Sonntag, 22. Oktober 2017


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Verbände des Bayerischen Zimmerer- und Holzbaugewerbes (VBZH)

Reduzierte Mehrwertsteuer würde Arbeitsplätze in Bayern sichern

München, (lifePR) - Nicht nur fehlende Aufträge, auch wegen zunehmender Schwarzarbeit haben die Betriebe des Bayerischen Zimmererhandwerks in den letzten fünf Jahren rund ein Viertel ihrer Mitarbeiter entlassen müssen. Angesichts dieser alarmierenden Zahlen hat der Präsident der Verbände des Bayerischen Zimmerer- und Holzbaugewerbes (VBZH), Georg König, noch einmal die Forderung nach einem reduzierten Mehrwertsteuersatz bekräftigt. "Alleine die Senkung von 19 auf 5 Prozent für arbeitsintensive Leistungen kann die Schattenwirtschaft eindämmen und dafür sorgen, dass wieder legal gearbeitet wird", so König anlässlich des Holzbaugewerbetags 2008 in Aschaffenburg.

Derzeit beträgt der durchschnittliche Lohnanteil bei Zimmereraufträgen etwa 50 Prozent. Nach Ansicht Königs ist das eine der Hauptursachen für Schwarzarbeit: "Hier ist für die Auftraggeber die Versuchung groß, zumindest an der Mehrwertsteuer zu sparen." Den von der Politik befürchteten Ausfall von Steuereinnahmen sieht der VBZH-Präsident nicht: "Wir erwarten hier Mehreinnahmen bei Sozialversicherung und Mehrwertsteuer, die den Ausfall aufgrund reduziertem Mehrwertsteuersatz mehr als kompensieren."

Zudem sprach sich König in Aschaffenburg für die Abschaffung des Verbots der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung im Baugewerbe aus. "Hier werden unsere Betriebe zu stark in der flexiblen Auftragsbearbeitung eingeschränkt. Die Befürchtung, dass Stammmitarbeiter in Leihmitarbeiter umgewandelt werden, sehen wir aufgrund von Erfahrungswerten aus anderen Branchen als unbegründet", so König.

Sorgen bereiten den Zimmerern aber auch die geplante Zusammenarbeit kommunaler Bauhöfe. "Dies führt nur dazu, dass unwirtschaftliche Bauhöfe vergrößert werden, die Zahl der kommunalen Ausschreibungen sinkt und unsere Mitgliedsbetriebe keine Aufträge mehr bekommen", so VBZH-Hauptgeschäftsführer Alexander Habla. Bayerns Zimmerer appellieren deshalb an die Politik, künftig kommunale Baumaßnahmen nicht von gemeindeeigenen Bauhöfen, sondern der freien Wirtschaft durchführen zu lassen: "Denn die Wirtschaft sorgt für Steuereinnahmen, die die Gemeinden für Baumaßnahmen benötigen", so Habla weiter.

Der Bayerische Zimmerer- und Holzbaugewerbetag findet dieses Jahr bereits zum 62. Mal statt. An der Veranstaltung in Aschaffenburg beteiligen sich rund 400 Holzbauunternehmer aus ganz Bayern. Der nächste Holzbaugewerbetag findet im Oktober 2009 in Garmisch-Partenkirchen statt.

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