Donnerstag, 29. Juni 2017


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MHH und TK für innovative Versorgungskonzepte ausgezeichnet

IV-Verträge für Lungentransplantation und Cochlea-Implantate überzeugen bei FTD Konferenz Gesundheitswirtschaft in Berlin

(lifePR) (Hannover, ) Fortschritt aus Hannover: Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und Techniker Krankenkasse (TK) haben beim "Ideenpark Gesundheitswirtschaft" der FTD Konferenz Gesundheitswirtschaft 2010 vom 12. bis 13. April 2010 in Berlin gleich zweimal gewonnen. Ausgezeichnet wurden die beiden Konzepte zur Integrierten Versorgung (IV) von Lungentransplantierten und von Cochlea-Implantat-Trägern. In dem "Ideenpark" werden bundesweit die zehn besten Projekte vorgestellt, die die Qualität der Gesundheitsversorgung nachhaltig verbessern, und anschließend in der "Financial Times Deutschland" vorgestellt. "Wir freuen uns sehr, dass gleich zwei unserer Projekte überzeugen konnten", sagt Dr. Andreas Tecklenburg, MHH-Vizepräsident und zuständig für das Ressort Krankenversorgung. "Es zeigt, dass unsere Anstrengungen belohnt werden, die Qualität der Behandlungen - auch im Segment der Spitzenmedizin und über Sektorengrenzen hinaus - kontinuierlich zu verbessern. Zudem tragen wir mit unseren Partnern dem Wunsch der Patienten Rechnung, so schnell wie möglich gesund zu werden."

"Mit der Medizinischen Hochschule Hannover haben wir hier einen modernen und kompetenten Vertragspartner gefunden", betont Ernst Thiel, Leiter der TK-Landesvertretung Niedersachsen. "Medizinischen Fortschritt und zunehmenden Kostendruck im Gesundheitswesen betrachten wir nicht als Gegensätze, vielmehr sollte er die Beteiligten im Gesundheitswesen motivieren, neue und innovative Therapie- und Vergütungskonzepte zu entwickeln, die für die Patienten zu einer höheren Versorgungsqualität führen und gleichzeitig effizientere Versorgungsprozesse im Interesse der Leistungserbringer und Kostenträger ermöglichen."

Den IV-Vertrag Lungentransplantation unterzeichneten die TK und die MHH Ende 2007. Ziel ist es, die Gesamtbehandlung von Patienten vor und nach einer Lungentransplantation zu optimieren und die hohe Behandlungsqualität auch im Zusammenspiel von Hochschulklinik, Rehabilitationsklinik und niedergelassenen Fachärzten zu gewährleisten. "Wir bieten den Patienten heute ein ,Rund-um-sorglos-Paket' an", erläutert Dr. Tecklenburg. "Dabei hat uns die Idee geleitet, die spitzenmedizinische Versorgung, unabhängig vom Wohn- oder Aufenthaltsort, dank innovativer Zusammenarbeit mit allen Einrichtungen zu gewährleisten -auch durch den Einsatz der elektronischen Patientenakte." Das integrative Versorgungskonzept reicht von der Indikationsstellung und Betreuung in der Zeit auf der Warteliste einschließlich der Vorbereitung auf die Transplantation in der Reha-Klinik über die Transplantation bis hin zur physiologischen und psychologischen Rehabilitation nach dem Eingriff. Zudem umfasst das "Paket" ein Nachsorgekonzept mit Schulungen. "Der entscheidende Vorteil ist, dass sich das Konzept nicht nur auf den stationären Bereich bezieht, sondern auch die Rehabilitation und die niedergelassenen Fachpraxen mit ins Boot holt", betont der MHH-Vizepräsident. " Mit diesem IV-Vertrag können wir unnötige Krankenhausaufenthalte und redundante Untersuchungen vermeiden und eine Betreuung auf einem fachlich hohen Niveau gewährleisten."

Der IV-Vetrag Cochlea-Implantate kam im Jahr 2006 zwischen der MHH und der TK zustande. Die Versorgung hochgradig Schwerhöriger und ertaubter Patienten mit einem Cochlea-Implantat ist heute Routine. Allein an der MHH werden pro Jahr mittlerweile über 500 Patienten mit einem Cochlea-Implantat versorgt. Bei einer derartigen Zunahme von CI-Patienten muss die Expertise der Implantationszentren für die Routinekontrollen in die Fläche "exportiert" werden. Auch möchten sehr viele Patienten möglichst heimatnah versorgt werden - jedoch ohne auf die Kompetenz großer Kliniken zu verzichten. Die MHH hat ein Kompetenznetzwerk zur Fernanpassung der Cochlea-Implantate entwickelt. In diesem Netzwerk können Patienten in ihrer Heimatstadt bei einem speziell ausgestatteten HNO-Arzt eine streng qualitätsgesicherte CI-Anpassung über ein Fernanpassungsnetz vornehmen lassen. "Dank des Einsatzes der Telemedizin können wir die Leistungen der Spitzenmedizin erstmals dezentral anbieten", sagt Dr. Tecklenburg.

"Die beiden IV-Verträge Lungentransplantation und Cochlea-Implantate decken das breite Spektrum eines modernen Gesundheitsdienstleisters ab", sagt Ernst Thiel, Leiter der TK-Landesvertretung Niedersachsen. "Sie basieren auf einer engen, übergreifenden Vernetzung von Leistungserbringern und orientiert sich am individuellen Bedarf unserer Versicherten. Patienten profitieren, indem sie qualitätsgesichert und koordiniert nach dem aktuellen Stand des Wissens behandelt werden und Zugang zu einer innovativen Versorgung erhalten." Die TK wolle telematische Lösungen im medizinischen Bereich weiter vorantreiben und damit einen Mehrwert an Lebensqualität für die Patienten erzielen. "Dies ist uns mit den beiden Verträgen sehr gut gelungen."

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