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Pressemitteilung BoxID: 380683 (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie)
  • Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie
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Nutzung der Erneuerbaren Energien: Studie zur Erzeugung, Lagerung, des Transportes und Verwendung von Wind-Wasserstoff in der Region Unterelbe vergeben

(lifePR) (Kiel, ) Mit der Unterzeichnung der Verträge zwischen ChemCoast e.V. und dem Konsortium aus Ernst & Young, Ludwig-Bölkow-Systemtechnik und der Rechtsanwaltskanzlei Becker Büttner Held gaben die Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg den Startschuss für das Projekt "Businessplanentwicklung für die wettbewerbsfähige Umsetzung der Erzeugung, Lagerung, des Transportes und der Verwendung von Wind-Wasserstoff in der Region Unterelbe". Dies gab Technologie-Staatssekretär Ralph Müller-Beck heute (17. Januar) in Kiel bekannt. "Schleswig-Holstein war und ist einer der Vorreiter beim Ausbau und der Entwicklung der erneuerbaren Energien. Allein in unserem Land sollen mittelfristig 12.000 Megawatt Windkraft on- und offshore gewonnen werden, eine Strommenge die den Bedarf im Land um das Dreifache übersteigen kann", sagte Müller-Beck. Schleswig-Holstein werde so zu einem wichtigen Stromexportland für die Bundesrepublik. Gleichzeitig bestehe in der Elberegion ein hoher Bedarf der chemischen Industrie an Wasserstoff für die stoffliche Nutzung bei verschiedenen industriellen Prozessen.

Nach den Worten des Staatssekretärs müsse deshalb nicht nur der Stromnetzausbau schnell vorangetrieben werden "sondern es müssen zeitgleich ausgleichende Kraftwerke und auch Speichermöglichkeiten geschaffen werden, um Stromerzeugung und -verbrauch in Einklang zu bringen." Insbesondere den Bedarf der Industrie an Wasserstoff mit den sonst nicht nutzbaren Überschüssen von Strom aus Windenergie sinnvoll zu verbinden, sei eine große Herausforderung und Mittelpunkt der jetzt vergebenen Studie. Sie solle vor allem die technisch-wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Kompressoren und Speichereinrichtungen aufzeigen, die nicht kontinuierlich arbeiten sondern sich witterungsabhängig für den Anteil der Windenergie einschalten, der nicht in das Netz eingespeist werden kann.

"Die Ergebnisse müssen dann mit den etablierten Standartverfahren zur Herstellung von Wasserstoff verglichen werden", so Müller-Beck. Derzeit liege gerade bei dem Speichersystem "Strom-Wasserstoff-Strom" die Achillesferse vor allem bei dem vergleichsweise hohen Energieverlust bei der Rückverstromung. "Wir erhoffen uns aus der Studie aktuelle Erkenntnisse über den inzwischen erreichten technischen Stand einer verlustarmen Speicherung und einer wirtschaftlichen Nutzung von Wasserstoff", so der Staatssekretär.