Sonntag, 19. November 2017


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MWV: EU muss erneuerbare Kraftstoffe berücksichtigen

Vorschlag der EU-Kommission zu CO2-Emissionen im Verkehr ab 2030

Berlin, (lifePR) - Zum jüngst vorgestellten zweiten Mobilitätspaket der EU-Kommission mit neuen CO2-Zielen für Pkw bis 2030 stellt Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes, fest: „Den neuen Vorschlägen fehlt noch der Ansatz der Technologieoffenheit. Dadurch wird der Elektromobilität einseitig der Vorzug gegeben, ohne die CO2-Emissionen bei der Strom-produktion und der Batterieherstellung zu berücksichtigen. Dabei sind erneuerbare Kraftstoffe in den meisten Fällen die bessere Alternative.“

Bei Lkw, Schiffen und Flugzeugen werden erneuerbare Kraftstoffe unverzichtbar sein, wenn die Klimaziele im Verkehr bis 2050 erreicht werden sollen, erläuterte Küchen. „Antriebs-Alternativen gibt es hier wenige bis gar keine.“ Auch für Pkw stellen erneuerbare Kraftstoffe eine langfristig bezahlbare Option dar, wenn Brüssel und Berlin deren Notwendigkeit erkennen und unterstützen. „Im Sinne von Technologieoffenheit und bestmöglichem Klimaschutz müssen daher niedrigere Treibhausgasemissionen der Kraftstoffe genauso berücksichtigt werden wie auf der anderen Seite die CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung.“

Verkappte E-Auto-Quote statt klimafreundlichere Lösungen

Küchen weiter: „Der vorgelegte Vorschlag der Kommission wirkt dagegen wie eine E-Auto-Quote. Denn die Emissionen des eingesetzten Stroms, selbst wenn er aus Kohle kommt, werden mit Null bewertet, während sogar der Einsatz komplett treibhausgasneutraler Kraftstoffe behandelt wird wie fossiles Benzin oder Diesel.“

Erneuerbare Kraftstoffe sind Biokraftstoffe der zweiten Generation, die nicht mehr mit Nahrungsmitteln konkurrieren, und synthetische Kraftstoffe, die so genannten E-Fuels. Sie sind treibhausgasreduziert oder vollkommen klimaneutral und lassen sich problemlos auch in klassischen Antrieben verwenden. Die Autofahrer können somit ihr bisheriges Fahrzeug als auch die bestehende Tankstellen-Infrastruktur kostengünstig weiter nutzen. Über den steigenden Einsatz von Biokraftstoffen trägt die Mineralölwirtschaft bereits seit Jahren zunehmend zum Klimaschutz bei. Die EU-Kommission hatte am Mittwoch ihr zweites Mobilitätspaket veröffentlicht, wonach unter anderem Neuwagen bis 2030 durchschnittlich 30 Prozent CO2-Emissionen gegenüber 2021 einsparen sollen.

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