Der Arbeitsmarkt in der Metropolregion Rhein-Neckar lebt

(lifePR) ( Mannheim, )
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- Deutlicher Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit
- Über 10.000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr
- Junge Fachkräfte jetzt auf dem Arbeitsmarkt
- Fachkräfte mit guten Vermittlungsaussichten

Vielerorts in der Region konnte während des vergangenen Quartals der niedrigste Stand der Arbeitslosigkeit seit 1992 gemessen werden. Die Daten belegen: Im Vergleich mit dem Vorjahr ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen um 10.260 gesunken. Das entspricht einer Abnahme um 13,9 Prozent.

Bei den Agenturen und den Arbeitsgemeinschaften (ARGEn)in der Metropolregion Rhein-Neckar waren zum Halbjahreswechsel 2008 noch 63.430 Männer und Frauen als arbeitslos registriert, was einer Arbeitslosenquote (AQ) bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen von 5,3 Prozent entspricht. Diese Quote ist um 2,2 Prozentpunkte günstiger als im Bundesgebiet.

Im Vergleich der Bundesländer der Metropolregion zeigt sich, dass lediglich Baden-Württemberg (AQ: 3,9 Prozent) besser als die Region dasteht, während Rheinland-Pfalz(AQ: 5,4 Prozent) und Hessen (AQ: 6,5 Prozent) eine ungünstigere Arbeitsmarktsituation aufweisen.

Der Trend abnehmender Arbeitslosigkeit seit dem 2. Halbjahr 2006 setzte sich auch von April bis Juni 2008 fort, obwohl die übliche Frühjahrsbelebung eher verhalten war. Die Metropolregion umfasst sehr unterschiedliche lokale Arbeitsmärkte, mit Arbeitslosenquoten zwischen 2,4 Prozent in Kandel, über 4 bis 5 Prozent in mittelständisch geprägten Arbeitsmärkten der Region, bis hin zu den städtischen Ballungsräumen mit 7,3 Prozent (Ludwigshafen) und 7,4 Prozent(Mannheim). In diesen beiden Städten gibt es zugleich einen größeren Anteil an Arbeitslosen, die nach dem Recht der steuerfinanzierten Grundsicherung betreut werden("Hartz IV"). Diese Gruppe stellt unter allen Arbeitslosen der Metropolregion fast zwei Drittel (65,3 Prozent), was verglichen mit Westdeutschland (70,3 Prozent) günstiger ist.

Zwei Gründe lassen sich für die positive Arbeitsmarktentwicklung im zurückliegenden Quartal herausstellen:

- Langzeitarbeitslose profitieren mittlerweile stärker von der Einstellungspraxis der Unternehmen.

- Die Reform der Bundesagentur für Arbeit zahlt sich gerade für die arbeitslosen Jugendlichen aus; schließlich gibt es ein besonders intensives Förderangebot - insbesondere auch bei den JobCentern für diese Zielgruppe.

Der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit ist besonders erfreulich.Die betroffenen Menschen konnten überdurchschnittlich von der Marktentwicklung profitieren. So nahm die Zahl derer, die länger als ein Jahr auf der Suche nach Beschäftigung waren, um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Die positiven Effekte zeigen sich bei der Gruppe der Arbeitslosen, die Leistungen nach SGBII (Hartz IV) er halten (-19,1 Prozent) und viel deutlicher bei denjenigen, die im Versicherungsbereich (SGB III) gemeldet sind und bei denen die Langzeitarbeitslosigkeit oft noch weniger verfestigt ist (- 48,7 Prozent).

Mit 5.392 Arbeitslosen unter 25 Jahren und einem Anteil dieser Personengruppe an allen Arbeitslosen von 8,5 Prozent liegt die Region besser als der westdeutsche Schnitt(9,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich konnte für diese Gruppe in der Region ein deutlicher Abbau der Arbeitslosigkeit um 17,8 Prozent verzeichnet werden.

Dennoch gibt es nicht nur Grund zur Freude: Der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Menschen ab 50 Jahren war gegenüber dem Vorjahr nur unterdurchschnittlich (-12,9 Prozent)und geringer als in Westdeutschland (-18,1 Prozent) und im gesamten Bundesgebiet (-14,1 Prozent).

Otto-Werner Schade - der Chef der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland - machte deutlich, dass eine Einstellungsänderung bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern notwendig sei: "Der Trend zu einem schrumpfenden Arbeitskräfteangebot bei einem wachsenden Anteil Älterer ist nicht aufzuhalten. Es liegt im betriebswirtschaftlichen Interesse der Unternehmen, verstärkt in die Beschäftigung Älterer zu investieren. Dies ist auch ein Weg, dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen."

Schade wies darauf hin, dass entsprechende gemeinsame Qualifizierungsanstrengungen für ältere Beschäftigte - gestützt von den Förderprogrammen der Bundesagentur für Arbeit - noch stärker als bisher von Betrieben und Arbeitnehmern angenommen werden müssen, damit diese "demografie- fit" bleiben.

Der Stellenzugang (nur Zugang an sozialversicherungspflichtigen Stellen) lag seit Jahresbeginn bis zum Stichtag im Juni 2008 bei 26.242 offenen Stellen und verlangsamte sich damit gegenüber dem Vorjahr in etwa dem gleichen Maße wie im gesamten Bundesgebiet. Insgesamt sind seit Jahresbeginn in der Metropolregion 4.044 Stellenangebote weniger eingegangen als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Schade ergänzte, dass von flächendeckendem Fachkräftemangel noch nicht die Rede sein könne. Er warb dafür, jetzt Stellenangebote an die Arbeitsagenturen zu melden.Wegen des frühen Ferienanfangs in Hessen und Rheinland- Pfalz meldeten sich jetzt junge Leute nach dem Ende der schulischen oder betrieblichen Ausbildung arbeitslos.Bald kämen junge Fachkräfte in Baden-Württemberg hinzu.Für Arbeitgeber bestehe nun die Chance, stärker als in vergangenen Jahren junge Nachwuchskräfte mit aktueller Ausbildung zu gewinnen.

Laut Schade ist es wichtig, die regionalen Aktivitäten für den wachsenden Fachkräftebedarf zu stärken und für zukunftsfähige Ausbildungsstellen zu werben.Eine fundierte Einschätzung zur Entwicklung des Ausbildungsmarktes stellte der Chef der Regionaldirektion Rheinland- Pfalz-Saarland für den Herbst 2008 in Aussicht. Derzeit bleibt abzuwarten, wie sich in den nächsten Wochen das Meldeverhalten von Ausbildungsbetrieben und Jugendlichen bis zum Ausbildungsbeginn im Spätsommer entwickelt.

Ungeachtet einiger Verlangsamungstendenzen hat sich der Arbeitsmarkt der Metropolregion im ersten Halbjahr 2008 weiter positiv entwickelt.
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