Dienstag, 30. Mai 2017


Saab plant neues Modell nach Vorbild des 92

Hersteller soll schon ab 2012 schwarze Zahlen schreiben

(lifePR) (Stuttgart, ) Unter der neuen Führung von Victor Muller plant Saab ein neues Modell, das an das Erfolgsmodell Saab 92 aus dem Jahr 1949 erinnern soll. Allerdings soll der neue 92 nicht wie beim Fiat 500 im Retro-Look auf den Markt kommen, sondern als moderne Interpretation. "Die Marke war stets zukunftsorientiert und stand für Innovationen, beides verkörperte der Saab 92 von 1949. Unser neues Modell muss ebenfalls diesem Anspruch gerecht werden", sagte Muller im Gespräch mit auto motor und sport. Zunächst muss die Marke jedoch andere Aufgaben lösen, denn laut Muller soll das Unternehmen ab 2012 schwarze Zahlen schreiben. Der Plan sieht vor, dass dann rund 100.000 Fahrzeuge jährlich das Werk verlassen - in diesem Jahr wird es maximal die Hälfte sein.

Derzeit läuft die Fertigung des 9-5 an, Anfang 2011 folgt dessen Kombi-Variante. Im zweiten Quartal startet der Offroader 9-4x, der wie geplant von General Motors zugekauft wird. Gefertigt wird der BMW X5-Konkurrent in Mexiko. Der erste Neuentwicklung unter neuer Führung folgt 2012: Der Nachfolger des noch auf dem Opel Vectra basierenden 9-3. "Dabei bedienen wir uns Komponenten, die vom aktuellen Modell sowie vom neuen 9-5 stammen", erklärt Saab-Geschäftsführer Jan-Ake Jonsson.

Vor allem das einstige Steckenpferd der Turbo-Technologie will Jonsson mit dem neuen Mittelklasse-Modell wieder zum Aushängeschild der Marke machen: "Schon der 9-5 1.6t wird dem typischen Saab-Anspruch gerecht, der 9-3 wird das perfektionieren". Bis auf den 9-4x werden alle künftigen Fahrzeuge in Trollhättan gebaut. Selbst wenn das Ziel von 100.000 Einheiten pro Jahr erreicht wird, bleibt in der Produktion noch Luft für weitere 90.000 Autos. Derzeit arbeiten 3.500 Menschen für das Unternehmen, in den kommenden drei Jahren sind rund 800 Neueinstellungen geplant. "Saab ist typisch für Schweden, deswegen kommt eine Verlagerung nicht infrage. Immerhin liegen die Kosten um 20 Prozent unter denen in Deutschland", sagt Muller.

Zudem verfüge man durch die Nähe zu Volvo über eine gesunde Zuliefererbasis. Für Muller wäre es daher "das Schlimmste, wenn Volvo verkauft und die Fertigung aus Schweden abgezogen wird". Volvo-Eigner Ford will das Unternehmen an den chinesischen Konzern Geely verkaufen. Saab hat unterdessen die Urheberrechte am alten 9-5 zusammen mit einigen Produktionsmaschinen an Beijing Automotive verkauft.

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