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Pressemitteilung BoxID: 688082 (Mineralölwirtschaftsverband e.V.)
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Heizölabsatz nimmt 2017 leicht zu

(lifePR) (Berlin, ) Der Absatz von leichtem Heizöl in Deutschland nimmt im Jahr 2017 zu. Er steigt nach vorläufigen Schätzungen von 15,8 Millionen Tonnen im Vorjahr um zwei Prozent auf 16,1 Millionen Tonnen.  Das geht aus Berechnungen des Hamburger Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) und des Berliner Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) hervor.

Der durchschnittliche Heizölpreis 2017 liegt der Schätzung zufolge bei 60 Euro je 100 Liter bezogen auf eine Abnahmemenge von 3000 Liter. Im Jahr zuvor waren es knapp 52 Euro, 2015 rund 61 Euro und 2014 knapp 80 Euro. In den Monaten Mai, Juni und Juli des zu Ende gehenden Jahres hatten sich die Verbraucher deutlich stärker als im Jahr zuvor mit Heizöl eingedeckt; in diesen drei Monaten lag der Heizölpreis durchweg unterhalb 60 Euro je 100 Liter.

Dazu sagte MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen: „Der leicht gestiegene Heizölabsatz bestätigt, dass Hauseigentümer aufmerksam die Niedrigpreisphasen genutzt und sich offensichtlich gezielt bevorratet haben. Eine derart flexible Lagerung von Wärme-Energie im eigenen Tank ist der große Vorteil flüssiger Energieträger.“

IWO-Geschäftsführer Adrian Willig betonte: „Insgesamt sind die rund 5,6 Millionen Ölheizungen in Deutschland in den vergangenen Jahren zunehmend effizienter und sparsamer geworden. Der Austausch eines alten Heizkessels durch ein neues Öl-Brennwertgerät kann den Brennstoffbedarf um bis zu 30 Prozent senken.“ Zudem eigneten sich neue Brennwertheizungen sehr gut als Basis für die Einbindung erneuerbarer Energien wie zum Beispiel Solarthermie.

Der Einsatz moderner Brennwert-Technik und damit höhere Effizienz der Ölheizung ist einer der Hauptgründe, warum der Heizöl-Absatz in Deutschland binnen zehn Jahren bereits von rund 24 auf 16 Millionen Tonnen zurückgegangen ist.

Für die Zukunft wird an neuen Brennstoffen wie E-Fuels gearbeitet. Ziel ist die Entwicklung CO2-neutraler Brennstoffe, die dem bisherigen Heizöl in hohen Anteilen beigemischt werden und dieses langfristig sogar ersetzen können. Küchen: „Die Klimaschutzziele sind am ehesten in einem technologieoffenen Wettbewerb um die besten Lösungen zu erreichen. Flüssige Energieträger mit wachsenden erneuerbaren Anteilen, etwa durch E-Fuels und Bio-Heizöl, können dabei eine wichtige Rolle spielen, auch in Kombination mit anderen erneuerbaren Energien aus Holz-, Wind- oder Sonnenenergie.“