Freitag, 15. Dezember 2017


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Forum diskutiert über mitteldeutsche Energiepolitik

Leipzig, (lifePR) - Über die Auswirkungen der Energiepolitik der Bundesregierung auf die Wirtschaft in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt diskutierten gestern in Leipzig die Teilnehmer des Regionalen Forums für Zukunftsenergien. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die von der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland in Kooperation mit dem Forum für Zukunftsenergien e.V. durchgeführt wurde, stand die anstehende Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) sowie die Debatte über ein neues Strommarktdesign.

"In Mitteldeutschland sind wie unter einem Brennglas alle Herausforderungen und Potenziale für die zukünftige Energiepolitik vorhanden - sowohl Erfahrungen aus den zurückliegenden 25 Jahren als auch zukunftsweisende Innovationen und als ganz besonderes Merkmal das sehr breite Spektrum an Industrie und Gewerbe sowie Energieerzeugern und Energieverbrauchern jeglicher Couleur. Deshalb ist es dringend notwendig, dass auch auf regionaler Ebene die beteiligten Akteure über ihre jeweiligen Interessen miteinander ins Gespräch kommen", erklärt Thomas Büschel, Mitglied des Vorstandes der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland und Beauftragter des Vorstandes des TÜV Thüringen. Das gelte für die Vorreiterrolle der Region beim Ausbau der Erneuerbaren Energien ebenso wie für die Braunkohle als Brückentechnologie und den Ausbau der Stromnetze, so Thomas Büschel weiter.

Für Dr. Annette Nietfeld, Geschäftsführerin des Forums für Zukunftsenergien e.V. und Moderatorin der Veranstaltung ist in der politischen Diskussion durchaus Bewegung erkennbar: "Die Politik hat die komplexe Gemengelage in der Energiewirtschaft erkannt und die Länder sind bereit, zu Gunsten des großen Ganzen, ihre spezifischen Interessen in gewissen Bereichen hintenan zu stellen, was sich etwa beim Netzausbau zeigt."

Im Rahmen des Regionalen Forums für Zukunftsenergien diskutierten Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jochen Staschewski, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie des Freistaates Thüringen und Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, über die verschiedenen Konzepte der drei Länder und eine stärkere gemeinsame Abstimmung in der Energiepolitik. Einig war sich das Podium darin, dass dafür besonderer Handlungsbedarf bestehe, da die Energiewirtschaft in übergroßem Maße von sich teilweise widersprechenden politischen Eingriffen betroffen sei, für die Zukunft jedoch wieder Planungssicherheit bräuchte.

Im Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland e.V. engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der traditionsreichen Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion Mitteldeutschland.

Das Forum für Zukunftsenergien ist die einzige branchenneutrale und parteipolitisch unabhängige Institution der Energiewirtschaft im vorparlamentarischen Raum in Deutschland. Dem Verband gehören ca. 250 Mitglieder aus der Industrie, der Energiewirtschaft, Verbänden, Forschungs- und Dienstleistungseinrichtungen sowie Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung an.

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