Dienstag, 19. Juni 2018


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Gemeinschaftskraftwerk Bremen offiziell in Betrieb

Frankfurt am Main, (lifePR) - Heute (9.6.) wurde das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) Bremen offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage ist seit Dezember 2016 im Regelbetrieb. Die Mainova AG ist mit 25,1 Prozent an der Gemeinschaftskraftwerk Bremen GmbH & Co. KG (GKB) beteiligt und damit zweitgrößter Anteilseigner. Hauptgesellschafter ist die swb in Bremen mit 51,8 Prozent.

Die Anlage hat eine elektrische Leistung von rund 445 Megawatt (MW) netto. Sie kann jährlich 1,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom produzieren. Rund 45 Prozent dieser Kraftwerkskapazität gehen direkt an die DB Energie, den Energiedienstleister der Deutschen Bahn.

Weitere beteiligte Unternehmen sind die TOBI Gaskraftwerksbeteiligungs GmbH & Co. KG mit 16,2 Prozent, die ovag Energie AG mit 4,9 Prozent und die DB Energie mit 2,0 Prozent. Mainova-Vorstandsmitglied Norbert Breidenbach hob anlässlich der feierlichen Inbetriebnahme hervor: „Alle beteiligten Unternehmen haben die Partnerschaft von Anfang an aktiv gelebt. Gemeinsam haben wir ein zukunftsgerichtetes Großprojekt erfolgreich umgesetzt. Mit einem Wirkungsgrad von knapp 60 Prozent ermöglicht das GKB eine hocheffiziente und klimaschonende Stromerzeugung.“

Die GuD-Anlage nutzt den eingesetzten Energieträger Erdgas besonders effizient aus und emittiert je produzierter Kilowattstunde Strom nur etwa ein Drittel so viel Kohlendioxid wie herkömmliche Kohlekraftwerke. „Moderne Gaskraftwerke stellen aufgrund ihrer hohen Flexibilität eine optimale Ergänzung zu den volatilen erneuerbaren Energien dar. Sie können schnell einspringen, wenn der Wind gerade nicht weht und die Sonne nicht scheint. Wir sind davon überzeugt, dass mit hocheffizienten GuD-Kraftwerken ein entscheidender Beitrag für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende geleistet wird“, so Breidenbach weiter.

Allerdings haben sich seit 2011, dem Jahr der Investitionsentscheidung für das Gemeinschaftskraftwerk Bremen, die energiepolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland geändert. Markt und Wettbewerb im Bereich der Stromerzeugung sind durch politische Weichenstellungen mehr und mehr verzerrt worden. Mit dem Ergebnis, dass die emissionsarmen Gaskraftwerke am Markt lange Zeit kaum mehr zum Zuge gekommen sind. Stattdessen laufen alte, emissionsintensive Braunkohlekraftwerke rund um die Uhr.

In seinem Grußwort betonte Breidenbach: „Die Dekarbonisierung des Stromsektors kann aus Mainova-Sicht nur gelingen, wenn die emissionsintensiven Braunkohlekraftwerke sukzessive vom Netz gehen. Mainova schlägt deshalb Restlaufzeiten für Kohlekraftwerke nach dem Vorbild des Atomausstiegs vor – allerdings handel- und übertragbar.“ Weiterhin forderte er: „Zugleich gilt es, die für die Systemstabilität so wichtige Flexibilität der Gaskraftwerke angemessen zu honorieren. Auf diese Weise ließen sich die Ziele des energiepolitischen Dreiecks – Klimaschutz, Versorgungszuverlässigkeit und Bezahlbarkeit der Stromversorgung – wieder ein Stück weit zusammenbringen.“

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