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Pressemitteilung BoxID: 410197 (Mainova AG)
  • Mainova AG
  • Solmsstraße 38
  • 60623 Frankfurt am Main
  • http://www.mainova.de
  • Ansprechpartner
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  • +49 (69) 213-83535

Mainova setzt sich für Realisierung des Windparks Nieder-Erlenbach ein

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Eigentlich sollten sich bereits im Jahr 2013 im Mainova-Windpark Nieder-Erlenbach die ersten Windräder auf Frankfurter Stadtgebiet drehen. Jedoch bestehen seitens der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) und des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung (BAF) aufgrund eines 11 km entfernten Drehfunkfeuers luftverkehrsrechtliche Bedenken. Das Genehmigungsverfahren ruht aktuell. Deshalb liegt das Windparkprojekt Nieder-Erlenbach auf Eis. Sollten DFS und BAF auf ihrer Einschätzung beharren, könnte sich dies negativ auf weitere geplante Mainova-Windparks wie im hessischen Birstein auswirken. Auch dort befindet sich ein Drehfunkfeuer in der Nähe der geplanten Standorte.

Der Vorsitzende des Vorstands der Mainova AG Dr. Constantin H. Alsheimer bedauert diese Entwicklung: "Wir wollen die Energiewende vorantreiben. Der Windpark Nieder-Erlenbach sollte dazu einen Beitrag leisten. Deshalb setzt sich die Mainova AG dafür ein, das Windkraft-Projekt schnellstmöglich voranzutreiben."

Geänderte Vorzeichen: 2011 wurde im Rahmen einer Voranfrage zur Vorbereitung des Genehmigungsverfahrens durch das Regierungspräsidium Darmstadt unverbindlich mitgeteilt, dass gegen das Vorhaben keine luftverkehrsrechtlichen Bedenken bestehen. Diese Aussage basierte auf einer Stellungnahme der DFS. Im weiteren Verlauf bewerteten die Deutsche Flugsicherung und das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung die Maßstäbe neu. Sie revidierten ihren Standpunkt. Aktuell erwarten sowohl die DFS als auch das BAF von den geplanten Windenergieanlagen Störbeiträge für ein 11 km entferntes Drehfunkfeuer. Aus Sicht der Mainova ist dies nicht nachvollziehbar. Denn unter anderem existiert zwischen dem Windpark und dem Drehfunkfeuer mit der 201 Meter hohen Kaicher Höhe ein natürliches Hindernis für das lineare Funksignal. Eine unabhängige technische Stellungnahme bescheinigt zudem, dass Störungen von Drehfunkfeuern durch Windkraftanlagen in größerer Distanz nicht messbar sind.

Dr. Alsheimer weiter: "Sollten die jetzt angesetzten Maßstäbe wie der 15-km-Radius um das jeweilige Drehfunkfeuer auf alle betriebenen Drehfunkfeuer ausgeweitet werden, wäre dies gleichbedeutend mit dem Aus für die Windkraft in Südhessen. Dies konterkariert die Pläne der Hessischen Landesregierung, zwei Prozent der Landesflächen als Windvorrangflächen auszuweisen. Wir benötigen zeitnah eine Lösung. Denn nur dann kann der Ausbau der Windenergie in Südhessen wie geplant erfolgen."

Über den Windpark Nieder-Erlenbach

Die Pachtverträge zwischen der Hessische Windpark Entwicklungs GmbH, einem Tochterunternehmen der Mainova AG und der ABO Wind AG, und den Grundstückseigentümern in Nieder-Erlenbach wurden im zweiten Halbjahr 2012 unterzeichnet. Für den Standort auf Frankfurter Stadtgebiet sind vier Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von je 2 Megawatt vorgesehen. Der Windpark verfügt damit über eine Gesamtkapazität von 8 Megawatt. Der prognostizierte jährliche Energieertrag beträgt rund 15 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom. Dies entspricht dem Verbrauch von etwa 6.000 Haushalten.

Drehfunkfeuer

Ein Drehfunkfeuer sendet ein spezielles Funksignal aus, dem ein Empfänger im Flugzeug die Richtung zum Funkfeuer entnehmen kann. Das Signal der Bodenstation wird hierbei vom Empfänger im Flugzeug ausgewertet und kann als Richtungsinformation auf einem Anzeigegerät abgelesen werden.