Dienstag, 17. Oktober 2017


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Baden-Württemberg wirbt auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin für Grünen Süden

Minister Alexander Bonde stellt Magisches Dreieck aus Landwirt-schaft, Naturschutz und Tourismus vor / "Naturparke sind eine tragende Säule für Naturtourismus"

Stuttgart, (lifePR) - "Baden-Württemberg verfolgt den Politikansatz des 'Magischen Dreiecks' von Land-wirtschaft, Naturschutz und Tourismus. Land- und Forstwirtschaft prägen in Baden-Württemberg über 80 Prozent der Landesfläche. Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist wichtig, um unsere Lebensgrundlagen zu sichern. Der Trend hin zum Naturtouris-mus, einem Urlaub, der das Erleben von Natur umfasst, ist unverkennbar. Baden-Württembergs abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaften bilden dafür die Grundlage", sagte der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am Sonntag (22. Januar) auf dem Baden-Württemberg Tag im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die Lan-desregierung werde daher auch den Naturtourismus stärken und ausbauen, so etwa durch die geplante Ausweisung neuer Großschutzgebiete wie etwa einem National-park im Nordschwarzwald. Neben den vielen historischen Städten läge das touristi-sche Potenzial Baden-Württembergs in den attraktiven Landschaften und den hoch-wertigen regionalen Spitzenprodukten, so der Minister.

"Unser Ziel ist, die Bereiche von Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus strate-gisch zusammenzuführen. Daher wurden sie alle im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gebündelt. Nun gilt es die gemeinsamen Stärken auszubau-en, neue Akzente zu setzen und Synergien übergreifend und vorausschauend nutz-bar zu machen. Dies ist nachhaltige Politik in Baden-Württemberg", ergänzte der Mi-nister. Seine Rolle als Vorsitzender der Agrarministerkonferenz werde er auch nut-zen, um bundesweit für diese Verknüpfung zu werben.

Die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) habe den Trend zum umweltfreundlichen Reisen bereits mit der Kampagne 'Grüner Süden' aufgegriffen. "Grüner Süden steht als Erlebnismarke für 'Wir sind Süden' und touristische Angebo-te rund um das Kernthema Natur. Mit diesem bisher in Deutschland beispiellosen Projekt wollen wir Urlaubern die Natur nahe bringen, indem wir in allen Regionen des Landes ein umfassendes und attraktives Angebot etablieren", betonte der Geschäfts-führer der TMBW, Andreas Braun. Partner-, Musterregionen und -organisationen sei-en das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, der Hochschwarzwald sowie die baden-württembergischen Naturparke.

Mit den Naturparken verfüge Baden-Württemberg über eine ideale Basis, um die drei Bereiche Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus weiterzuentwickeln, unterstrich Bonde. "Fast 33 Prozent der Landesfläche tragen das Prädikat Naturpark. In den Na-turparken liegen unsere besonders hochwertigen Landschaften, in denen Natur und die Vielfalt der Kulturlandschaft erlebbar wird." Die Naturparke seien Modellregionen für nachhaltige Regionalentwicklung in den Bereichen Natur- und Landschaftsschutz, Regionalvermarktung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltigen naturver-träglichen Tourismus. "Naturparke bringen Naturschutz und Naturnutzung in sensib-len Landschaften in Einklang. Sie sind Impulsgeber und haben eine Koordinierungs-funktion für Akteure im ländlichen Raum, weil sie sich für Erhalt, Pflege und Entwick-lung sensibler Lebensräume in den Regionen einsetzen und schaffen dadurch attrak-tive Wirtschafts-, Erholungs- und Naturerlebnisräume für alle", sagte Roland Schöttle, Geschäftsführer des Naturpark Südschwarzwald.

Zusatzinformationen:

Die sieben Naturparke in Baden-Württemberg umfassen naturnahe Landschaften, Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete auf rund 33 Prozent der hochwertigsten, sensibelsten Flächen im Land. Ihr Aufgabenschwerpunkt liegt in der Erhaltung und Förderung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft sowie der Sicherung und Entwicklung einer vorbildlichen Erholungslandschaft. Der integrierte Ansatz der Naturpark-Konzeption stellt die Gleichrangigkeit der Anliegen von Land-wirtschaft, Naturschutz, Forstwirtschaft und Erholung heraus. Für die Lösung der ent-stehenden Zielkonflikte werden regionalspezifische Leitbilder entwickelt.

Die Naturparke sind nach Naturschutzrecht verordnete Großschutzgebiete. Als Trä-ger der Naturparke fungieren eingetragene, gemeinnützige Vereine (e.V.), Mitglieder der Naturparke bzw. Naturparkvereine sind die im Naturpark liegenden Gemeinden und Landkreise, das Land sowie weitere Verbände, Vereine, Unternehmen und Pri-vatpersonen.

Die Naturparke wurden von 1980 bis 2010 mit insgesamt 46,7 Millionen Euro geför-dert. Sie haben in den 30 Jahren seit den ersten Naturparkgründungen ein Investiti-onsvolumen in Höhe von rund 100 Millionen Euro angestoßen.

Im Magazin "ECHTZEIT" finden sich auf über 60 Seiten viele Tipps und Informationen über Natur und Genuss in Baden-Württemberg.

Weitere Informationen zum Thema Naturparke und Tourismus im Ländlichen Raum finden sich auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbrau-cherschutz unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de.

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