Mittwoch, 26. Juli 2017


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Oldies als Wertanlage immer beliebter

Klassikwelt Bodensee in Friedrichshafen zeigt von 17. bis 20. Mai Fahrzeuge für jeden Geldbeutel / Oldtimer bieten hohes Wertsteigerungspotential

Friedrichshafen, (lifePR) - Für immer mehr Liebhaber bedeuten Oldtimer nicht nur ein herrliches Freizeitvergnügen, sondern auch ein lukratives finanzielles Investment: Hohe Wertsteigerungen etwa für Sportwagen-Klassiker sorgen vor allem auf den großen Auktionen für Schlagzeilen. Aber selbst sogenannte Brot-und-Butter-Autos bieten bei gutem Pflegezustand die Chance auf gute Renditen. So sind auf der Klassikwelt Bodensee von 17. bis 20. Mai 2012 auf dem Messegelände in Friedrichshafen zahlreiche Fahrzeuge zu sehen, denen man ihr enormes Wertsteigerungspotenzial auf den ersten Blick nicht ansieht. Selbst Experten gehen oft davon aus, dass hochpreisige Preziosen etwa von Mercedes, Ferrari oder Porsche die stärksten Wertsteigerungen erzielen. Dr. Götz Knoop, Vizepräsident des Bundesverbandes für Clubs klassischer Fahrzeuge (DEUVET) stellte zum Auftakt der Oldtimermesse in einem Pressegespräch fest: "Ich freue mich, dass es hier auf der Klassikwelt Bodensee gelungen ist, zwei Szenen zusammenzuführen. Die Enthusiasten mit ihrer Begeisterung für den Oldtimer und diejenigen, die die Fahrzeuge als Wertanlage betrachten."

"Als Anleger ist Fachwissen und Originalität erforderlich", ist Dr. Götz Knoop überzeugt. "Der Umsatz im Oldtimersegment, das direkt im Zusammenhang mit Fahrzeugen steht, beträgt jährlich rund 700 Millionen Euro. Die Oldtimerszene in ihrer Gesamtheit macht einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor aus."

Auch für Martin Halder, Vorstand Meilenwerk AG und Koordinator des Parlamentskreises Automobile Kultur ist klar, dass der Oldtimer als Investmentgut sehr stark fokussiert werde. "Der Oldtimermarkt als Wirtschaftssegment muss seiner Ansicht nach langfristig betrachtet werden." Die Zielgruppe sei vielfach gewachsen, da es keine Zugangsbarrieren mehr gebe. Ein starkes Wachstum in der Oldtimerszene mit einer Preissteigerung von mindestens 20 Prozent sei auch dadurch begründet, weil es eine sehr starke Internationalisierung gibt, besonders was die Länder Brasilien, Russland und China angeht.

"Was den Umweltschutzaspekt betrifft, so muss man dagegen halten, dass die jährliche Fahrleistung eines Oldtimers unter 3 000 Kilometer liegt, das entspricht unter 1 Prozent der gesamten Fahrleistung aller Fahrzeuge bundesweit. Und die Produktion von Neuwagen verbraucht deutlich mehr Ressourcen, als die Instandhaltung bestehender Fahrzeuge und deren Abgaswerte."

Mike Tetzlaff vom Hamburger Oldtimerverkaufshaus Thiesen ist überzeugt, dass die Anleger ihr Geld lieber in der Garage stehen, anstatt auf der Bank liegen haben. "Der sportliche Nachkriegsmarkt mit Fahrzeugen wie die Porsche 911er Palette, Ferrari-Modelle 328 oder 348 oder Fahrzeuge im sportlichen BWM-Bereich wird sich verdoppeln", ist er überzeugt, dass der Umsatz in Zukunft noch weiter nach oben gehen wird. "Die Mercedes 300 SL werden gebunkert. Ich weiß wo sie stehen aber ich komm einfach nicht dran. Seit 40 Jahren ist kein einziger Oldtimer günstiger geworden. Das Fahrzeug, das unberührt ist, das wird heute gesucht."

Wer sucht, der wird vielleicht bei der Auktion fündig: Michael Lehrberger, Auktionshaus Gut Bernstorf, versteigert am Samstag um 14 Uhr auf dem Messegelände insgesamt 40 Fahrzeuge. "Wir sind gespannt, wie die Auktion laufen wird", sagte Michael Lehrberger. Das Interesse im Vorfeld sei sehr vielversprechend, die Nachfrage nach dem Auktionskatalog sei sehr groß gewesen.

Zahlen aus dem Oldtimer-Index

Der Star unter den vierrädrigen Klassikern hat lediglich zwischen 9 und 29 PS, etwa einen halben Liter Hubraum und gerade mal zwei Zylinder. Der Citroen 2CV oder treffender formuliert "die Ente" schlägt erstaunlicherweise die hochkarätigen PS-Protze der Klassikerszene: Der deutsche Oldtimer-Index sieht der französische Kleinwagen sowohl 2009 als auch 2010 auf dem vordersten Platz in puncto prozentuale Wertsteigerung. So hat die Ente zwischen 1999 und 2010 im Durchschnittspreis von 2 000 auf 7 900 Euro zugelegt, also 295 Prozent Wertsteigerung.

Dabei werden für die seltenen 2CV-Modelle - etwa die in nur geringer Zahl gebaute Sahara-Ente mit zwei Motoren oder die besonders spartanischen Urmodelle mit knapp zehn PS - bereits ein Vielfaches des Durchschnittspreises von fast 8 000 Euro gezahlt. Auch auf Platz zwei rangiert laut Oldtimer-Index ein Kleinwagen, der ähnlich wie in Frankreich die Ente, für die Italiener ein echter "Volkswagen" war: der Fiat 500 F. Der winzige Italo-Viersitzer zählt ebenfalls zu den Autos mit dem höchsten prozentualen Wertzuwachs. Innerhalb von zehn Jahren hat er von 2 300 auf 8 400 Euro zugelegt, das sind 265 Prozent Wertsteigerung Auf Platz drei folgt zwar ein etablierter Vertreter des deutschen Sportwagen-Hochadels, aber auch hier wird mancher überascht sein: Nicht der Ur-Porsche 356 oder sein legendärer Nachfahre 911 steht auf dieser Position, sondern der vierzylindrige und eher unscheinbare Frontmotor-Porsche 924. Damit stehen drei eher schwach motorisierte und auf den ersten Blick unspektakuläre Fahrzeuge in puncto prozentualer Wertsteigerung ganz oben auf dem Treppchen. Im Mittel - über alle Fahrzeuge - weißt der Oldtimer-Index seit 1999 eine Steigerung auf 194,1 % aus. Der für diese Berechnung zugrunde liegende Marktspiegel wird jedes halbe Jahr vom Verband der deutschen Automobil Industrie herausgegeben.

Überhaupt hat die Oldtimer-Leidenschaft in der deutschen Bevölkerung in den vergangenen Jahren stark zugenommen: Mehr als 360 000 Fahrzeuge sind über 30 Jahre alt. Allein die Zahl der Personenwagen mit sogenanntem H-Kennzeichen hat sich von 97 208 vor zehn Jahren auf 231 064 Ende 2011 mehr als verdoppelt.

Der deutsche Klassiker schlechthin steht dabei auch auf Platz eins bei den H-Kennzeichen: Fast 26 000 VW Käfer krabbeln mit diesem Oldie-Nummernschild noch über deutsche Straßen. Zum Zweitplatzierten, den Strich-Acht-Modellen von Mercedes, herrscht mit etwa 6 800 Fahrzeugen schon ein deutlicher Abstand.

Die Klassikwelt Bodensee und die Messe für nachhaltige Mobilität "the electric avenue - expo" finden von Donnerstag, 17. bis Sonntag, 20. Mai 2012 parallel auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt. Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr. Näheres im Internet unter: www.klassikwelt-bodensee.de.

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