Freitag, 19. Januar 2018


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Größere Räder: 29er rocken jetzt auch den deutschen Bike-Markt

Das Mountainbike bietet mit größeren Rädern besondere Fahreigenschaften: mehr Traktion, mehr Laufstabilität

Friedrichshafen, (lifePR) - Der amerikanische Markt ist ein wichtiger Trendsetter für alle Themen rund um den Sport. Manchmal dauert es nur etwas länger, bis die Trends "Made in USA" auch in Deutschland Fuß fassen. Ein perfektes Beispiel dafür sind die neuen Mountainbikes mit großen Laufrädern, im Fachjargon 29er genannt, die in den USA das klassische 26-Zoll-Radmaß schon fast verdrängt haben und nun auch in Deutschland rasch Marktanteile gewinnen. Branchen-Experten schätzen, dass auf der nächsten EUROBIKE vom 31. August bis 3. September 2011 in Friedrichshafen - der Weltleitmesse für alle Themen rund ums Fahrrad - bereits ein großer Teil der Modelle im hochwertigen MTB-Segment mit 29 Zoll-Laufrädern aufs Messe-Parkett rollen werden.

Sind die 29er lediglich eine Erfindung der Fahrradindustrie, um im technisch bereits weit entwickelten Mountainbike-Segment ein weiteres Verkaufsargument zu transportieren? Das würde den großen Erfolg dieser neuen Kategorie in den USA kaum erklären, wo im Hardtail-Segment, also bei Mountainbikes ohne gefedertes Hinterrad, fast ausschließlich nur noch 29er gekauft werden. Auch unter den vollgefederten Bikes gewinnen die 29er im Mutterland des Mountainbikes rasch Marktanteile.

Die Ursachen für diesen Erfolg sind vielmehr in den besonderen Fahreigenschaften der großen Laufräder zu suchen. Ein größeres Rad - ein 29er hat ungefähr 60 mm mehr Durchmesser als ein klassisches MTB-Laufrad - rollt einfacher über Hindernisse und besitzt mehr Auflagefläche, also mehr Traktion. Zudem bietet die größere Rotationsmasse mehr Laufstabilität bei niedrigen Geschwindigkeiten. Auch die Bike-Geometrie profitiert von der Umstellung: 29er-Fahrer beschreiben das Gefühl, mehr im Bike als auf dem Bike zu sitzen. Die Verbindung von Mensch und Sportgerät fühlt sich harmonischer an. Diese Stärken spielen die 29er vor allem auch auf kniffligen Trails aus: Je schwieriger das Terrain, desto mehr kommen die Vorteile der großen Laufräder zur Geltung.

Wer in Deutschland bisher ein 29er kaufen wollte, musste mitunter etwas länger suchen. Doch seit dieser Saison finden Verbraucher nun erstmals auch im deutschen Fahrradhandel ein breites Angebot an 29er-Bikes. Dies bestätigt auch Oliver Hensche, Deutschland-Chef von Mountainbike-Anbieter Giant: "Im sportlich orientierten Fachhandel sind 29er ein großes Thema. Inzwischen fragen auch die Kunden ganz konkret danach. Ich schätze, dass im gehobenen Preissegment hierzulande künftig jedes zweite Hardtail als 29er aus den Läden rollen wird."

Während der EUROBIKE dürfte die rasch wachsende Popularität der neuen Bike-Kategorie ebenfalls kaum noch zu übersehen sein: "Auf der kommenden Fahrradmesse wird sich kaum ein Hersteller diesem Trend noch entziehen können. Wir rechnen damit, dass im kommenden Modelljahr die Angebotsbandbreite im 29er Segment auch im deutschen Markt noch deutlich zunimmt", sagt etwa Doris Klytta vom Reifenhersteller Schwalbe.

29er werden zudem kein Phänomen allein im Hardtail-Segment bleiben, sagt zumindest Sebastian Maag, Country Manager Deutschland bei Specialized: "Im Fully-Segment bis 120 mm Federweg wird es 2012 einige neue 29er geben." Längerfristig rechnet der MTB-Experte zudem damit, dass künftig auch Bikes mit noch mehr Federweg als 29er angeboten werden.

Die EUROBIKE findet von Mittwoch, 31. August bis Samstag, 3. September 2011 statt. Die ersten drei Messetage sind dem Fachpublikum vorbehalten. Am Samstag, 3. September, ist die Messe auch für den Endverbraucher geöffnet. Zudem findet am 30. August 2011 der EUROBIKE Demo Day im nahe gelegenen Argenbühl im Allgäu statt, bei dem Fachhändler und Journalisten die Neuheiten der kommenden Saison bereits ausführlich testen können.

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