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Reha vor Rente lohnt sich

Medizinischer und wirtschaftlicher Nutzen von Reha-Maßnahmen an der Hochgebirgsklinik Davos mehrfach belegt

(lifePR) (Davos, ) "Die Rehabilitation hat das Ziel, die Krankheitsfolgen und ihre Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit zu verringern und den Betroffenen die Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft zu erhalten." So steht es im Vorwort zum Reha-Bericht 2010 der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Kurz: Reha vor Rente ist die auch vom Gesetzgeber vorgegebene Zielsetzung. Trotz ihrer großen Bedeutung stellen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben mit 2,1 % nur einen geringen Anteil der Gesamtaufwendungen der Rentenversicherung. Die Aufwendungen für Rehabilitation stehen zu denjenigen für Erwerbsminderungsrenten (5,9 %) im Verhältnis 1:3, heißt es in dem Bericht. In der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verringerten sich die Ausgaben für Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen im ersten bis dritten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 3,2 % je Versicherten. Dabei rechnet sich Rehabilitation, wie die DRV anhand eines Amortisationsmodells vorrechnet. Ein hervorragendes Beispiel für effektive Rehabilitationsmaßnahmen bietet die Hochgebirgsklinik Davos, deutsches Fachkrankenhaus und Rehabilitationsklinik zur Behandlung von Allergien, Erkrankungen der Atemwege und der Lunge, der Haut und der Augen in Schweizer Höhenluft.

Mehr als jeder Vierte in Deutschland scheidet aus gesundheitlichen Gründen aus dem Erwerbsleben aus, mehr als jeder Fünfte nutzte 2009 eine Vorruhestandsregelung oder ging direkt aus der Arbeitslosigkeit in den Ruhestand. Das Durchschnittsalter für gesundheitsbedingten Ruhestand lag 2008 bei 55,1 Jahren. Alarmierende Zahlen, und die Prognos-Studie (Steiner et al., 2009) belegt: Für jeden in die medizinische Rehabilitation investierten Euro gewinnt die Gesellschaft schon heute fünf Euro zurück. Der Netto-Nutzen könnte sich bis 2025 auf 23 Milliarden Euro vervierfachen.

Welche Indikationsbereiche sind besonders betroffen? Zu den großen Volkskrankheiten mit weiter steigender Bedeutung zählen Atemwegserkrankungen und Allergien. Sie gehen mit einer hohen Morbidität und Mortalität einher und verursachen in Deutschland durch die massiven Krankheitsfolgen alleine für das Asthma bronchiale und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) jährlich Kosten von über acht Milliarden Euro. Einige Zahlen verdeutlichen den Handlungsbedarf, wie Dr. Udo Kaiser von der Hochgebirgsklinik Davos auf einer Fachpressekonferenz im Herbst 2010 in Davos erläuterte: Drei Milliarden Euro im Jahr geben die Berufsgenossenschaften für Patienten mit berufsbedingtem Kontaktekzem aus, 25 Milliarden Euro an Kosten verursachen Allergien jedes Jahr in der EU. Allein aufgrund von allergischem Schnupfen fehlen Arbeitnehmer in Deutschland eine Million Arbeitstage.

Besserung auf allen Ebenen nach Behandlung in Davos

Gesamtwirtschaftliche Betrachtungen sind eine Sache - der Nachweis des Nutzens von Rehabilitation bezogen auf konkrete Maßnahmen ist für die Entscheidung pro oder kontra Finanzierung von Maßnahmen hingegen essenziell. Die aktuellen Zwischenergebnisse der Davoser-Outcome-Studie (DOS) untermauern die eindrucksvollen Ergebnisse der beiden vorangegangenen Davoser-Reha-Studien (DRS I + II) und unterstreichen den Nutzen einer Rehabilitationsmaßnahme am Standort Davos.

Rund 90 % der befragten Patienten in DRS I waren zum Zeitpunkt der Entlassung mit den unterschiedlichen Teilbereichen des Rehabilitationsprogramms äußerst zufrieden. Aus Patientensicht ergeben sich im Vergleich zwischen Aufnahme und Entlassung deutliche und signifikante Verbesserungen bei der Symptomatik (Atemnot, Husten), Auslösern und Symptomen (Anstrengung, Schlaf, Atemnot, Husten), der Atemwegserkrankung, der körperlichen und beruflichen Leistungsfähigkeit, der Krankheitsbewältigung und psychischen Stabilität sowie dem Gesundheitszustand insgesamt. Ebenfalls verbessert hatten sich das Krankheitsmanagement sowie das Vorhandensein von Ängsten, Depression und die Einschätzung der Zukunftsperspektiven.

Die behandelnden Klinikärzte in Davos berichteten ebenfalls Verbesserungen auf allen Zielebenen der Rehabilitation, wie Lungenfunktion, Allgemeinbefinden, körperliche Leistungsfähigkeit, Wissen über Krankheit, psychische Verfassung, allgemeine Leistungsfähigkeit, Atemwegserkrankung, Medikamentenbedarf, Coping, berufliche Leistungsfähigkeit, Arbeitsfähigkeit, Compliance und Prognose.

Hausärzte bestätigen langfristige Effekte der Reha

Noch interessanter ist die Bewertung durch die befragten Hausärzte sechs Monate nach Entlassung der Patienten. Sie gaben an, dass die insgesamt erzielten Verbesserungen beim überwiegenden Teil der Patienten stabil geblieben sind und in Teilbereichen nochmals zugenommen haben. Vor dem Hintergrund dieser Erfolge ist nachvollziehbar, dass 93-99 % der Hausärzte die Rehabilitationsmaßnahme sehr positiv bewerten. Die ersparten Kosten durch in deutlich geringerem Umfang in Anspruch genommenen Gesundheitsleistungen nach einem stationären Aufenthalt an der Hochgebirgsklinik Davos belaufen sich für die 187 Teilnehmer der Studie auf rund 1.000.000,- €. Diesen entgegen stehen Aufwendungen für die Maßnahmen in Davos in Höhe von rund 800.000,- €. Der Return on Investment liegt damit bei 4,7 Monaten.

Die Ergebnisse der noch umfangreicheren DRS II bestätigen die Ergebnisse der ersten Untersuchung und gehen sogar noch weiter: Selbst fünf Jahre nach dem Aufenthalt in der Hochgebirgsklinik Davos zeigen sich noch positive Auswirkungen durch geringere Inanspruchnahme stationärer und ambulanter wohnortnaher Einrichtungen. Doch auf solchen Lorbeeren ruht man sich in der Hochgebirgsklinik Davos nicht aus, sondern nimmt sie als Ansporn, sich noch weiter zu verbessern. Um diese weitere Optimierung auch nachvollziehen zu können und den Bedarf und Nutzen rehabilitativer Maßnahmen zu verdeutlichen, wird zurzeit die Davoser-Outcome-Studie (DOS) durchgeführt. Die Davoser-Outcome-Studie soll vorwiegend kurz-, mittel- und langfristige Effekte des Klinikaufenthaltes in Davos unter Berücksichtigung der Qualität der vor- und nachgelagerten Versorgung nachweisen.

DOS − 98 Prozent hat der Klinikaufenthalt sehr geholfen

Bei den derzeit vorliegenden Ergebnissen von DOS berichten rund 60 % der befragten Patienten zum Zeitpunkt der Entlassung, dass ihre Probleme und Beschwerden entweder gar nicht mehr (2,7 %) oder nur noch in geringem Ausmaß vorhanden sind (55,6 %). Mehr als die Hälfte (51,1 %) fühlen sich deutlich besser und 42,0 % etwas besser. Dementsprechend geben 98,4 % an, dass der Klinikaufenthalt sehr geholfen habe. Hierzu trugen aus Sicht der Betroffenen neben der medizinischen Behandlung auch die besonderen Gegebenheiten der Hochgebirgsklinik Davos wie die Ruhe des Ortes und der Umgebung, die Luftveränderung und das Hochgebirgsklima bei. Die vorliegenden Ergebnisse belegen die kurz- und langfristigen Effekte stationärer Behandlungen in der Hochgebirgsklinik Davos. Untermauert wird dies durch die Tatsache, dass über die Hälfte der Befragten im Untersuchungszeitraum keine weiteren rehabilitativen Maßnahmen in Anspruch genommen haben.

Demografischer Wandel erhöht Reha-Bedarf

Der demografische Wandel, die prognostizierte deutliche Zunahme chronischer Erkrankungen mit immensen volkswirtschaftlichen Folgekosten auf der einen Seite und der vielfach nachgewiesene Nutzen rehabilitativer Behandlungen auf der anderen Seite müssen in der Konsequenz dazu führen, dass Maßnahmen dieser Art gezielter, früher und häufiger zum Einsatz kommen müssen. Hierfür sprechen nicht nur die Ergebnisse der Hochgebirgsklinik Davos, sondern insbesondere die 2009 publizierte Prognos-Studie (Steiner et al. 2009). Ähnlich bewertet dies offensichtlich auch Hubert Seiter, Erster Direktor und Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg in einem Kommentar im Deutschen Ärzteblatt vom 26. November 2010, wenn er schreibt: "Zu kurz kommt [...], dass brennend aktuelle Themen wie der demografische Wandel, der Fachkräftemangel, Arbeiten bis 67 gar nicht anders bewältigt werden können, als mit qualifizierter Rehabilitation. Die Zahlen hierzu liegen vor und bereiten uns in der Rentenversicherung erheblich Kopfzerbrechen. [...].Unsere DRV-Rehaaufwendungen sind nämlich gesetzlich gedeckelt auf gerade mal ca. drei Prozent unserer Gesamtausgaben! Wie soll damit angemessen auf die beschriebenen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen reagiert werden? Übrigens: Bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Situation noch viel merkwürdiger. Keine zwei Prozent (!) ihrer Gesamtausgaben werden für die Rehabilitation ausgegeben. Wen wundert es, dass so der gleichermaßen gesetzlich fixierte Auftrag "(preiswerte) Reha vor (sehr teurer) Pflege" höchst fragwürdig beziehungsweise gar nicht realisiert wird?" Unterstrichen wird diese Stellungnahme von der Tatsache, dass sich die Ausgaben für Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen in der GKV im ersten bis dritten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar noch um 3,2 % je Versicherten verringerten.

Genau in diesen Kontext passt die Aussage von Michael Ohnmacht, Geschäftsführer der Hochgebirgsklinik Davos: "Von einer Behandlung in der Hochgebirgsklinik Davos profitieren letztlich die betroffenen Patienten, das Gesundheitswesen und auch das Gemeinwesen insgesamt. Und das schon nach kurzer Zeit."

Qualitätsmanagement sichert Ergebnisqualität und -transparenz

Ein weiterer Beitrag zur Behandlungsqualität und Transparenz ist auch die erfolgreiche Rezertifizierung durch die LGA-InterCert und die erstmalige Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems QMS-Reha, das von der Deutschen Rentenversicherung Bund entwickelt wurde. Die Hochgebirgsklinik Davos ist damit zertifizierte Einrichtung gemäß den Anforderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) und erfüllt auch die Anforderungen gemäß §20 SGB IX, d. h., sie verfügt über ein anerkanntes Qualitätsmanagementsystem.