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Pressemitteilung BoxID: 689488 (N-ERGIE Aktiengesellschaft)
  • N-ERGIE Aktiengesellschaft
  • Am Plärrer 43
  • 90338 Nürnberg
  • http://www.n-ergie.de
  • Ansprechpartner
  • Heidi Willer
  • +49 (911) 802-58063

Abschied von den Klimaschutzzielen: eine politische Bankrotterklärung

(lifePR) (Nürnberg, ) Noch vor Beginn der Koalitionsverhandlungen hat sich die mögliche neue Bundesregierung vom selbstgesetzten Klimaschutzziel verabschiedet. Es sah vor, den Treibhausgasausstoß bis 2020 um mindestens 40 Prozent zu senken. „Dies ist eine politische Bankrotterklärung“, betont Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE Aktiengesellschaft.

Er erinnert daran, dass die Kanzlerin noch vor wenigen Monaten im Wahlkampf explizit an diesem Ziel und seiner Erreichbarkeit festgehalten habe. Nun würden fadenscheinige Begründungen, wie der bereits 2011 beschlossene Atomausstieg oder die Bevölkerungsentwicklung herangezogen.

„Die tatsächlichen Gründe liegen jedoch in einer halbherzigen Politik, die ihre Anstrengungen einseitig auf den Bereich der Stromerzeugung fokussiert und dabei auch noch an der Kohle festhält“, erklärt Hasler. „Das riesige Potenzial für Klimaschutz im Wärme- und Verkehrssektor bleibt dagegen weitgehend ungenutzt. Dabei werden im Wärmebereich rund zweieinhalb Mal so viel Energie wie im Stromsektor verbraucht, im Verkehrssektor ist es das Anderthalbfache.“

Anstatt sich mit dem eigenen Scheitern abzufinden fordert Hasler nun endlich an den richtigen Hebeln anzusetzen. Dazu zählt er die Förderung der Anwendung von Strom in der Mobilität und im Wärmemarkt, etwa in Form von hybriden Wärmepumpen oder der Kraft-Wärme-Kopplung in Verbindung mit Power-to-Heat-Systemen.

Auch die für die Energiewende zentrale Speichertechnologie sollte unterstützt werden, fordert Hasler. Weiter plädiert er dafür, sich auf europäischer Ebene für einen wirksamen Emissionshandel stark zu machen.

„Arbeitsplätze in der Kohleindustrie gegen den Klimaschutz auszuspielen ist ein durchsichtiges Manöver. Die künftige Bundesregierung sollte endlich Mut beweisen und eine Energiewende auf den Weg bringen, die den Namen verdient“, resümiert Hasler. „Die technologischen Voraussetzungen, um wieder eine internationale Führungsrolle in Sachen Klimaschutz zu übernehmen, sind besser denn je.“