Sozialministerin Alheit zertifiziert zweite "Demokratie-Kita" in Schleswig-Holstein: "AWO leistet Pionierarbeit"

(lifePR) ( Bovenau, )
Demokratie muss erlernt werden – und das geht durch Teilhabe. Die AWO Schleswig-Holstein setzt ein bundesweit einmaliges Modell-Projekt um, das Partizipation in Kitas nachhaltig verankern soll. Die tragenden Säulen sind eine Kita-Verfassung und ein Beteiligungsprojekt, das gemeinsam mit Fachkräften entwickelt wird.

„Demokratie lebt vom Mitmachen, vom Einmischen. Kinder begreifen das sehr schnell. Je früher wir ihnen die Chance geben, das einzuüben - Teil zu haben und zu werden - desto stärker wird unsere Demokratie. Die AWO schafft hier ein Fundament“, sagt Sozialministerin Kristin Alheit, die heute (16. Januar) in der Kita „Rappelkiste“ in Bovenau das zweite Zertifikat überreichte. „Die AWO leistet hier Pionierarbeit.“ Bis 2020 werden alle Kindertagesstätten der AWO Schleswig-Holstein als Demokratie-Kita nach dem Konzept „Die Kinderstube der Demokratie“ des Instituts für Partizipation und Bildung in Kiel (IPB) anerkannt sein.

„Kinder in unseren Kitas sind schon seit langem an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt“, sagt Michael Selck, Geschäftsführer der AWO Schleswig-Holstein. Als ehemaliger Leiter des Fachbereichs Kindertagesbetreuung war Selck verantwortlich für die Implementierung einer strukturellen Demokratiebildung als Grundausrichtung in den AWO-Kitas. „Partizipation und Teilhabegerechtigkeit sind Markenzeichen der AWO - es war somit ein konsequenter und in sich logischer Schritt, dass wir bundesweit der erste Träger sind, der alle seine Kitas zertifizieren lässt.“ Damit leistet die AWO auch einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des Kinderschutzes in schleswig-holsteinischen Kitas. Der Gesetzgeber erwartet nämlich seit 2012, Beteiligung und Beschwerderechte in Kitas für alle Kinder verbindlich zu verankern.

Grundlage für die „Demokratie-Kita“ sind die hohen Qualitätsstandards für die Beteiligung von Kindern in Kindertagesstätten, die vom IPB entwickelt wurden. „Es geht sehr oft um die kleinen Fragen“, sagt Rüdiger Hansen. „Wer weiß denn wirklich, ob ein Kind draußen friert? Die Mutter im Büro, die leicht fröstelnde Erzieherin oder das Kind, das draußen sowieso ständig in Bewegung ist.“ Wo höre Fürsorge auf, und wo beginne die Autonomie der Kinder. „Dies ist vor allem ein Prozess, der in den Köpfen der Erwachsenen stattfinden muss“, fügt seine Kollegin Professor Raingard Knauer hinzu. Seit 2006 qualifiziert das IPB Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Partizipation in Kindertageseinrichtungen, die auch in diesem Modellprojekt die Fachkräfte in den Kitas begleitet haben.

Das bundesweit einmalige Projekt wird unterstützt vom Land, der Aktion Mensch sowie der Robert-Bosch-Stiftung und in Kooperation mit der Caritas und dem Deutschen Kinderschutzbund durchgeführt.
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