Merck: Ergebnis nach Steuern in Q1 2011 steigt um 77% auf 344 Mio EUR

Gesamterlöse steigen um 22% auf 2,6 Mrd EUR

(lifePR) ( Darmstadt, )
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- Rebif-Umsätze gehen wegen Einmaleffekt im Vorjahresquartal um 4% auf 411 Mio EUR zurück
- Erbitux-Umsätze steigen um 9% auf 209 Mio EUR
- Free Cash Flow der Merck-Gruppe erreicht 645 Mio EUR
- Prognose 2011 unverändert: Operatives Ergebnis +35% - 45%

"Merck zeigte im ersten Quartal eine solide Entwicklung und damit einen guten Start ins Jahr 2011, vor allem dank der Stärke unserer Sparten Performance Materials und Merck Millipore", sagte Dr. Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung. "Nach wie vor erwarten wir für 2011, dass das Operative Ergebnis, wie bereits im Februar prognostiziert, zwischen 35% und 45% ansteigen wird."

Merck: Ergebnis nach Steuern in Q1 2011 steigt um 77% auf 344 Mio EUR
Die Gesamterlöse der Merck-Gruppe stiegen im 1. Quartal 2011 von 2.099 Mio EUR im Vorjahresquartal um 22% auf 2.564 Mio EUR. Die im Juli 2010 abgeschlossene Akquisition der Millipore Corporation in den USA wirkt sich hier weiterhin positiv aus. Akquisitionen - hauptsächlich Millipore - und Veräußerungen trugen 16 Prozentpunkte zu dieser Veränderung bei, positive Währungseffekte 3,2 Prozentpunkte und organisches Wachstum weitere 3,1 Prozentpunkte. Im Vorjahresquartal hatten die Umsatzerlöse mit Arzneimitteln um etwa 50 Mio EUR höher als normal gelegen, da Großhändler in den USA im März zu ihrem Quartalsbedarf einen Extravorrat an Rebif® und anderen Produkten für weitere 20 Tage erhalten hatten. Hintergrund war die Umstellung auf ein neues Computersystem bei EMD Serono, der US-Tochter von Merck, im April 2010 gewesen.

Die Herstellungskosten erhöhten sich um 31%. Das Bruttoergebnis hat sich im 1. Quartal 2011 dennoch um 19% von 1.612 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 1.924 Mio EUR verbessert. Im ersten und zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres werden die meisten Zahlen der Merck-Gruppe weiterhin maßgeblich vom Vorjahr abweichen, da die Akquisition von Millipore am 14. Juli 2010 abgeschlossen wurde und somit keine Erlöse und Aufwendungen von Millipore in der ersten Jahreshälfte enthalten sind.

Im 1. Quartal 2011 fielen mit 125 Mio EUR um 20% höhere Verwaltungskosten an als im Vorjahresquartal; 15 Prozentpunkte des Anstiegs gehen auf Millipore zurück, 2,2 Prozentpunkte auf Währungseffekte und 2,2 Prozentpunkte auf organisches Wachstum. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge sanken um 28% auf -97 Mio EUR. Hierin kamen Integrationskosten in Zusammenhang mit der Akquisition von Millipore in Höhe von 12 Mio EUR zum Tragen sowie weitere 4,2 Mio EUR für Reparaturarbeiten an einem Merck-Standort in Japan, der durch das Erdbeben vom 11. März Schäden erlitten hatte.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen mit 380 Mio EUR im 1. Quartal 2011 um 9,3% bzw. 32 Mio EUR höher als im Vorjahr. Entscheidend hierfür waren die höheren F&E-Ausgaben der Chemiesparten, und zwar 5,2 Mio EUR bei Performance Materials und 26 Mio EUR bei Merck Millipore.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich markant um 77% auf 248 Mio EUR. In dieser Summe sind die Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation für Millipore in Höhe von 47 Mio EUR und in Zusammenhang mit der Akquisition von Serono in 2007 in Höhe von 199 EUR enthalten. Der letztere Wert schließt eine Wertminderung in Höhe von 50 Mio EUR für Cladribin ein, einen Arzneimittelkandidaten für die orale Behandlung der Multiplen Sklerose.

Das Operative Ergebnis nahm trotz der Aufwendungen stärker als die Gesamterlöse und das Bruttoergebnis zu und verbesserte sich im 1. Quartal 2011 um 26% von 295 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 372 Mio EUR. Organisch, also bereinigt um Akquisitionen (vorwiegend Millipore), Veräußerungen und Währungseffekte, erhöhte sich das Operative Ergebnis der Merck-Gruppe um 14%.

Die Umsatzrendite der Gruppe (Return on Sales, ROS: Operatives Ergebnis / Gesamterlöse) verbesserte sich von 14,0% im Vorjahresquartal auf 14,5% im Berichtsquartal. Hierbei war die starke Entwicklung des Unternehmensbereichs Chemie die treibende Kraft. Mit 24,6% fiel die bereinigte Umsatzrendite der Merck-Gruppe (Core ROS: Operatives Ergebnis ohne Serono- und Millipore-bezogene Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie Integrationskosten / Gesamterlöse) im 1. Quartal 2011 höher aus als im Vorjahreszeitraum (20,6%).

Die Sondermaßnahmen von Merck beliefen sich im 1. Quartal 2011 auf 158 Mio EUR. Hierin enthalten sind 157 Mio EUR aus dem im Dezember 2010 bereits angekündigten Verkauf des Crop-Bioscience-Geschäfts an Novozymes A/S sowie ein zusätzlicher Barmittelzufluss in Höhe von 1 Mio EUR aus dem Ende 2010 abgeschlossenen Verkauf des Théramex-Geschäfts mit Produkten aus dem Bereich Frauengesundheit. Im Vorjahresquartal waren keine Sondermaßnahmen in nennenswerter Höhe angefallen.

Aufgrund von Zinsaufwendungen für die Finanzierung der Millipore-Transaktion wies das Finanzergebnis von Merck im 1. Quartal 2011 mit -68 Mio EUR einen um 77% höheren Aufwandssaldo aus als im Vorjahresquartal (-39 Mio EUR).

Das Ergebnis vor Steuern der Merck-Gruppe erhöhte sich im Berichtsquartal von 256 Mio EUR im Vorjahresquartal um 80% auf 461 Mio EUR. Die um Sondermaßnahmen bereinigte Steuerquote von Merck im 1. Quartal 2011 betrug 25,1% verglichen mit 24,0 % im Vorjahresquartal. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich im 1. Quartal um 77% von 195 Mio EUR im Vorjahr auf 344 Mio EUR.

Der Free Cash Flow der Merck-Gruppe belief sich im 1. Quartal 2011 auf 645 Mio EUR und war damit um 451 Mio EUR höher als im Vorjahresquartal. Der Anstieg des Free Cash Flows ist im Wesentlichen auf den Mittelzufluss aus dem Verkauf der Crop-Bioscience- und Théramex-Geschäfte zurückzuführen. Im 1. Quartal wurde die erste Zinszahlung auf Anleihen für die Finanzierung der Millipore-Akquisition in Höhe von 117 Mio EUR geleistet. Der um Akquisitionen und Veräußerungen bereinigte Basis Free Cash Flow lag im 1. Quartal 2011 bei 186 Mio EUR, verglichen mit 207 Mio EUR im Vorjahresquartal. Der Free Cash Flow on Revenues (FCR: definiert als Basis Free Cash Flow / Gesamterlöse) fiel mit 7,2% im Berichtsquartal niedriger aus als im Vorjahresquartal mit 9,8%.

Zum 31. März 2011 beschäftigte Merck weltweit 40.274 Mitarbeiter, per 31. Dezember 2010 waren es 40.562 Mitarbeiter gewesen. Die Veränderung beinhaltet Entkonsolidierungen, aber auch einen Personalzuwachs in verschiedenen Ländern.
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