Donnerstag, 19. Juli 2018


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Beeren sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor

Fruchtwelt Bodensee & "agrarwelt": Neben Kernobst ist auch die Kulturführung von Erd- und Himbeeren ein zentrales Messethema

Friedrichshafen, (lifePR) - Die Bodenseeregion ist weit über Deutschland hinaus bekannt für ihre hervorragenden Äpfel und Birnen. Doch immer mehr Landwirte kultivieren zusätzlich zum Kernobst auch Beeren - allen voran Erd- und Himbeeren. Das milde Klima am See und die guten Böden machen's möglich. Beim Messe-Duo Fruchtwelt Bodensee und "agrarwelt" (24. bis 26. Februar 2012) richtet sich deshalb auch ein Fokus auf den Beerenanbau.

Die ersten Erdbeeren im Jahr schmecken am besten. Süß, saftig und erfrischend kitzeln sie den Gaumen nach der langen Durststrecke von November bis April, in der es außer Äpfel und Birnen kein frisches einheimisches Obst zu kaufen gibt. Und weil die Früherdbeeren mangels Konkurrenz mit im Schnitt 2,50 Euro pro Pfund gute Preise erzielen und der Frühling in der Bodenseeregion in den vergangenen Jahren wärmer geworden ist, steigen immer mehr Bauern beim Anbau ein. "Die frühen Erdbeeren sind allerdings aufwendig in der Kultivierung", sagt Birgit Gutberlett aus der Anbauberatung der Marktgemeinschaft Bodenseeobst eG. Die Pflanzen müssen in der Regel nachts mit Vlies oder Folie gegen die Kälte abgedeckt, und tagsüber davon befreit werden, damit sie genügend Sonne tanken können. "Dennoch werden 60 Prozent der Erdbeeren, die über unsere Genossenschaft in den Handel kommen, früh geerntet." Hinzu kommen die sogenannten remontierenden Erdbeeren, die noch bis Oktober Früchte tragen.

Einen noch größeren Vegetationsvorsprung haben Erdbeeren, die im Folientunnel angebaut werden. Alexandra Richter von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Weinsberg wirbt auf der Fruchtwelt Bodensee in Friedrichshafen für diese Anbaumethode. Der Folientunnel ist im Grund eine Art Gewächshaus. "Er wird ab Februar geschlossen, so dass die frühen Sonnenstunden im Jahr optimal genutzt werden können", erklärt Alexandra Richter. Mit der Folge, dass die ersten roten Früchte schon Ende April reif sind. Das wiederum macht sich im Preis bemerkbar. Bis zu 3,50 Euro werden hier für 500 Gramm-Schalen erzielt. "Eine Investition, die sich lohnt", sagt die Expertin.

"Auch wenn Beeren insgesamt beim Umsatz im Verhältnis zu Kernobst nur einen kleinen Teil einnehmen, sind sie für die Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor", betont Helmut Willauer, Vertriebsleiter der Baywa AG in Tettnang. Immerhin liefert allein diese Genossenschaft 3 500 Tonnen Beerenobst pro Jahr an Groß- und Supermärkte. Das macht etwa 20 Millionen Euro Umsatz. Ein Großteil sind Erdbeeren, gefolgt von Himbeeren, während Johannis-, Stachel- und Brombeeren keine so große Rolle spielen. Von der Marktgemeinschaft Bodensee kommen noch einmal 1 200 Tonnen Beeren hinzu. Mal abgesehen von den Früchten, die viele Landwirte direkt vermarkten.

Die Vorträge zum Thema Beeren sind ein Bestandteil des Konferenzprogramms des Messeduos. Eine Gesamtübersicht sowie weitere Informationen bieten die Internetseiten: www.fruchtwelt-bodensee.de und www.agrarwelt-bodensee.de

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