Gefiederlos durch die Stadt

NABU Berlin sucht Paten für ramponierten Eichelhäher

(lifePR) ( Berlin, )
Ein verletzter Eichelhäher wird nach sechs Tagen Klinikaufenthalt zur Pflege in die NABU-Wildvogelstation übergeben. Dort kümmern sich Tierpfleger*innen liebevoll um den leicht untergewichtigen "Waldpolizisten", der seitdem täglich wieder an Kraft gewinnt.

Stark in Mitleidenschaft gezogen wurde der Eichelhäher von aufmerksamen Anwohner*innen in der Nähe des Britzer Damms in Neukölln gefunden und anschließend in die Kleintierklinik der Freien Universität nach Zehlendorf gebracht. Die Ursache für sein ramponiertes Aussehen ist nach wie vor unklar. Glücklicherweise konnte der einstige Vogel des Waldes schon nach sechs Tagen in der Tierklinik zur Pflege an die NABU-Wildvogelstation übergeben werden.

Der Eichelhäher gehört zu den mittelgroßen Rabenvögeln. Typisch sind sein kräftiger und grauschwarzer Schnabel, ein farbenprächtiges Gefieder sowie der laute, krächzende Alarmruf. Deshalb gilt er gemeinhin als "Waldpolizist", der mit seinem lauten Ruf bei Gefahr andere Waldbewohner warnt. "Eichelhäher sind, wie alle Rabenvögel, Omnivore, also Allesfresser. Das Nahrungsspektrum schwankt jahreszeitlich. Im Frühjahr und Sommer stehen vor allem Raupen von Schmetterlingen und Blattwespen, aber auch kleinere Wirbeltiere auf dem Speiseplan. Hinzu kommen Früchte, Baumsamen und Knospen", erklärt Tierpflegerin Rebekka Sens. Im Herbst und Winter erhöht sich der pflanzliche Anteil. Da werden vor allem Eicheln, Bucheckern, Haselnüsse und Kastanien bevorzugt.

Die Auswilderung des Vogels steht aber noch aus und kann sich sogar noch eine Weile hinziehen. "Sobald das Gefieder wieder in Ordnung ist und alle Funktionen voll erfüllt sind, darf er wieder durch die Baumkronen streifen", blickt Sens hoffnungsvoll in die Zukunft. "Denn ein intaktes Gefieder ist für einen Vogel lebensnotwendig - nicht nur für die Flugfähigkeit, sondern auch für die Thermoregulation", erklärt sie.

Die Wildvogelstation des NABU Berlin pflegt jährlich hunderte Wildvögel und entlässt sie wieder in die Freiheit. Um diese Hilfe auch weiterhin möglich zu machen, ist sie auf Spenden angewiesen. Berliner*innen können diese wichtige Arbeit unterstützen und ganz konkret mit einer Patenschaft einen Beitrag zur Freilassung des Eichelhähers leisten.

 
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