Mittwoch, 13. Dezember 2017


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Heiter bis wolkiger Immobilien-Himmel

Experten sehen Anzeichen für Finanzierungsprobleme / Zufriedene Aussteller am Mittelhessenstand auf der Expo-Real

Gießen, (lifePR) - Robuste Konjunktur, stabiler Immobilienmarkt, aber erste Wolken am Finanzierungshimmel wegen der Eurokrise, lautet das Fazit von Prof. Wolfgang Wiegard beim Treffen der "Immobilienweisen" auf der Expo Real. "Über die konjunkturelle Entwicklung mache ich mir weniger Sorgen als darüber, dass es die Politik nicht schafft, die Finanzmärkte zu beruhigen", betont Volkswirt Wiegard in der Immobilien-Zeitung. Denn in diesem Jahr werde es mit 2,9 bis 3 Prozent ein außerordentlich gutes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts geben, und 2012 werde laut ersten Prognosen voraussichtlich das langfristige durchschnittliche Wachstumspotenzial von etwa 1,3 Prozent erreicht - mehr als der europäische Schnitt. Die negativen Seiten würden noch kommen: "Die Kreditvergabe der Banken wird sich verringern." Bei Großkrediten ab 50 Millionen Euro sei dies schon jetzt zu sehen. Gleichwohl ist die Welt in der Immobilienbranche derzeit noch in Ordnung. Immer wieder war zu hören, dass derzeit noch viel Kapital vorhanden sei, das investiert werden müsse. Davon profitiere der deutsche Immobilienmarkt, der als sicherer Hafen gelte. In diesem Umfeld bewegten sich die Standpartner am gemeinsamen Mittelhessenstand auf der größten europäischen Messe für Gewerbeimmobilien. Gleichwohl fiel das Fazit der meisten positiv aus.

Wolfgang Liprecht, Leiter des Referates für Stadt-, Regional- und Wirtschaftsentwicklung der Stadt Marburg hat in diesem Jahr weniger spontane Kontakte am Stand registriert: "Umso wichtiger war es, schon im Vorfeld eine Reihe von festen Gesprächsterminen zu vereinbaren." Auf der Messe habe es einige Anfragen von Projektentwicklern und Vertretern großer Einzelhandelsunternehmen zu entsprechenden Flächen in der Universitätsstadt gegeben. Schwerpunkte seiner Messeaktivitäten seien das Thema Stadtmarketing und die Schließung von Bedarfslücken im Einzelhandel gewesen, erläutert Liprecht, der sich am Ende des letzten Messetages insgesamt zufrieden mit dem Verlauf äußerte.

Auch bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Wetzlar zog man am letzten Messetag eine positive Bilanz. Rainer Dietrich berichtet von "guten Perspektiven", die sich aus dem einen oder anderen Gespräch ergeben hätten. Im Mittelpunkt der städtischen Aktivitäten steht die Innenstadt-Revitalisierung. Konkret würden für einige Areale neue Mieter aus den Bereichen Einzelhandel und Hotellerie gesucht, bei anderen werde eine Durchmischung mit anspruchsvoller Wohnbebauung angestrebt.

Walter Gerharz, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez, registrierte "qualitativ sehr gute Gespräche" und konkrete Ergebnisse durch die Ansiedlung eines Möbelhauses in Limburg. Auch in diesem Jahr habe er potenzielle Investoren auf verschiedene Angebote aus dem Flächen-Portfolio des Landkreises aufmerksam gemacht, die sich als Logistikstandort eigneten. "Erstmalig haben wir hier den Tourismus als Standortfaktor mit vermarktet", erläutert Gerharz, der eine Reihe Kontakte zu Projektentwicklern und Expansionsabteilungen auf der Haben-Seite der Messe verbuchen konnte.

Auch die privatwirtschaftlichen Standpartner berichteten von einer gelungenen Expo Real. "Wir sind anders als in den vergangenen Jahren mit vielen festen Terminen angereist, und das hat sich als gut herausgestellt. Es waren konzentrierte drei Tage hier in München", sagte der Vorstandssprecher des Limburger Bauunternehmens Albert Weil AG, Klaus Rohletter. Lob gab es für den Organisator des Gemeinschaftsstandes, den Verein MitteHessen e.V.: "Das von MessePro umgesetzte Standdesign ist offen und einladend, die Stimmung am Stand ist gut. Ich bin auch in diesem Jahr rundum zufrieden", so Rohletter.

Auch bei der Volksbank Mittelhessen, ist man mit dem Messeverlauf zufrieden. "Auf der Expo treffen Vertreter so unterschiedlicher Facetten der Immobilienwirtschaft aufeinander, dass man es sich eigentlich nicht leisten kann, hier zu fehlen", betont Andreas Lenzer, Direktor Vermögensmanagement Firmenkunden. Unter anderem hätten sich hier auch Kontakte zu anderen Banken für gemeinsame Projekte ergeben.

Marcel Kremer, Geschäftsführer der Limburger feuer-werk.immobilien GmbH spricht von einem Zwischenjahr auf der Expo. Nachdem man bereits Ankermieter für ihr aktuell laufendes Großprojekt gefunden habe, gehe es auf der Messe vor allem darum, die bestehenden Kontakte in der Region und überregional zu pflegen. "Wir stehen für Kontinuität und wollen damit auch die Arbeit des Regionalmanagements nachhaltig stärken", so Kremer.

Daniel Beitlich, Geschäftsführer der Grundstücksentwicklungsgesellschaft Schiffenberger Weg GmbH, ist sehr zufrieden mit dem zweiten Messe-Auftritt seines Unternehmens. Zuvor sei er schon häufig als Besucher auf der Messe gewesen, den Austausch am Stand habe er als großen Gewinn schätzen gelernt.

Auch Regionalmanager Jens Ihle zog ein positives Fazit des siebten Gemeinschaftsstandes der Region, der vom Land Hessen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert wird. Das Standkonzept habe sich für die größte europäische Messe für Gewerbeimmobilien wieder einmal bewährt. "Wie mir die Standpartner berichten, funktioniert die Zusammenarbeit etwa beim Weiterleiten von potenziellen Kunden immer besser." Viele andere Regionen wie etwa die Metropolregion Hamburg mit deren hochgelobten Stand setzten auf das Zusammenwirken von privaten und öffentlichen Partnern. "Davon profitieren schließlich alle Beteiligten, nach der Expo werden wir uns Gedanken machen, inwieweit wir das noch ausweiten können."

Mehr Informationen im Internet: http://exporeal.region-mittelhessen.de/

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