Dienstag, 26. September 2017


  • Pressemitteilung BoxID 665679

Schwache Aktienmärkte trotz guter Konjunkturdaten

Marktrückblick

Luxembourg, (lifePR) - Die US-amerikanische Konjunkturlokomotive bleibt weiter in Fahrt – die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal um annualisiert 2,6 Prozent gewachsen. Damit konnte das BIP gegenüber den 1,4 Prozent des ersten Quartals deutlich dazugewinnen. Gestützt wurde diese Entwicklung neben Ausrüstungsinvestitionen besonders durch den anhaltend hohen privaten Konsum. Der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter stieg um 6,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Analysten hatten lediglich eine Steigerung von drei Prozent vorhergesagt. Das Konsumentenvertrauen übertraf die Erwartungen deutlich und erreichte den zweithöchsten Stand seit 16 Jahren. In der Eurozone sind die Konjunkturdaten ebenfalls weiter überwiegend erfreulich, auch wenn einige Indikatoren in den vergangenen Monaten etwas von ihren hohen Niveaus nachgaben. So auch der Einkaufsmanager Index, der für das verarbeitende Gewerbe um 0,6 Punkte auf einen Stand von 56,8 fiel. Der PMI für das Dienstleistungsgewerbe notiert unverändert bei 55,4 Punkten. Der deutsche ifo-Index setzte hingegen seine Rekordserie fort. Der Geschäftsklimaindex kletterte überraschend von 115,2 Zählern im Vormonat auf 116 Punkte. Sowohl der Teilindex für die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen übertrafen die Konsensusschätzungen und notierten bei 125,4 respektive 107,3 Punkten.  Nicht nur die Manager, auch die deutschen Verbraucher sind nach wie vor gut gestimmt.

In diesem Umfeld entwickelten sich europäische Aktien, gefolgt von US-amerikanischen und japanischen Titeln, am besten. Allerdings mussten alle großen Börsen Kursverluste hinnehmen. Innerhalb Europas zeigte die Eurozone eine Outperformance. Titel aus den Emerging Markets verloren etwas weniger als Werte aus den Industrienationen. Innerhalb der Schwellenländer zeigten sowohl die ASEAN-Region als auch osteuropäische Werte (ex Russland) eine Outperformance.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent stieg um ca. 4 USD auf 52,52 US-Dollar. Der US-Dollar gab weiter nach und verlor 0,77 Prozent und notierte Ende der Woche bei 1,17. Auch der japanische Yen musste gegenüber dem Euro Verluste hinnehmen und gab 0,61 Prozent nach.

Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: In Europa entwickelten sich die Sektoren Energie, Finanzen und IT überdurchschnittlich. Eine Underperformance zeigte hingegen der Gesundheits-, Versorger- und Konsumgüter-sektor. In den USA gehörten die Aktien aus den Sektoren Telekommunikation, Energie und Finanzen zu den Gewinnern. Gesundheit, Industrie und Technologie führten hingegen die Verliererliste an. Kleinkapitalisierte Werte (Small Caps) schnitten in Europa gegenüber Large Caps deutlich besser ab. In den USA war das Bild umgekehrt. Hinsichtlich der Investmentstile „Value“ und „Growth“ zeigte sich in Europa und den USA eine Outperformance des Value-Segments.

Im Rentenbereich entwickelten sich Hochzinsanleihen am besten. Es folgten Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating und Staatsanleihen, die eine negative Wertentwicklung aufwiesen. Auch währungsgesicherte US-Staatsanleihen schlossen ebenso negativ wie Anleihen aus den Schwellenländern.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Heitere Aussichten in stürmischen Zeiten

, Finanzen & Versicherungen, Itzehoer Aktien Club GbR

Im Herbst schlägt das Wetter hierzulande so manche Kapriolen - Sturm, Regen und Sonnenschein und das alles im raschen Wechsel. Auch an den Finanzmärkten...

Versicherungen für Studenten

, Finanzen & Versicherungen, ARAG SE

Im Oktober beginnt das Wintersemester an den Universitäten. Für Studenten bedeutet das: Vorlesungsverzeichni­sse wälzen und Stundenpläne erstellen....

Betriebsrentenstärkungsgesetz: Nicht nur Vorteile für Arbeitgeber

, Finanzen & Versicherungen, DG-Gruppe

Mit dem neu verabschiedeten Betriebsrentenstärku­ngsgesetz (BRSG) soll die Betriebsrente attraktiver werden – allerdings mit einem Nachteil für...

Disclaimer