Montag, 20. November 2017


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Interboot 2013: Von alten Ladies im neuen Kleid

Viele Werften am Bodensee verstehen sich auf die Restauration klassischer Yachten / Internationale Wassersport-Ausstellung zeigt Oldtimer-Boote und Restaurationsbetriebe

Friedrichshafen, (lifePR) - Glanzvolle Zeiten stehen den Oldtimern unter den Yachten auf der Interboot von Samstag, 21. bis Sonntag 29. September bevor. "Es ist ein erhabenes Gefühl, einer alten Dame wieder zu einem glanzvollen, neuen Leben zu verhelfen", bringt es Bootsbaumeister Josef Martin aus Radolfzell auf den Punkt. Mehrere Jahre hat er seine "Anitra", eine 21 Meter lange Segelyacht Baujahr 1928 aufwändig restauriert. Ähnlich wie er sehen das viele Werftbetriebe am Bodensee, die sich im Verband der Bodenseewerften Baden-Württembergs zusammengeschlossen haben und auf der internationalen Wassersport-Ausstellung ihr Handwerk präsentieren.

So wie es Spezialisten für Automobil-Oltimer gibt, haben sich besonders am Bodensee mehr als ein halbes Dutzend Werften auf die Restaurierung und Pflege alter klassischer Yachten spezialisiert. Es sind in der Regel Yachten aus Edelholz aus längst vergangenen Zeiten, die von den Werften wieder auf Hochglanz gebracht werden. Für die Klassiker trifft die Beschreibung "harmonische Eleganz" und "zeitloses Flair" zu und sie begeistern gleichermaßen gestandene Segler wie interessierte Spaziergänger, wenn sie in den Häfen bewundert werden können.

Bereits seit vielen Jahren gehören die klassischen Segelboote zur Interboot und vervollständigen das breite Spektrum des Wassersports. Vom Verein "Oldtimer Schiffe Bodensee", der Jahr für Jahr rund 30 schöne Klassiker im Interboot-Hafen zeigt, über die Oldtimer-Regatta am ersten Wochenende, bis hin zum Gemeinschaftsstand des Verbands der Bodenseewerften - klassische Yachten haben auf der internationalen Wassersport-Ausstellung ihren festen Platz. In Halle A3 beispielsweise präsentiert letzterer einige der formschönen Yachten mit ihren ausgeprägten Bug- und Heckformen. Dabei sind auch Neubauten, denn die Werften am deutschen Ufer des Bodensees haben sich nicht nur auf die Restaurierung und den Erhalt der eleganten Edelholzyachten spezialisiert. Viele bieten zudem den Nachbau sogenannter Retroklassiker an.

In der Regel sind es Werftbetriebe mit langer Erfahrung, in denen die handwerklichen Fähigkeiten und das Wissen über traditionellen Holzbootbau erhalten geblieben sind. Zu ihren Kunden haben sie ein ganz besonderes Verhältnis, denn die Eigner der Klassiker engagieren sich oftmals sehr viel stärker für ihre Boote als Besitzer von modernen Yachten. Volker Friedrich, Vorsitzender des Vereins "Oldtimer Schiffe Bodensee" kennt die Beweggründe dafür: "Von den Booten geht eine große Faszination aus und jedes Boot ist ein Einzelstück, auf das man als Eigner stolz ist." Er selbst besitzt eine sehenswerte Spreizgaffelketsch, ein Segelboot, das 1934 in einer Bremer Werft gebaut wurde. Im Verein sind derzeit rund 100 Yachten registriert.

Ebenfalls beliebt ist der Verein "Freundeskreis Klassischer Yachten" (FKY) mit aktuell 1900 Mitgliedern und 1600 registrierten Yachten und Booten, von denen viele in den Häfen des Bodensees beheimatet sind. Das Interesse an einer Mitgliedschaft ist, so Wilfried Horns, dem Sprecher des Freundeskreis, groß. Die Zahl der Mitglieder ist gerade in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Die meisten Eigner haben laut Willfried Horns zu ihren Yachten und Booten eine emotionale Beziehung aufgebaut und bemühen sich intensiv um deren Erhaltung. Kleine Schönheitsreparaturen werden meist selbst gemacht, für Größeres benötigen sie die Hilfe der Fachleute in den Werften. Auch deshalb sind die meisten Bodenseewerften, die sich auf die Restaurierung spezialisiert haben, gut ausgelastet. Dabei gehen sie ganz besonders auf die Wünsche der Klassiker-Eigner ein.

Für Bootsbaumeister Florian Kollmar der Bootswerft Kollmar in Friedrichshafen, der seine Werft als Fachbetrieb für Holzboote und GFK-Yachten versteht, ist es wichtig, dass bei Restaurierungen exakt der Stil des Bootes erhalten wird. "Da unterstützen wir die Eigner von Klassikern, die uns ihr Boot anvertrauen", betont er.

Die Interboot ist von Samstag, 21. bis Sonntag, 29. September täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet; der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Kostenlose Bus-Shuttles bringen die Besucher vom Bahnhof, Fährhafen, Messe-Hafen und den Parkplätzen zur Messe und zurück. Die Tageskarte kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die Familienkarte ist für 25 Euro erhältlich. Kinder zwischen sechs und 14 Jahre bezahlen 5 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de.

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