Dienstag, 21. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 270966

Oberbürgermeisterin Roth nimmt neue Leitung in Betrieb - 27.000 Tonnen CO2 werden jährlich gespart

28-Mio.-Euro-Fernwärmeprojekt erfolgreich abgeschlossen

Frankfurt am Main, (lifePR) - Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit wurde heute eines der derzeit größten Projekte für die klimaschonende Energieversorgung in Frankfurt am Main abgeschlossen: Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra Roth, der Vizepräsident der Goethe-Universität, Prof. Rainer Klump, und der Mainova-Vorstandsvorsitzende Dr. Constantin H. Alsheimer nahmen die neue Fernwärmeleitung vom Müllheizkraftwerk (MHKW) Nordweststadt zum Unicampus Westend offiziell in Betrieb. Über die rund sechs Kilometer lange Trasse wird unter anderem der Unicampus Westend mit Fernwärme versorgt. Dank der neuen Fernwärmeleitung wird die im MHKW erzeugte Wärme noch besser genutzt und zugleich ein älteres Heizwerk in der Lübecker Straße nicht mehr benötigt. Dadurch können pro Jahr rund 27.000 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) vermieden werden. Die Kosten für das gesamte Bauprojekt belaufen sich auf rund 28 Millionen Euro.

Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth, die zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Mainova AG ist, sagte: "Mit der neuen Fernwärmeleitung setzen wir Maßstäbe. Weil wir die Energiewende schaffen wollen. Ohne das Engagement der Kommune kann keine Politik für den Klimaschutz gelingen."

Prof. Rainer Klump, Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt, betonte: "Wir sind froh, dass es dank einer zukunftsweisenden Energieversorgung gelingt, den Ausstoß an Treibhausgasen deutlich zu reduzieren. Der schönste Uni-Campus Deutschlands wird damit auch zum Green Campus."

Dr. Constantin H. Alsheimer hob hervor: "Die Mainova AG setzt bei der Versorgung Frankfurts ganz bewusst auf die umweltfreundliche Fernwärme. Fernwärme schont wertvolle Ressourcen, weil die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme weiter verwendet wird. Durch diese Kraft-Wärme-Kopplung können die Mainova-Heizkraftwerke die eingesetzten Brennstoffe zu 80 Prozent und mehr ausnutzen, während herkömmliche Kraftwerke lediglich einen Wirkungsgrad von etwa 40 Prozent haben. Durch den verstärkten Einsatz von Fernwärme und die neue Fernwärmeleitung wird sich die Klimabilanz in Frankfurt weiter verbessern." Darüber hinaus biete Fernwärme zugleich wirtschaftliche Vorteile, da unter anderem die Anschaffungs- und Wartungskosten niedrig seien, fügte Dr. Alsheimer hinzu.

Der erste Spatenstich für die neue Fernwärmeleitung erfolgte im Februar 2010. Die Arbeiten waren von technischen Herausforderungen begleitet, etwa der Querung von Straßen (z.B. Miquelallee), einer fünfgleisigen Bahnstrecke (Main-Weser-Bahn) und eines Flusses (Nidda). Dennoch wurden die Arbeiten wie geplant im Herbst 2011 pünktlich abgeschlossen. Die fast ausschließlich unterirdisch verlegten Rohre haben einen Innendurchmesser von bis zu 500 Millimetern und einen Außendurchmesser von bis zu 670 Millimetern. Neben dem Bau der knapp sechs Kilometer langen Fernwärmeleitung wurden auch zwei neue Pumpstationen nahe der Universität und des MHKW errichtet, um das Heizwasser (max. 130 Grad Celsius) mit einem Druck von bis zu 16 bar zu den Kunden zu transportieren.

Die Wärmeversorgung des gesamten Campus Westend erfolgt nun aus dem Müllheizkraftwerk. Neben dem Unicampus Westend werden unter anderem auch das Frankfurter Polizeipräsidium und der Hessische Rundfunk über die neue Leitung beliefert. Sie soll bis zum Jahr 2014 vom Campus Westend aus über den Unicampus Bockenheim bis zur Messe Frankfurt (insgesamt ca. 5 km) verlängert werden. Damit ergibt sich für zahlreiche angrenzenden Liegenschaften und Gebäude die Möglichkeit, ebenfalls die umweltfreundliche Fernwärme zu nutzen.

Das MHKW und der Fernwärmeausbau in Frankfurt

Das MHKW in der Nordweststadt ist eines der modernsten Müllheizkraftwerke Deutschlands und hat eine maximale Leistung von 47 Megawatt (MW) elektrisch und 99 MW thermisch. Das Kraftwerk wurde bis zum Herbst 2009 umfangreich modernisiert und besitzt seither eine jährliche Müllverbrennungskapazität von 525.000 Tonnen. Das MHKW ersetzt somit rund 175.000 Tonnen Steinkohle. Das Heizkraftwerk wird von der MHKW Frankfurt am Main GmbH, einer gemeinsamen Gesellschaft der FES GmbH und der Mainova AG, betrieben.

Das MHKW besitzt mit rund 60 Kilometern Länge das längste Fernwärmenetz der Mainmetropole. Das gesamte Mainova-Fernwärmenetz ist rund 165 Kilometer lang und deckt bereits heute große Teile des Frankfurter Stadtgebiets ab. Dieses Netz wird in den kommenden Jahren erweitert. Dieser Ausbau des Fernwärme-Netzverbunds ist zentraler Bestandteil des Engagements der Mainova AG für den Klima- und Umweltschutz. So sollen schrittweise die Fernwärmenetze "Innenstadt" (Heizkraftwerk West), "Niederrad" (Heizkraftwerk Niederrad) und "Nordweststadt / Riedberg" (MHKW) miteinander verbunden werden. Die neu verlegte, sechs km lange Leitung ist dabei ein wesentlicher Baustein.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

4.000 neue Bäume für die Region

, Energie & Umwelt, Taunus Sparkasse

Kunden und Berater der Taunus Sparkasse in Gummistiefeln und mit Spaten -unter dem Motto „Wir schaffen Grünes“ pflanzen sie Bäume. Seit 2011...

Alle Jahre wieder im November: Nachfrage nach XXL-Bäumen ungebremst

, Energie & Umwelt, Niedersächsische Landesforsten

Die Niedersächsischen Landesforsten sind ein Hauptlieferant für übergroße Weihnachtsbäume in Deutschland. Die Ernte von insgesamt vier XXL-Fichten...

Großer Stein und Kaninchenwerder wieder offen für Wassersportler

, Energie & Umwelt, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Die Naturschutzgebiete "Ziegelwerder" sowie "Kaninchenwerder und Großer Stein im Schweriner See" sind wieder offen für Wassersportler. Das Bundesministerium...

Disclaimer