Freitag, 15. Dezember 2017


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Europäische Metropolregion Mitteldeutschland fordert Dialog zu Öffentlicher Mobilität auf der Schiene

Leipzig, (lifePR) - Rund 150 Multiplikatoren aus Politik, Verwaltung, Unternehmen und Wissenschaft diskutieren heute im Technikmuseum „Hugo Junkers“ in Dessau-Roßlau über die „Mobilität der Zukunft in Mitteldeutschland“. Im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland stehen dabei neue Lösungen für den Öffentlichen Personenschienenverkehr in der Region.

„Derzeit werden die infrastrukturellen und finanziellen Weichen für die Zukunft des Öffentlichen Schienenpersonenverkehrs in Mitteldeutschland neu gestellt. Angesichts seiner zentralen Rolle für die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes müssen alle beteiligten Akteure in einen intensiven Dialog treten, um gemeinsam neue Ansätze für eine moderne, umweltfreundliche und finanzierbare Mobilität zu entwickeln“, erklärte im Rahmen der Konferenz Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH. „Die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland biete eine ideale Plattform für diesen Prozess und wolle den Dialog mit neuen Impulsen wie dem vorgelegten Schienenpersonenverkehrskonzept für Mitteldeutschland voranbringen“, so Jörn-Heinrich Tobaben weiter. Die Machbarkeitsstudie sieht unter anderem die Einführung eines Integralen Taktfahrplans, eines einheitlichen Tarifmodells sowie länderübergreifenden Organisationsmodells für den Öffentlichen Personenverkehr in Mitteldeutschland vor.

Mit der Inbetriebnahme des zweiten Teils des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes werden ab 13. Dezember 2015 die sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt Magdeburg und die Städte Dessau-Roßlau, Bitterfeld-Wolfen, Lutherstadt Wittenberg sowie der Nahverkehrsraum Leipzig/Halle miteinander verbunden. Gleichzeitig wird mit der Verbindung Leipzig/Halle – Erfurt ein weiterer Teilabschnitt der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin – Halle/Leipzig – Erfurt – Nürnberg eröffnet. Mit der für Ende 2017 geplanten Fertigstellung des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit (VDE) 8 geht eine weitere Konzentration des Schienenpersonenfernverkehrs in Mitteldeutschland einher. Während sich dadurch für die Bahnknoten Dresden, Erfurt, Halle (Saale) und Leipzig deutliche Angebotsverbesserungen ergeben, werden mit Weimar und Jena weitere mitteldeutsche Städte ihren Fernverkehrsanschluss verlieren. Darüber hinaus drohen den ostdeutschen Aufgabenträgern im regionalen Schienenpersonennahverkehr durch die Ende September durch Bund und Länder beschlossene Neuverteilung der Regionalisierungsmittel in den kommenden Jahren erhebliche finanzielle Einbußen. Nach Angaben des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) würden allein für die fünf Zweckverbände in Sachsen – bei weiter steigenden Kosten für Energie, Personal sowie Trassen- und Stationsgebühren – im Zeitraum 2016 bis 2030 fast 900 Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen.

In der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der traditionsreichen Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion Mitteldeutschland.

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