Altenau-Torfhaus. Am Dienstag, dem 16. März 2010, war es wieder soweit: über vierzig Aktive aus der Natur- und Umweltbildungsarbeit der Vier-Länder-Region rund um den Harz trafen sich zu ihrem halbjährlich stattfindenden Arbeitstreffen in Torfhaus im Nationalpark Harz. Diesmal war das Ziel das neue Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Das von der Heinz-Sielmann-Stiftung koordinierte, überregionale Netzwerk aus Bildungsakteuren besteht seit 2002. Das Treffen dient dem Erfahrungsaustausch, dem gegenseitigen Kennenlernen und der Kontaktpflege und dem Austausch von neuen Impulsen für die außerschulische Bildungsarbeit.

Bei dem Treffen stand neben der Vorstellung der Ausstellung und der Zielsetzung des neuen Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus durch die Leiterin Heike Albrecht auch die Nationalpark-Bildungsarbeit im Vordergrund. Jens Halves vom Besucherzentrum stellte die Bildungsarbeit mit den wichtigen Aspekten Wildnis und Bildung für nachhaltige Entwicklung vor, für die der BUND die Anerkennung als Dekadeprojekt 2009/2010 erhalten hat. "Wildnisbildung ist persönlichkeitsbildend und charakterfördernd und stellt einen wichtigen Baustein in der außerschulischen Bildungslandschaft dar", so Halves in seinem unterhaltsam vorgetragenen Beitrag. Rómulo Aramayo von der Heinz-Sielmann-Stiftung betonte, wie wichtig das Kennenlernen anderer Einrichtungen ist. "So bekommt man gleichzeitig Anregungen und sieht: Wie machen es denn die anderen?"

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen wieder aus zahlreichen unterschiedlichen Bildungseinrichtungen wie Regionalen Umweltbildungszentren, Jugendwaldheimen, vom Wildpark Sababurg, dem Bärenpark Worbis sowie zahlreichen weiteren Einrichtungen im Besucherzentrum und in der Jugendherberge zusammen. Das Einzugsgebiet des AK LEU zieht sich von Bad Langensalza im Südosten über den Hohen Meißner, Göttingen, den Reinhardswald, den Solling und den Deister bis hin nach Riddagshausen und Helmstedt im Norden.

Hintergrund Besucherzentrum TorfHaus

Als "Trittstein in die Wildnis" bietet das neue Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus mit seiner sehenswerten Erlebnisausstellung Ein- und Ausblicke in den Nationalpark Harz, den ersten länderübergreifenden Nationalpark Deutschlands. Das Besucherzentrum setzt die erfolgreiche Arbeit des 1994 eröffneten Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus fort und ist auch weiterhin eine attraktive Anlaufstelle für alle naturinteressierten Gäste des Nationalparks. Neben Informationen zum Nationalpark und zum Grünen Band ist das Besucherzentrum Ausgangspunkt für Exkursionen in die Wildnis des Parks. In der multimedialen Dauerausstellung werden zahlreiche Fragen beantwortet: "Was hat der Wolf mit dem Grünen Band zu tun?" oder "Wie lange braucht ein Moor zum Wachsen?".Interaktive Exponate gestalten den Besuch abwechslungsreich. Ein Chaospendel führt die Unberechenbarkeit der Naturdynamik vor Augen. Boris Borkenkäfer begleitet nicht nur die jüngeren Gäste durch die Ausstellung und erzählt im Kinderraum Spannendes aus seiner Heimat und über die Tiere im Harz. Im ersten Stock entstehen fortlaufend neue gemalte und geschriebene Eindrücke und Interpretationen des Begriffs "Wildnis". Das Nationalparkkino ermöglicht eine Reise auf den Brocken und zu den Luchsen.

Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wird in einem Trägerverbund aus dem BUND-Landesverband Niedersachsen e.V., der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz (GFN) und der Samtgemeinde Oberharz sowie in enger Kooperation mit dem Nationalpark Harz betrieben.

Das Haus ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten:

April-Oktober: 9.00 - 17.00 h November - März: 10.00 - 16.00 h

Nationalpark Harz

Ausweisung: 1990 (Nationalpark Hochharz), 1994 (Nationalpark Harz), Fusion zum 1.1.2006
Fläche: 24.703 Hektar (ca. 10 % der Gesamtfläche des Harzes)

Höhenlage
Der Nationalpark Harz steigt von seinen Randzonen bei ca. 230 m ü. NHN im Norden bzw.270 m ü. NHN im Süden bis zum Brocken auf 1.141 m ü. NHN kontinuierlich an.

Vegetationszonen
Der Nationalpark umfasst aufgrund seiner großen Höhendifferenz von mehr als 900 m insgesamt 6 Höhenstufen der Vegetation von der collinen bis zur supramontanen Zone. Ca.96 % des Nationalparks sind bewaldet.

Schutzstatus
2003 wurden die beiden Nationalparks Hochharz und Harz von der IUCN (World Conservation Union) auch international als Nationalparks anerkannt (Kategorie II der IUCN-Kategorisierung von Schutzgebieten).Nationalparks sind rechtsverbindlich festgesetzte, einheitlich zu schützende Gebiete, die großräumig und von besonderer Eigenart sind, sich in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden oder in einem überschaubaren Zeitraum in diesen Zustand entwickelt werden können. Er ist als FFH-Gebiet gemeldet und zum überwiegenden Teil als Europäisches Vogelschutzgebiet bestätigt. 2005 wurde der Nationalpark Harz in die Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus aufgenommen.

Gebietsgliederung
Naturdynamikzone 41 % (keine Maßnahmen), Naturentwicklungszone 58 % (Maßnahmen entsprechend dem Waldentwicklungskonzept), jeweils unter 1 % Nutzungszone (z.B.Bergwiesen) und Wasserfläche.

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