Dienstag, 21. November 2017


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Zusammenarbeit des NCT mit der Selbsthilfe zum dritten Mal ausgezeichnet

NCT Heidelberg erhält Urkunde "selbsthilfefreundliches Krankenhaus" / NCT Patientenbeirat neu gewählt

Heidelberg, (lifePR) - Selbsthilfegruppen sind mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Gesundheitssystems. Am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg besiegelt seit 2011 ein Vertrag mit dem Heidelberger Selbsthilfebüro die intensive Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe. Der Erfolg dieser jahrelangen Kooperation wurde nun erneut belohnt: Das Netzwerk "Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen" verlieh zum dritten Mal die Auszeichnung "selbsthilfefreundliches Krankenhaus" an das NCT Heidelberg. Zeitgleich wurde der NCT Patientenbeirat nach zwei Jahren neu gewählt. Der Beirat setzt sich für die Anliegen und Wünsche der Patientinnen und Patienten am NCT ein.

In der Selbsthilfe stärken sich Betroffene gegenseitig und gewinnen Zuversicht. Ärzte und Pflegepersonal profitieren von den Erfahrungen der Selbsthilfegruppen und können ihre Patientinnen und Patienten in Therapie und Pflege besser unterstützen. Seit 2011 kooperiert das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) mit dem Heidelberger Selbsthilfebüro, um die Selbsthilfe eng in den Klinikalltag einzubinden. Gemeinsam haben sie ein Konzept zur Selbsthilfefreundlichkeit für das NCT angepasst und umgesetzt.

Der Erfolg der Zusammenarbeit ist nachhaltig: Die Betreuung von onkologischen Patienten am NCT und in den Kliniken des Universitätsklinikums Heidelberg wurde nun zum dritten Mal als "selbsthilfefreundlich" ausgezeichnet. "Für unsere Patientinnen und Patienten stellen die Selbsthilfegruppen eine optimale Ergänzung zur medizinischen Versorgung am NCT und Universitätsklinikum Heidelberg dar, die der Arzt und die Pflegekräfte oftmals in der Form nicht leisten kann", unterstreicht Professor Dirk Jäger, Geschäftsführender Direktor der Medizinischen Onkologie am NCT Heidelberg den Stellenwert der Selbsthilfe.

Das Netzwerk "Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen" bewertet alle zwei Jahre die Einstufung als "selbsthilfefreundliches Krankenhaus" anhand von acht Kriterien. Dazu gehört unter anderem, die nötige Infrastruktur wie beispielsweise Räumlichkeiten für Treffen der Selbsthilfegruppen. Zudem wird eine Selbsthilfebeauftragte am NCT benannt und es muss gewährleistet sein, dass Patientinnen und Patienten vom medizinischen Personal über Selbsthilfegruppen informiert werden und die Selbsthilfe in die Öffentlichkeitsarbeit eingebunden wird. Darüber hinaus finden regelmäßige Treffen zum Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen dem NCT, interessierten Selbsthilfegruppen und der Heidelberger Selbsthilfekontaktstelle statt. Das Netzwerk "Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen" lobte besonders die qualitätsorientierte und systematische Zusammenarbeit des NCT mit den onkologischen Selbsthilfegruppen der Region.

Patientenbeirat für die Dauer von zwei Jahren neu gewählt
Aus der Kooperation mit dem Heidelberger Selbsthilfebüro wurde 2015 ein weiteres Projekt geboren: der NCT Patientenbeirat. Ansprechpartner im Beirat sind insgesamt sechs Sprecherinnen und Sprecher: vier Mitglieder aus onkologischen Selbsthilfegruppen und zwei Patientinnen am NCT. Die Koordination und Geschäftsführung des Patientenbeirats liegen beim Heidelberger Selbsthilfebüro. "Mir ist wichtig, dass die Erfahrungen der Menschen aus Selbsthilfegruppen und die Rückmeldungen der Patienten ernst genommen werden und damit der Mensch gerade in einem solchen Spitzenzentrum wie dem NCT in den Mittelpunkt der Versorgung rückt", sagt Bärbel Handlos, Geschäftsführerin des Heidelberger Selbsthilfebüros.

Der Patientenbeirat ist ein neutraler und unabhängiger Partner für Betroffene. Der Beirat will es NCT Patientinnen und Patienten leicht machen, ihre Fragen und Wünsche vorzubringen. Verbesserungsvorschläge und Anregungen bespricht der Beirat regelmäßig mit der Selbsthilfebeauftragten des NCT und dem NCT Direktorium und erarbeitet Maßnahmen, um beispielsweise die Kommunikation zwischen Patient, Arzt und Pflege zu verbessern oder auch, um organisatorische Abläufe zu optimieren.

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg: Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 12.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 1.900 Betten werden jährlich rund 66.000 Patienten vollstationär, 56.000 mal Patienten teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg, der Medizinischen Fakultät Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Ziel des NCT ist es, vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung möglichst schnell in die Klinik zu übertragen und damit den Patienten zugutekommen zu lassen. Dies gilt sowohl für die Diagnose als auch die Behandlung, in der Nachsorge oder der Prävention. Die Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, zeitnah erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungsweisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik. Das NCT kooperiert mit Selbsthilfegruppen und unterstützt diese in ihrer Arbeit. In Dresden wird seit 2015 ein Partnerstandort des NCT Heidelberg aufgebaut.

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