Dienstag, 26. September 2017


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Wölfen und Bären ganz nah

Junior Ranger des Nationalparks Hainich im Alternativen Bärenpark Worbis

Bad Langensalza, (lifePR) - Bären und Wölfen ganz nah waren am vergangenen Wochenende die Junior Ranger des Nationalparks Hainich. Normalerweise treffen sie sich einmal im Monat  mit ihren Betreuern, den „Senior“ Rangern Helge Graßhoff, Hans Heß, Uwe Henning, Christian Schöpke und Christian Volk im Nationalpark. Hier gehen sie u.a. mit auf Streife, kontrollieren Lockstöcke und Haselmauskästen, erleben die Rotwildbrunft und helfen unter fachkundiger Anleitung beim Fledermausfang und der Vogelberingung. Mit Blick über den Teller- bzw. Waldrand beobachteten die Junior Ranger im Alternativen Bärenpark Worbis Bären und Wölfe und erfuhren dabei viel Interessantes aber auch Schockierendes.

Während der spannenden Führung von Nicole Edwards, Mitarbeiterin des Bärenparks, erfuhren die Junior Ranger, dass der Park 1996 auf Initiative der „Aktion Bärenhilfswerk“ auf dem Gelände des ehemaligen kommunalen Tierparks gegründet wurde. Hier leben Bären mit bewegenden Schicksalen. Derzeit sind es acht, die als Zirkusbären in engen Käfigen und Zwingern oder als Attraktion in Bärengruben sehr traurige Lebensgeschichten haben. In Worbis können sich die Bären wieder an ein natürliches Leben innerhalb des bisher 40.000 Quadratmeter großen, für die Bären abwechslungsreich gestalteten Geländes gewöhnen. Neben den Bären lebt ein Wolfsrudel in Worbis. Nach Wolfsmanier tragen sie zur Resozialisierung der Bären bei und gelten im Park als die Bärentherapeuten schlechthin. „Besonders fasziniert waren unsere Junior Ranger auch von der Beobachtung des Wolfsrudels. Fast wie in der Wildnis waren die Wölfe im weitläufigen Gelände gar nicht einfach zu finden“, sagt Ranger Helge Graßhoff.

Mit vielen neuen Eindrücken ging es für die 17 Junior Ranger zurück nach Hause. Und so weit entfernt sind Bären und Wölfe vom Nationalpark nicht. Bären gab es hier bis vor etwa 400 Jahren. Der Wolf lebte noch vor 200 Jahren im Hainich – und könnte hier bald wieder seine Spuren hinterlassen. Angekommen in Thüringen ist er schon.

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