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Karlsruher Heroinbehandlungsmodell erstmals auch in Dänemark

Stadtrat Tom Hoyem begrüßt Erlaubnis des Regierungspräsidiums

(lifePR) (Karlsruhe, ) Stadtrat Tom Hoyem begrüßt sehr die aktuelle Erlaubnis des Karlsruher Regierungspräsidiums (RP), nach der die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Fächerstadt künstliches Heroin - so genanntes Diamorphin - als ständige Anlaufstelle und erste Einrichtung dieser Art in Baden-Württemberg abgeben darf. Mit ihrer Diamorphin-Behandlung hilft die AWO bereits seit 2002 schwerst Suchtkranken im Rahmen des Karlsruher Heroin Modellversuchs mit dem Substitutionsmittel.

"Viele von uns Stadträten und auch nicht parteipolitisch Engagierte haben das Projekt in den vergangenen Jahren aus vollem Herzen unterstützt", betont Tom Hoyem. Die Karlsruher Erfahrungen hätten auch in seinem Heimatland Dänemark eine sehr große Rolle gespielt. "Als die Debatte im Dänischen Parlament 2008 sehr kontrovers geführt worden ist, hatten meine Informationen über den Modellversuch in Karlsruhe in meiner Eigenschaft als Dänischer Minister a.D einen hohen Stellenwert für viele dänische Parlamentarier", berichtet der gebürtige Däne. Von 1982 bis 1987 war Tom Hoyem Minister für Grönland in der dänischen Regierung unter Poul Schlüter.

Auf die Initiative und Organisation des Karlsruher FDP-Stadtrats hin hatte sich eine parteiübergreifende Delegation mit Bürgermeister und Sozialausschuss aus Odense, der drittgrößten Stadt Dänemarks, im März 2009 bei einem Besuch in Karlsruhe selbst ein Bild über die Umsetzung des Heroin Modellversuchs gemacht. "Die Dänen waren derart beeindruckt, dass Odense als erste dänische Stadt das Karlsruher Modell im Mai 2010 eingeführt hat." In der Fächerstadt hatte damals auch die lokale Presse die Stippvisite der ausländischen Gäste begleitet.

"Ich freue mich und bin als Karlsruher Politiker stolz darauf, dass diese sehr wichtige Behandlung alle traditionellen Parteiideologien in der Fächerstadt überwunden und jetzt auch mein Heimatland Dänemark inspiriert hat", so Tom Hoyem.