Donnerstag, 25. Mai 2017


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Bildung und Berufswahl: was Jugendliche aus Osteuropa wollen

(lifePR) (Wien, ) Ziel der im Auftrag des Fachverbandes für Werbung und Marktkommunikation der WKÖ durchgeführten Studie ist, länderspezifische Unterschiede in Osteuropa aufzuzeigen und damit potenziellen Arbeitgebern aus westeuropäischen Ländern zu einem besseren Verständnis über die Bedürfnisse zukünftiger Arbeitnehmer aus diesen Ländern zu verhelfen.

Gefragt wurde nach den Motiven für die Studien- bzw. Berufswahl, nach den Erwartungen vom ersten Job, den Verdiensterwartungen für den ersten Job, der Einschätzung der Situation am eigenen Arbeitsmarkt und nach den Beweggründen für eine berufliche Tätigkeit im Ausland. Zudem wurde ein subjektiver Vergleich des Lohn-/Gehalts-Niveaus mit westeuropäischen Ländern durchgeführt.

Helmut Kammerzelt, Berater von MindTake New Media Research: "Die Ergebnisse spiegeln grundsätzlich die wirtschaftliche Situation des jeweiligen Landes wider. So spielt zum Beispiel das Gehalt bei der Wahl des ersten Berufes für die Slowenen eine weniger wichtige Rolle als für die Ungarn, Tschechen und Slowaken. Die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten, ist lediglich für die Slowenen ein ausschlaggebendes Motiv für die Studien- bzw. Berufswahl."

Schweiz und Vereinigtes Königreich beliebteste Zielländer Jene, die an einem berufsbedingten Auslandsaufenthalt Interesse haben, bevorzugen in allen Ländern die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Österreich liegt dabei in der Slowakei und in Ungarn im vorderen Drittel, in Slowenien und der Tschechischen Republik im Mittelfeld.

Auf der Sympathie-Skala der beliebtesten Länder für eine Beschäftigung im Ausland kann Österreich bei den Deutsch sprechenden Personen aus der Slowakei, Tschechien und Ungarn punkten, liegt jedoch außer in Ungarn auch hier hinter Deutschland und der Schweiz. In Slowenien zählt Österreich auch für Deutsch sprechende nicht zu den Wunsch-Ländern.

Unterschiedliche Erwartungen an potentielle Arbeitgeber In allen vier Ländern ist es den Befragten am wichtigsten, dass die Wahl des Studiums bzw. des Berufs den eigenen Talenten entspricht (höchster Anteil in Slowenien bei 72 %).

Die Bezahlung spielt für Personen aus der Slowakei, Tschechien und Ungarn ebenso eine große Rolle (ca. 30 %). Lediglich in Slowenien wird der finanzielle Faktor von einem vergleichsweise geringen Teil (ca. 15 %) der Personen angeführt.

Die größten Unterschiede bezüglich Joberwartungen gibt es zwischen Slowenien und Ungarn: Während in Slowenien Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung (1. Stelle) und ein eigener Verantwortungsbereich im Rahmen projektbezogener Arbeit (2. Stelle) im Vordergrund stehen, haben diese Faktoren in Ungarn eine geringe Bedeutung. In Ungarn werden Arbeitsplatzsicherheit (1. Stelle), gute Bezahlung (2.Stelle), sowie die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Führungskräften (4. Stelle) als wichtiger angesehen, als in Slowenien.

Dazu Helmut Kammerzelt: "Diese Ergebnisse sind für österreichische Unternehmen, die Mitarbeiter in diesen Ländern suchen, von Bedeutung. Unterschiedliche Erwartungen der zukünftigen Arbeitnehmer in Abhängigkeit von ihrem Ursprungsland erfordern eine differenzierte Strategie zur Mitarbeiteranwerbung und Mitarbeitermotivation in diesen Ländern".

Signifikante Unterschiede bei Gehaltsvorstellungen Deutliche Unterschiede gibt es auch bei den Gehaltsvorstellungen. Im Ländervergleich rechnen Personen aus Slowenien mit dem höchsten Verdienst im ersten Job nach Beendigung des Studiums. Auch in Tschechien sind die Verdiensterwartungen im Vergleich zur Slowakei und Ungarn relativ hoch.

"Deutlich niedrigere Erwartungen haben laut den vorliegenden Daten Personen in der Slowakei und insbesondere in Ungarn, was mit Sicherheit auch mit der wirtschaftlichen Situation in diesen Ländern zusammenhängt" so Helmut Kammerzelt weiter. "In allen Ländern sind die Befragten aber überwiegender Meinung, dass die Gehälter in Westeuropa viel höher bzw. doppelt oder dreifach sind."

Auch für eine berufliche Tätigkeit im Ausland ist die Bezahlung für die Befragten in allen vier Ländern das wichtigste Kriterium: Zwischen 80 und 90 % der Personen geben eine gute Bezahlung als ausschlaggebenden Grund an. Zweitwichtigste Kriterien (je nach Land zwischen 45 und 70%) sind Fremdsprachenkenntnis, sowie berufliche bzw. private Vorteile einer Auslandstätigkeit (z.B. Dienstwohnung etc.).

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