Dienstag, 12. Dezember 2017


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"Leipziger Memorandum" fordert intensivere Zusammenarbeit in Mitteldeutschland

Leipzig, (lifePR) - Anlässlich des heutigen „FORUM MITTELDEUTSCHLAND – Wirtschaftspolitik und Medien im Gespräch“ und in Anwesenheit der Wirtschaftsminister von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen veröffentlichte die Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland ein „Leipziger Memorandum“, das fünf Forderungen zu einer stärkeren Zusammenarbeit an die mitteldeutschen Landesregierungen formuliert.

„Wir müssen den positiven Schub, den die Region aktuell erfährt, nutzen, um die projektbezogene Zusammenarbeit zwischen unseren drei Bundesländern jetzt zu intensivieren“, erklärt Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Vorstandsvorsitzender der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, der die Forderungen des „Leipziger Memorandums“ in seiner Begrüßungsrede präsentierte. Denn sowohl die dynamisch wachsenden Metropolen wie Leipzig, Halle (Saale), Chemnitz und Jena als auch die Mittelzentren und ländlichen Räume stünden vor zahlreichen Herausforderungen bei der Gestaltung ihrer Zukunft. „Als Region können wir nur gemeinsam und im Rahmen erfolgreicher Stadt-Umland-Beziehungen gewinnen, etwa durch abgestimmte Konzepte zur Wirtschaftsförderung, Mobilität und Daseinsvorsorge“, betonte Burkhard Jung.

Deshalb fordern die Verfasser des „Leipziger Memorandums“ die zunehmende Realität eines gemeinsamen, mitteldeutschen Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturraums durch verstärkte Kooperationen der drei Länder, insbesondere in den Bereichen regionale Innovationsstrategien, Harmonisierung von Fördermittelrichtlinien und Hochschulentwicklung anzuerkennen. Darüber hinaus müssten Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen angesichts der teilweise sehr gegensätzlichen demografischen Entwicklungen in der Region ihre demografischen Handlungskonzepte zukünftig aufeinander abstimmen. Im Bereich der Mobilität sollten die Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte und alternativer Antriebstechnologien durch abgestimmte Clusteraktivitäten und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen gefördert werden. Der notwendige Strukturwandel im Mitteldeutschen Braunkohlerevier müsse durch ein länderübergreifendes Innovations- und Handlungskonzept unterstützt werden. Darüber hinaus gelte es, die hohe Lebensqualität in Mitteldeutschland und seine Attraktivität für Fachkräfte und Unternehmen durch eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter auszubauen.

„Die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland hat sich längst zu einem Motor der Entwicklung und Treiber wichtiger Themen in Mitteldeutschland entwickelt“, betonte Burkhard Jung mit Verweis auf die zahlreichen Projekte des Netzwerkes. Dazu gehörten unter anderem der IQ Innovationspreis Mitteldeutschland, das durch die EMMD initiierte Wasserstoffprojekt HYPOS, der gemeinsame Auftritt auf der Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL sowie die Arbeit der Projektgruppen zum Strukturwandel der Braunkohleregion sowie zum Thema Elektromobilität.

Unter Moderation von Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH und Wolfgang Brinkschulte, Vorstandssprecher des Mitteldeutschen Presseclubs zu Leipzig diskutierten anschließend Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Wolfgang Tiefensee, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft des Freistaats Thüringen und Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt gemeinsam zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen.

Am 1. FORUM MITTELDEUTSCHLAND nahmen rund 200 Multiplikatoren aus Wirtschaft, Gesellschaft sowie regionaler und bundesweiter Medien im Weißen Saal der Kongresshalle am Zoo Leipzig teil. Das gemeinsam von der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland (EMMD) und dem Mitteldeutschen Presseclub zu Leipzig organisierte Veranstaltungsformat will den Informationsaustausch und den Aufbau persönlicher Kontakte zwischen Unternehmen und Journalisten fördern.

In der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion Mitteldeutschland.

Mehr Informationen:
www.mitteldeutschland.com
www.mitteldeutscher-presseclub.de

Bild 1. FORUM MITTELDEUTSCHLAND: Wirtschaft und Medien im Gespräch mit den Akteuren v.l.:
Jörn-Heinrich Tobaben (Geschäftsführer, Metropolregion Mitteldeutschland Management),
Minister Prof. Dr. Armin Willingmann (Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt),
Minister Martin Dulig (Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr),
Minister Wolfgang Tiefensee (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft),
Wolfgang Brinkschulte (Vorstandssprecher, Mitteldeutscher Presseclub e.V. und GmbH)
Foto: Tom Schulze

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