Merck startet mit solidem ersten Quartal in ein herausforderndes Jahr 2015

(lifePR) ( Darmstadt, )
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- Integration von AZ Electronic Materials, günstiges Währungsumfeld und organisches Geschäft führen zu Gesamt-Umsatzwachstum von 15,7 %
- Organisches Umsatzwachstum von 1,3 %
- EBITDA vor Sondereinflüssen steigt um 5,7 %
- Schulden aus AZ-Übernahme weitgehend abgetragen
- Merck konkretisiert Prognose für Gesamtjahr 2015

Merck, ein führendes Unternehmen für innovative und hochwertige Hightech-Produkte in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials, hat im ersten Quartal des Jahres 2015 ein starkes Umsatzwachstum erzielt. Auch das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg gegenüber dem Vorjahresquartal an.

"Wir freuen uns, dass alle drei Unternehmensbereiche trotz eines herausfordernden Umfelds gewachsen sind", sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Merck-Geschäftsleitung. "Auch für das Gesamtjahr 2015 rechnen wir unverändert mit einem leichten organischen Umsatzwachstum."

Die Umsatzerlöse des Merck-Konzerns stiegen im ersten Quartal 2015 um 15,7 % auf 3,0 Mrd € (Q1 2014: 2,6 Mrd €). Organisch wuchsen die Umsätze um 1,3 %. Zudem kamen neben deutlich spürbaren positiven Währungseffekten in Höhe von 8,9 % auch Portfolioeffekte aufgrund der Integration von AZ Electronic Materials (AZ) in Höhe von 5,5 % zum Tragen. Alle drei Unternehmensbereiche des Konzerns erzielten Umsatzsteigerungen. Regional betrachtet trieb vor allem das Geschäft in den Berichtsregionen Asien-Pazifik und Lateinamerika das organische Umsatzwachstum.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen, die wichtigste Ertragskennzahl des Konzerns, stieg getragen von der guten operativen Entwicklung und dem günstigen Währungsumfeld um 5,7 % auf 853 Mio € (Q1 2014: 807 Mio €). Dämpfend wirkten sich dabei höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung aus, die vor allem aus der intensivierten Forschung im Bereich der Immunonkologie herrühren. Auch höhere Aufwendungen für Marketing und Vertrieb sowie der Wegfall von Lizenzerlösen, die bereits im 2. Quartal des Vorjahres ausgelaufen waren, wirkten sich negativ auf das EBITDA vor Sondereinflüssen aus. Das EBIT des Konzern stieg um 2,5 % auf 480 Mio €. Das Konzernergebnis fiel in den ersten drei Monaten des Jahres um -13,4 % auf 282 Mio € (Q1 2014: 325 Mio €). Es wurde belastet durch die Finanzierungskosten im Vorfeld der geplanten Sigma-Aldrich-Akquisition.

Unter Berücksichtigung des 2014 erfolgten Aktiensplits belief sich das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen im ersten Quartal 2015 auf 1,12 € (Q1 2014: 1,15 €).

Die Nettofinanzverbindlichkeiten konnten zum 31. März 2015 auf 78 Mio € gesenkt werden; zur Jahresmitte 2014 waren sie zwischenzeitlich aufgrund der Akquisition von AZ auf 2,2 Mrd € gestiegen. Die rasche und durchgreifende Entschuldung zeigt die starke Innenfinanzierungskraft von Merck im Hinblick auf den geplanten Erwerb von Sigma-Aldrich. Zum 31. März 2015 beschäftigte Merck weltweit 39.842 Mitarbeiter.

Healthcare startet in ein Jahr der Investitionen

Der Unternehmensbereich Healthcare erzielte im ersten Quartal 2015 ein organisches Umsatzwachstum von 0,3 %. Unter Berücksichtigung positiver Währungseffekte in Höhe von 7,1 % stiegen die Umsatzerlöse insgesamt um 7,4 % auf 1,7 Mrd € (Q1 2014: 1,6 Mrd €). Zum organischen Wachstum trugen vor allem die Medikamente zur Behandlung von Diabetes (Glucophage), von Herz-Kreislauferkrankungen (Concor), von Unfruchtbarkeit sowie die Marke Neurobion des Geschäfts Consumer Health bei, welche die organische Umsatzentwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres 2015 trieben und Umsatzrückgange des größten Produkts Rebif mehr ausgleichen konnten. Regional betrachtet trugen vor allem die Regionen Lateinamerika und Asien-Pazifik zum organischen Wachstum bei.

Das Medikament Rebif zur Behandlung rezidivierender Formen der Multiplen Sklerose verzeichnete im ersten Quartal 2015 aufgrund des starken Wettbewerbsdrucks durch oral zu verabreichende Medikamente einen starken organischen Umsatzrückgang von -15,9 %. Zusammen mit positiven Währungseffekten in Höhe von 9,5 % ergaben sich Rebif-Umsätze in Höhe von 430 Mio €. Das Krebsmedikament Erbitux verzeichnete einen Rückgang des organischen Umsatzes um -5,9 % auf 205 Mio €. Mit dem Fruchtbarkeitsmedikament Gonal-f erzielte Merck nach einem sehr starken Vorjahresquartal ein leichtes organisches Umsatzwachstum von 1,7 %. Unter Berücksichtigung positiver Währungseffekte wuchsen die Umsätze auf 164 Mio €.

Höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die besonders in Projekte der Immunonkologie flossen, ausgelaufene Lizenzerlöse und die Rückgänge bei Rebif überwogen positive Währungseffekte, so dass das EBITDA vor Sondereinflüssen des Unternehmensbereichs Healthcare im ersten Quartal 2015 um -3,8 % auf 461 Mio € zurückging.

"Wir werden 2015 in erheblichem Maß in die Immunonkologie investieren und gemeinsam mit Pfizer auf diesem noch jungen Forschungsgebiet eine starke Position aufbauen. Avelumab zur Behandlung von nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom ist vor kurzer Zeit in die klinische Phase III gegangen. Bis zu fünf weitere zulassungsrelevante Studien sollen dieses Jahr starten, unter anderem für Magenkrebs und Blasenkrebs", sagte Kley.

Life Science startet mit solidem erstem Quartal

Der Unternehmensbereich Life Science verzeichnete im ersten Quartal 2015 ein moderates organisches Umsatzwachstum von 3,4 %, das hauptsächlich von der guten Geschäftsentwicklung von Process Solutions gekennzeichnet war. Besonders erfreulich entwickelte sich der Umsatz in Nordamerika. Unter Berücksichtigung deutlich positiver Währungseffekte in Höhe von 9,8 % und des Verkaufs des Geschäftsfelds Discovery and Development Solutions stiegen die Umsatzerlöse von Life Science insgesamt um 12,4 % auf 738 Mio € (Q1 2014: 657 Mio €).

Die Geschäftseinheit Process Solutions, die Produkte für den Einsatz in der Arzneimittelherstellung anbietet, erwirtschaftete organische Umsatzzuwächse von 5,4 %. Haupttreiber war dabei vor allem die steigende Nachfrage aus der Biotechnologie-Branche nach Einweglösungen sowie Produkten zur Aufreinigung. Die Geschäftseinheit Lab Solutions erzielte mit ihrem breiten Spektrum an Produkten für Forscher und wissenschaftliche Labore ein organisches Umsatzwachstum von 2,2 %. Die Geschäftseinheit Bioscience, die hauptsächlich Produkte und Dienstleistungen für akademische und pharmazeutische Forschungslabors anbietet, verzeichnete ein organisches Umsatzwachstum von 0,5 %.

Performance Materials profitiert von neuer Flüssigkristall-Generation und AZ

Die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Performance Materials, dem Spezialchemikaliengeschäft von Merck, wuchsen im ersten Quartal 2015 sehr stark um 53,4 % auf 617 Mio € (Q1 2014: 402 Mio €). Die wesentlichen Ursachen hierfür waren der zusätzliche Umsatzbeitrag durch die AZ-Akquisition (37,0 %) sowie deutliche Währungseffekte (14,8 %). Auch organisch stieg der Umsatz um 1,6 %, wozu alle Geschäftseinheiten beitrugen.

Die neu geschaffene Geschäftseinheit Display Materials, bestehend aus dem erfolgreichen Flüssigkristallgeschäft von Merck und den komplementären AZ-Geschäft mit Display-Materialien, profitierte dabei von der energiesparenden UB-FFS-Technologie, die in Flüssigkristall-Displays mobiler Endgeräte der neuesten Generation eingesetzt wird. Jedoch auch die etablierten Flüssigkristall-Technologien zeigten sich robust und profitierten von der Nachfrage nach hochwertigen Fernsehern, zum Beispiel Ultra-HD-Geräten mit immer größerer Bildschirmdiagonale. Die umbenannte Geschäftseinheit Pigments & Functional Materials (vorher Pigments & Cosmetics) erzielte im ersten Quartal 2015 ein leichtes organisches Umsatzwachstum. Wachstumsträger waren Pigmente für Lackanwendungen und hier vor allem die Xirallic-Produktfamilie, die insbesondere in Automobillacken zum Einsatz kommt. In der Geschäftseinheit Integrated Circuit (IC) Materials ist das AZ-Geschäft mit Materialien für die Produktion integrierter Schaltkreise gebündelt. Die Umsätze mit IC-Materialien wiesen gegenüber den vergleichbaren Vorjahresdaten einen moderaten organischen Anstieg auf. Aufgrund gestiegener Nachfrage nach OLED-Displays und LED-Phosphoren wuchs auch die Geschäftseinheit Advanced Technologies organisch.

Merck bestätigt Ausblick für 2015

Merck rechnet für das Jahr 2015 unverändert mit einem leichten organischen Umsatzwachstum und einem leichten Portfolioeffekt aufgrund der Berücksichtigung von AZ über ein volles Geschäftsjahr. Diese Entwicklung wird durch stark positive Währungseffekte unterstützt. In Summe geht Merck von einem Anstieg der Umsatzerlöse auf 12,3 bis 12,5 Mrd € im Jahr 2015 aus. Dabei weist Merck seit dem ersten Quartal 2015 zu Gunsten einer besseren Steuerung seiner Unternehmensbereiche Provisionserträge als Teil der Umsatzerlöse aus. Die getroffenen Prognosen ändern sich hierdurch jedoch nicht. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen plant Merck im Jahr 2015 zwischen 3,45 und 3,55 Mrd € zu erreichen, trotz erhöhter Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Unternehmensbereich Healthcare, der rückläufigen Entwicklung von Rebif in den USA und Europa sowie dem Wegfall von Lizenzeinnahmen. Der Business Free Cash Flow des Merck-Konzerns wird im Jahr 2015 voraussichtlich zwischen 2,4 und 2,5 Mrd € liegen.
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