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Punktgewinn für Familien

(lifePR) (Mannheim, )
An knapp 80 Schaufenstern und Eingängen klebt es bereits und setzt so buchstäblich ein Zeichen für mehr Familienfreundlichkeit in der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN): Das Familienfreundlichkeitslabel "Still- und Wickelpunkt". Ursprünglich von der Weinheimer Elterninitiative entwickelt und im vergangenen Jahr in der Zweiburgenstadt erfolgreich eingeführt, weisen die grünen (für Stillpunkte) und blauen Aufkleber (für Wickelpunkte) jungen Eltern nun auch in vielen weiteren Kommunen den Weg zu Geschäften, öffentlichen Gebäuden und gastronomischen Betrieben mit einer passenden Still- und/oder Wickelmöglichkeit.

Das Familienfreundlichkeitslabel "Still- und Wickelpunkt" ist das erste gemeinsame Projekt des Arbeitskreises der "Lokalen Bündnisse für Familie" in der MRN. Koordiniert wird die Gemeinschaftsaktion vom Forum "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" der MRN GmbH, auf dessen Initiative Anfang des Jahres der gemeinsame Arbeitskreis eingerichtet wurde. "Familienfreundlichkeit heißt für uns, die Bedürfnisse von Eltern und Kindern nicht nur im Arbeitsalltag, sondern z. B. auch beim Stadtbummel oder dem Wochenendausflug zu berücksichtigen. Durch die Zusammenarbeit der Lokalen Bündnisse für Familie in der MRN gelingt dies in vorbildlicher Weise", sagt Dr. Felix Gress, Geschäftsführer der MRN GmbH.

Unterstützt wird die regionsweite Einführung von der Werbegemeinschaft Mannheim City e.V. und dem Einzelhandelsverband Nordbaden. "Gerade in Zeiten des boomenden Internet-Handels muss der Einzelhandel in der Region mit Qualität und Service punkten. Mit dem Familienfreundlichkeitslabel 'Still- und Wickelpunkt' können Geschäfte mit geringem Aufwand zeigen, dass Eltern mit Babys herzlich willkommen sind", ergänzt Manfred Schnabel, Präsident des Einzelhandelsverbands Nordbaden und Geschäftsführer der Expert-Esch GmbH.

Still- und Wickelpunkte: Nachwuchs und Mitmacher willkommen

Lokale Bündnispartner vor Ort sind neben Weinheim bislang Eberbach, Haßloch, Heidelberg und Mannheim. Dennoch betont Bianca Prismantas, Leiterin des Forums "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" der MRN GmbH, dass das Label nicht nur diesen Familienbündnissen vorbehalten ist. "Wir haben das Konzept bewusst so angelegt, dass es problemlos von weiteren Bündnispartnern, Kommunen oder ehrenamtlichen Helfern übernommen und vor Ort umgesetzt werden kann. Unternehmen, Einzelhändler, gastronomische Betriebe und öffentliche Einrichtungen, die Interesse am Familienfreundlichkeitslabel haben, können sich direkt an die Lokalen Familienbündnisse ihrer Kommune oder an das Forum 'Vereinbarkeit von Beruf und Familie' wenden", so Prismantas.

Das Familienfreundlichkeitslabel "Still- und Wickelpunkt" erhalten ab sofort Geschäfte, gastronomische Betriebe, Verwaltungen aber auch Unternehmen, die bestimmte Kriterien einhalten. Mindeststandards für die Auszeichnung mit dem "Stillpunkt" sind das Vorhandensein einer geeigneten Sitzgelegenheit für stillende Mütter, Wärme, Licht sowie Sauberkeit. Für die Auszeichnung mit dem "Wickelpunkt" müssen zudem mindestens ein stabil stehender Wickeltisch mit Fallschutz, eine rutschfeste Wickelauflage, Reinigungstücher und ein verschließbarer Abfalleimer vorhanden sein. Empfohlen wird vom gemeinsamen Arbeitskreis darüber hinaus in beiden Fällen eine Abstellmöglichkeit für Kinderwagen, ein Hinweisschild zur Nutzung, eine Waschgelegenheit und eine Spielgelegenheit für Geschwisterkinder. "Beim Wickelpunkt ist es zudem enorm wichtig, dass dieser für Männer und Frauen gleichsam erreichbar ist", ergänzt Prismantas. Die Einhaltung dieser Standards wird vor der Vergabe von den Lokalen Bündnissen vor Ort geprüft. Finanziert wird das Projekt sowie die Arbeit des Forums "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" von BASF, IHK Rhein-Neckar, John Deere, MVV und Roche.

Hintergrund: "Lokale Bündnisse für Familie" - mehr Familienfreundlichkeit vor Ort

Die Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein "Lokales Bündnis für Familie" ist ein partnerschaftlicher Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Akteure aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Gewerkschaften, Kammern, freien Trägern, Verbänden, Vereinen, Einrichtungen, Initiativen und Kirchengemeinden. Gemeinsames Ziel ist es, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern. Derzeit engagieren sich mehr als 13.000 Akteure, darunter 5.000 Unternehmen, in rd. 5.200 Projekten. Zuletzt waren 570 Bündnisse in der Initiative aktiv. Das bundesweite Servicebüro in Berlin unterstützt und koordiniert den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse und wird vom Bundesfamilienministerium und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert.

Die MRN ist der Initiative im Jahr 2005 beigetreten. Weitere "Lokale Bündnisse für Familie" gibt es in der MRN bislang in Bensheim, Bobenheim-Roxheim, Eberbach, Frankenthal, Grünstadt, Haßloch, Heidelberg, Hirschberg an der Bergstraße, Landau, Mannheim, Neustadt an der Weinstraße, Speyer, Weinheim und Wiesloch-Walldorf. Unter dem Dach des Forums "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" haben sich die 16 "Lokalen Bündnisse für Familie" aus der Region Anfang des Jahres zu einem gemeinsamen Arbeitskreis zusammengeschlossen. Ziel der Kooperation ist es, den Informationsaustausch zwischen den Akteuren zu verbessern, neue Möglichkeiten der verstärkten Zusammenarbeit auszuloten und gemeinsame Projekte für mehr Familienfreundlichkeit in der Region auf den Weg zu bringen.
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