Land fördert Mikroalgen in offshore Kultur mit rund 450.000 Euro

Müller-Beck: "Schleswig-Holstein wird Maritime Modellregion"

(lifePR) ( Kiel, )
Eine Kooperation zwischen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sowie den Firmen Coastal Research & Management (CRM) und Sea & Sun Technology (SST) erforscht in einem innovativen Projekt die Zucht von Mikroalgen. Diese könnten als Biomasse und somit als Energieträger genutzt werden oder die wertvollen Inhaltsstoffe der Algen könnten für Medikamente und Kosmetik verwendet werden. Das Projekt wird vom Land für drei Jahre mit rund 450.000 Euro gefördert. Technologiestaatssekretär Ralph Müller-Beck: "Der Anbau von Mikroalgen in offshore Kultur trägt zur Gesamtstrategie des Landes bei und unterstützt damit die Absicht der Landesregierung, Schleswig-Holstein zur Maritimen Modellregion zu entwickeln.

Die Wasserflächen auf der Erde sind um einiges größer, als die Landflächen und nicht alle Landflächen dieser Welt können auch genutzt werden. Bisher bietet aber der Ozean eine kaum genutzte Fläche für den Menschen. Durch das stetige Wachstum der Weltbevölkerung wird es unvermeidbar auch offshore Meeresgebiete zu nutzen, um zum Beispiel die Ernährung zu gewährleisten. Wissen und Technologie aus Schleswig-Holstein sollen helfen diese Lücke zu schließen.

Die Projektpartner Professor Rüdiger Schulz (Botanik, CAU), Tim Staufenberger (CRM, Projektleiter) und Karsten Pankratz (SST) kooperieren bereits seit mehreren Jahren erfolgreich. Die Förderung des Landes erlaubt dem Team jetzt einen erheblich besseren Ausbau ihrer Mikroalgenkulturen. Ziel des geförderten Projektes sind die Entwicklung, der Aufbau und der Betrieb einer industriellen Pilotanlage zur Mikroalgenproduktion auf dem Meer. Dabei sollen verschiedene Konzepte zum Anlagendesign, der Mikroalgen-Stammauswahl und der Ernte sowie der späteren Verarbeitung getestet und bewertet werden. Es soll gezeigt werden, dass auch eine auf dem Meer schwimmende Produktionsanlage für Mikroalgen gewinnbringend sein kann. Denn ein Vorteil der Mikroalgen-Biomasseproduktion ist die Möglichkeit, die Flächen unabhängig von landwirtschaftlich nutzbaren Flächen zu betreiben.

Auch mit diesem Projekt verfolgt das Land nach den Worten von Müller-Beck konsequent das Ziel, Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umzusetzen. Frank Eisoldt, Kanzler der CAU, ist von der richtungsweisenden Entscheidung dieser Projektförderung überzeugt: "Es ist sehr wichtig, ein solch innovatives Projekt wie die offshore Zucht von Mikroalgen in Schleswig-Holstein zu fördern. Die Förderung von solch nachhaltigen Projekten wird zukünftig an Bedeutung gewinnen."
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