Sonntag, 19. November 2017


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NABU: Wolf im Jagdgesetz verursacht Bürokratie, sonst nichts

Stuttgart, (lifePR) - Vor dem Hintergrund der heutigen aktuellen Debatte im Landtag „Peter und der Wolf – hievt Minister Hauk Canis lupus 2018 ins Jagd- und Wildtiermanagementgesetz?“ sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle: „Die Forderungen nach einer Überführung des Wolfes ins Jagdrecht sind absurd. Wie die Erfahrung aus Sachsen zeigt, bringt die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht keinerlei Mehrwert. Im Gegenteil: Es gibt eine Vermischung der verschiedenen Rechtskreise, die alles nur unnötig verkompliziert.“

Auch für den Fall, dass auffällige Wölfe geschossen werden müssen, wenn sie wiederholt fachgerecht geschützte Nutztiere reißen, krank sind oder aggressives Verhalten gegenüber Menschen zeigen, sieht der NABU keinen Vorteil durch die Aufnahme ins Jagdgesetz: „Das Bundesnaturschutzgesetz hält die nötigen Instrumente bereit, um verhaltensauffällige Wölfe aus der Natur zu entnehmen. Diese reichen vollständig aus, um mit sogenannten Problemwölfen zurechtzukommen“, erläutert der NABU-Landeschef.

Enssle wiederholt seine Kritik an Landwirtschaftsminister Peter Hauk: „Statt sich mit juristischen Spielereien zu beschäftigen, sollte sich Minister Hauk entschieden für einen effektiven Herdenschutz einsetzen. Dazu gehört beispielsweise eine verbesserte Förderung der Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter im Rahmen der EU-Agrarbeihilfen sowie eine praxistaugliche Auslegung der Verordnung zur Haltung von Herdenschutzhunden.“ Noch sei das Land nicht ausreichend auf die Rückkehr der Wölfe vorbereitet. Insbesondere Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter benötigten dringend fachliche und finanzielle Unterstützung, um Herdenschutzzäune zu errichten und Herdenschutzhunde in ihre Betriebe zu integrieren.

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