Samstag, 19. August 2017


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Investieren trotz europäischer Schuldenkrise

19 Unternehmen, Kommunen und Landkreise präsentieren Mittelhessen auf Expo Real

München, (lifePR) - Das Jahr 2011 wird angesichts der Reaktor-Katastrophe in Fukushima, der Schuldenkrise in Europa und der Unsicherheit an den Finanz- und Aktienmärkten als wirtschaftliches Krisenjahr in die Geschichte eingehen. In der Immobilienbranche spürt man davon derzeit wenig. Die Zahl der Aussteller auf der Expo Real, der europaweit größten Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen, ist im Vergleich zum Erfolgsjahr 2010 konstant geblieben. Am Gemeinschaftsstand der Region Mittelhessen ist die Zahl der Aussteller sogar von 17 auf 19 gestiegen. Viele Vertreter von Unternehmen, Kommunen und Landkreisen registrierten schon am ersten Tag großes Interesse an ihren Gewerbeimmobilien und Dienstleistungen.

Mit 1.610 Ausstellern aus 34 Ländern bewegt sich die Expo Real in der Größenordnung des Vorjahres. "Damit ist die Expo Real mit Investments im Immobiliensektor ein Stabilitätsanker im Umfeld der Schuldenkrise mit all den Turbulenzen auf den Aktien- und Finanzmärkten", sagte Eugen Egetenmeir, Geschäftsführer der Messe München. Allerdings spiegeln rückläufige Beteiligungszahlen aus Griechenland, Spanien und Italien durchaus die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern wieder. Demgegenüber seien vor allem West- und Mitteleuropa wieder stärker auf der Messe präsent. Gemeinschaftsstände, die Aussteller einzelner Länder und Regionen sind weiterhin sehr beliebt. Mit einem Länderpavillon präsentieren sich dieses Jahr unter anderem Frankreich, Luxemburg, Spanien und die USA den erwarteten 35.000 Besuchern.

In diesem internationalen Umfeld präsentiert sich auch Mittelhessen - mittlerweile zum siebten Mal, um die Region in der Immobilien-Szene noch bekannter zu machen. Das zweite Ziel des Vereins MitteHessen, der den Gemeinschaftsstand in öffentlich-privater Partnerschaft organisiert, ist es, die konkreten Immobilien-Angebote und -Dienstleistungen der Standpartner an den Markt zu bringen.

Immer wichtiger wird auch in der Immobilienbranche der Begriff Nachhaltigkeit - das dahinter mehr steckt als ein neues Marketinginstrument belegen die zahlreichen Initiativen und Weichenstellungen in mittelhessischen Kommunen, Landkreisen und Unternehmen. Dr. Frank Hüttemann von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf bewirbt gezielt Flächen mit den Themenschwerpunkten Erneuerbare Energien und Gesundheit. Auf beiden Feldern hat der Landkreis Einiges vorzuweisen. So hat der Kreistag beschlossen, bis 2040 seine Energieversorgung komplett auf regenerative Energien umzustellen. Im Gesundheitssektor verweist Hüttemann auf die mit 20,2 Prozent bundesweit höchste Beschäftigungsquote. Frei nach dem Motto "Wo viel ist, kann noch was dazu kommen" suche er gezielt Unternehmen aus diesen Branchen. Als Standortvorteil sieht Wirtschaftsförderer Hüttemann nicht nur das passgenaue Angebot an entwickelten Gewerbeflächen unterschiedlichster Größe, sondern auch die Lage des Landkreises in der Bildungsregion Mittelhessen mit seinen gut 50.000 Studierenden.

Auch Gabriele Gotthardt, Leiterin der Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus beim Landkreis Gießen, hält gezielt Ausschau nach Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien. Hintergrund ist auch hier eine politische Vorgabe: Der Landkreis Gießen ist nicht nur "Modellregion für Erneuerbare Energie", sondern hat darüber hinaus beschlossen, dass bis 2030 der komplette Strombedarf im Kreisgebiet aus erneuerbaren Quellen kommen soll. Gotthardt äußert sich nach dem ersten Tag zufrieden mit dem bisherigen Messeverlauf. Sie begrüße es, dass das Thema erneuerbare Energien, dass auf der Expo Real 2010 völlig von der Agenda verschwunden gewesen sei, nun wieder breiteren Raum einnehme. Nachfragen und Gespräche habe es auch zu den großen Logistikflächen des Landkreises gegeben, dem zweiten großen Punkt im Angebots-Portfolio des Landkreises.

Geschäftsführer David Szegedi von der IMAXX Gesellschaft für Immobilien-Marketing mbH betont die Bedeutung der Region für den Erfolg des Unternehmens. "Das Geschäft mit Wohnimmobilien in Mittelhessen mit ist eines unserer wichtigsten wirtschaftlichen Standbeine". Gleichwohl wolle man den Investmentbereich perspektivisch ausbauen. Mit dem bisherigen Messeverlauf sei er sehr zufrieden, auch weil in diesem Jahr schon am ersten Tag viele politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger aus der Region am Stand seien.

Diese Einschätzung wird auch von Jörg Fischer, Inhaber JFP Fischer Gruppe mit Sitz in Linden, geteilt: "Wenn ich diese Gespräche zuhause organisieren würde, bräuchte ich dafür vermutlich ein halbes Jahr", sagt er. Aber nichts, was nicht besser werden könnte: "Ich würde mir als kommunaler Dienstleister natürlich wünschen, dass noch mehr Bürgermeister vor Ort sind." Die Messepräsenz müsse unbedingt fortgeführt werden, "sonst wird Mittelhessen abgehängt. Die Konkurrenz aus Hessen und vergleichbaren Regionen in Deutschland schläft nicht, wie wir hier sehen konnten."

Gleich mit 17 Mitarbeitern ist das Niddaer Bauunternehmen Adolf Lupp GmbH zur Expo Real gekommen: "Die Expo ist nicht nur ein wichtiger Treffpunkt, sondern auch gut für Geschäftsabschlüsse. Im vergangenen Jahr konnten wir einen Auftrag über 23 Millionen Euro generieren, über so etwas würden wir uns natürlich auch in diesem Jahr freuen", skizziert Lupp-Marketing Chefin Ulla Lupp die Erwartungen. Erstmals sei man auf der Expo Real auch mit dem neu gegründeten Tochterunternehmen Lupp Facility Management vertreten. Das Bauunternehmen aus Nidda ist einer der größten Arbeitgeber der Region.

Mit Achim Schäfer vom Wetzlarer Architektenbüro KuBuS ist ein erfahrener Expo Real-Aussteller nach einem Jahr Pause wieder am gemeinsamen Messestand der Region vertreten. Er mache sich in diesem Jahr gezielt auf die Suche nach Investoren und Filialisten für innerstädtische Einkaufsgalerien, die er gemeinsam mit dem Hamburger Partnerunternehmen Koprian iQ entwickelt. Seine ersten Eindrücke von der diesjährigen Messe sind positiv: "Ich hatte schon ein bisschen Angst, dass sich die Finanzkrise negativ auf die Investitionsfreudigkeit auswirkt. Bislang scheint dies noch nicht der Fall zu sein. Die Politik muss sich dennoch anstrengen, die Probleme schnellstmöglich zu lösen - sonst drohen massive Auswirkungen auf die Wirtschaft."

Mehr Informationen im Internet: http://exporeal.region-mittelhessen.de/

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