Südsudan: Malteser hoffen auf Frieden

(lifePR) ( Köln / Juba, )
In dieser Woche startete die zweite Runde der Friedensverhandlungen für den Südsudan. In der Hauptstadt Äthiopiens, Addis Abeba, treffen sich Vertreter der Regierung und diverser Oppositionsparteien, um über einen Weg aus dem Bürgerkrieg zu verhandeln. „Ich hoffe sehr, dass die Politiker sich der Verantwortung ihrer Bevölkerung gegenüber bewusst sind. Denn vier Millionen Menschen leben mittlerweile auf der Flucht. Diese Menschen können ihre Felder nicht bestellen. Das Wenige, was auf den Feldern noch angebaut wird, wird allzu häufig von bewaffneten Kämpfern gestohlen. In diesem Jahr wird die Zahl der Hungernden weiter steigen: Jeder zweite Südsudanese wird vom Hunger bedroht sein. Das sind sechs Millionen Menschen. Ohne Frieden wird sich die Situation weiter verschlimmern“, sagt Roland Hansen, Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International. „Wenn sich die verschiedenen Kriegsparteien jetzt auf einen sicheren Frieden einigen, haben die Südsudanesen die Chance, sich zumindest mittelfristig wieder selbst zu versorgen.“

Dass sich die Lage in einigen Gebieten in der vergangenen Woche etwas entspannt hat, merken auch die Mitarbeiter der Malteser in der Stadt Wau, im Nordwesten des Landes. Hierhin waren seit 2016 zehntausende Menschen vor den Kämpfen in ihren Dörfern in der Umgebung geflohen, um Zuflucht zu finden. In drei Flüchtlingslagern versorgt die Hilfsorganisation die Menschen mit Trinkwasser und Seife. „In den vergangenen Wochen gab es zum ersten Mal wieder Durchgänge in die zuvor besetzten Gebiete, so dass sich immer mehr Flüchtlinge auf den Weg in ihre Heimatdörfer machen. Aber dort werden sie vor dem Nichts stehen, denn ihr gesamtes Hab und Gut mussten sie vor Jahren zurücklassen und mittlerweile wurden die Dörfer geplündert. Auch wenn die Friedensverhandlungen nun endlich eine Einigung hervorbringen sollten, werden die Menschen auch weiterhin unsere Unterstützung benötigen, um sich aus den Trümmern eine neue Existenz aufzubauen“, sagt Hansen.

Seit mehr als 20 Jahren kümmern sich die Malteser um notleidende Menschen im Südsudan. Seit dem erneuten Ausbruch des Bürgerkrieges im Sommer 2016 versorgt die katholische Hilfsorganisation unter anderem 5.000 Schulkinder in den Städten Wau und Juba täglich mit einer warmen Mahlzeit und Trinkwasser.
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