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Pressemitteilung BoxID: 279113 (Nationalpark-Verwaltung Hainich)
  • Nationalpark-Verwaltung Hainich
  • Bei der Marktkirche 9
  • 99947 Bad Langensalza
  • http://www.nationalpark-hainich.de/

2011 - ein sehr erfolgreiches Jahr für den Nationalpark Hainich

(lifePR) (Bad Langensalza, ) Der absolute Höhepunkt 2011 war ohne jeden Zweifel die Einschreibung in die Liste des UNESCO-Welterbes am 25. Juni in Paris, ein Erfolg, der sicher noch gar nicht vollständig ermessen werden kann und nicht nur 2011 die Besucher in den Nationalpark lockte. Mit dem Hainich hat Thüringen seine vierte Welterbestätte, aber die erste und einzige im Naturbereich. Dies unterstreicht die besondere Bedeutung des Hainich mit seinen einmaligen Buchenwäldern. Am 16.11. konnte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz in Berlin voller Stolz die Welterbeurkunde entgegennehmen.

Welterbetitel, starke Medienpräsenz - so wurde am Pfingstmontag im ZDF zur besten Sendezeit der Hainich vorgestellt, mit 2,8 Mio Zuschauern (!) - und natürlich das herrliche Herbstwetter haben die Besucherzahlen anwachsen lassen. Am Baumkronenpfad wurden rund 250.000 Besucher gezählt, ein Plus von ca. 25 % gegenüber 2010. Besonders der Oktober, wo der Hainich sich wieder in den schönsten Farben zeigte, lockte viele Besucher auf den Baumkronenpfad und in den Nationalpark, mit den höchsten Tageszahlen seit seiner Gründung. Insgesamt haben den Nationalpark im vergangenen Jahr rund 380.000 Menschen besucht.

Am 17. Juni wurde auf dem Kindel im Südteil des Nationalparks ein attraktiver, 20 m hoher Aussichtsturm aus Holz eröffnet. Von dort hat der Besucher einen beeindruckenden Blick auf die artenreichen Waldbestände in diesem Bereich und einen herrlichen Rundumblick weit in die umliegende Region hinein. Der Turm überragt das Reich der Wildkatze, das der Besucher auf dem 7 km langen Wildkatzenpfad durchwandert. Im März 2012 soll in Hütscheroda bei Behringen durch Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht das Wildkatzengehege eröffnet werden. Endlich wird es damit möglich, dem "heimlichen Star" des Nationalparks Aug' in Aug' gegenüberzustehen!

In der Infostelle am Harsberg bei Mihla konnte im Sommer der 50.000 Besucher seit der Eröffnung 2007 begrüßt werden. Sie hat dabei von der regen Nachfrage nach günstigen Übernachtungen in der angrenzenden Jugendherberge mit Urwald-Life-Camp profitiert - 2011 konnten hier erstmals über 20.000 Übernachtungen gezählt werden. Auch an der Autobahn ist der Nationalpark jetzt präsent: Mit einem Info-Pavillon am Parkplatz "Hainich" an der A 4 bei Eisenach wird der Reisende nicht nur auf den Hainich, sondern auch auf die Wartburg und die vielen anderen Schönheiten der Region aufmerksam gemacht.

Im Nationalparkzentrum an der Thiemsburg wurde eine neue Sonderausstellung eröffnet, ein radelnder Spanier auf seinem Weg nach Vietnam besuchte den Hainich, ebenso wie Kollegen aus dem Wattenmeer (Weltnaturerbe seit 2009), die auf ihrer mehrstündigen Wanderung ungewohnt viele Bäume sehen konnten, eine wissenschaftliche Tagung in Mühlhausen nur für Schüler, das neue Waldbiwak bei Kammerforst, der Einsatz eines Audioguides für den barrierearmen Erlebnispfad Brunstal, der Lückenschluss im Radwegenetz, neue Faltblätter - all das waren weitere interessante und wichtige Projekte und Aktionen im Nationalpark Hainich 2011.

Im Oktober bereiste eine Expertenkommission den Hainich. Ihr Gutachten mit Empfehlungen wird 2012 der Landesregierung übergeben werden. Es gilt dann, weiter die Stärken des Nationalparks zu behaupten und seine Schwächen abzustellen. Das Potential für weiteren Erfolg hat der Hainich zweifellos, das hat das Jahr 2011 eindrucksvoll bestätigt.

Zum Jahresende 2011 wurde der Nationalpark Hainich 14 Jahre alt. In dieser - für einen Wald sehr kurzen - Zeit wurde viel erreicht, weit mehr, als bei seiner Gründung für möglich gehalten wurde. Die Einschreibung in die Liste des UNESCO-Welterbes hat diese Entwicklung gekrönt und gezeigt, dass Thüringen mit dem Hainich ein ganz besonderes Kleinod hat. Der Nationalpark zeigt auch, dass forstlich ungenutzte Wälder nicht wirtschaftlich nutzlos sein müssen. Für die Region haben sich nachweislich enorme positive wirtschaftliche Effekte ergeben, Bestätigung für den Einsatz der hier lebenden Menschen, aber auch Ansporn für weitere Anstrengungen.