Abgenutzte Bandscheiben sanft aufpolstern

Hydrogel-Sticks geben gewohnte Festigkeit zurück

(lifePR) ( München, )
Unsere Bandscheiben haben eine wichtige Pufferfunktion für die Wirbelsäule. Zwischen den Wirbelkörpern liegend, federn sie Stöße ab und ermöglichen alltägliche Bewegungen. Dafür bestehen sie aus einem äußeren Faserring, dem Anulus fibrosus, und einem inneren Gallertkern, fachsprachlich Nucleus pulposus genannt. Doch Verletzungen, einseitige Belastungen oder verschleißbedingte Erkrankungen führen langfristig zu einer Schädigung des empfindlichen Kerns, im schlimmsten Fall droht sogar ein Bandscheibenvorfall. „Wenn wir das Problem frühzeitig diagnostizieren, lässt sich der Bandscheibenkern mit einem neuen Verfahren einfach und schnell stabilisieren. Dafür verwenden wir sogenannte Hydrogel-Sticks", erklärt Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde aus München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga.

Unter Druck

Bei dem Nukleus handelt es sich um eine Art Kissen, das sich aus einer zellarmen, gallertartigen Flüssigkeit zusammensetzt, die zu 85 Prozent aus Wasser besteht. Doch im Laufe des Lebens verliert diese Polsterung an Flüssigkeit, die Bandscheiben dehydrieren und können ihre abfedernde Funktion nicht mehr ausreichend ausüben. „Unter ständigem Druck resultiert daraus in vielen Fällen ein Bandscheibenvorfall, wobei der gallertartige Kern den Faserring durchbricht, nach außen tritt und umliegende Nerven beengt", sagt Dr. Schneiderhan. Die Folge: starke Schmerzen, Einschränkungen der Beweglichkeit, Gefühlsstörungen in Armen und Beinen bis hin zu Lähmungserscheinungen. Vor allem die Bandscheiben der Lendenwirbel- und der Halswirbelsäule sind häufig betroffen. Kommt es hier zu Schmerzen und Entzündungen, verhelfen zunächst konservative Methoden wie eine gezielte Schmerzmittelgabe, Physiotherapie oder Wärmeanwendungen zu einer Linderung der Beschwerden. Bringen diese Anwendungen jedoch langfristig keinen Erfolg, bieten Hydrogel-Sticks eine schonende Alternative.

Mehr Stabilität

Um den Volumenverlust einer Bandscheibe auszugleichen, führt der Arzt eine feine Kanüle in den geschädigten Bandscheibenkern ein und bringt dort fadenartige Implantate, die bioverträglichen Hydrogel-Sticks, in den Nukleus ein. Die stark quellenden Implantate saugen sich mit Flüssigkeit aus dem umliegenden Gewebe voll und erreichen so das Zehnfache ihrer Größe. Dadurch erhöht sich das Volumen der Bandscheibe nachhaltig und sie kommt wieder der normalen Stoßdämpferfunktion zwischen den Wirbeln nach. „Wir erreichen im Grunde zwei wichtige Ziele: Einerseits unterbrechen wir so die degenerativen Prozesse in der Bandscheibe und andererseits ersetzen wir das fehlende Bandscheibenmaterial durch das wasserbindende Hydrogel, das den Nukleus erfolgreich verstärkt", führt Dr. Schneiderhan aus. So reduziert sich ebenfalls der Druck auf umliegende Wirbel und Nerven, die Beschwerden gehen zurück. Für die Behandlung mit Hydrogel-Sticks ist lediglich eine leichte Dämmerschlafnarkose erforderlich und der gesamte Eingriff dauert circa 30 Minuten. Patienten bleiben noch zwei Tage zur Beobachtung im Krankenhaus, können dann schnell wieder ihren gewohnten Alltag aufnehmen. Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für diesen Eingriff.

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.