Dienstag, 21. November 2017


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NABU: Brütende Kappenammer ist sensationeller Fund für Vogelkundler

Tübinger Schutzprojekt lockt gefiederte Pioniere aus dem Süden an

Stuttgart, (lifePR) - Für Avifaunistinnen und Avifaunisten, die sich der Erforschung der Vogelwelt widmen, ist der neueste Fund aus Tübingen eine Sensation. „Ein kleines Juwel“ hat ein Ornithologe dort kürzlich entdeckt, wie Daniel Schmidt-Rothmund, Leiter des NABU-Vogelschutzzentrums Mössingen, betont. Erstmals für ganz Deutschland hat dort ein Kappenammer-Pärchen gebrütet und vier Küken großgezogen.

Zu verdanken ist dies dem Pioniergeist der beiden kleinen Vögel – und einem Projekt der Universität Tübingen zum Schutz der Grauammer in Baden-Württemberg. „Der dabei neu entstandene Lebensraum gefällt offenbar auch der gefiederten Verwandtschaft aus Südosteuropa“, freut sich Schmidt-Rothmund. Der kleine Vogel namens Emberiza melanocephala mit dem gelben Bauch liebt es warm. Er lebt eigentlich zwischen Südeuropa und dem Iran. Vor dem Winter fliegt er nach Indien. „Dass einzelne Individuen einer Population sich als Pioniere hervortun und ihr angestammtes Gebiet verlassen, um neue Lebensräume zu erschließen, ist Teil der Evolution“, sagt der Vogelkundler. „Manche schießen übers Ziel hinaus – und landen dann bei uns.“

Im Fall der Kappenammer gab es hierzulande ab und an eine Sichtung, bisher aber ohne Brutnachweis. Damit reagieren die Vögel auch auf Klimaveränderungen und sichern langfristig das Überleben ihrer Art. Landesgrenzen sind da nicht relevant. Und so geht die Reise der Kappenammer Richtung Norden, nach Frankreich, Italien und Deutschland. „Es ist denkbar, dass sich die Kappenammer in kleiner Zahl langfristig auch in Süddeutschland ansiedelt und hier brütet“, sagt Schmidt-Rothmund.

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