Die Herkulesstaude - gefährliche "Schönheit" am Wegesrand

Was tun, wo die Herkulesstaude auftaucht / Stadt gibt nützliche Tipps

(lifePR) ( Fulda, )
Wie jedes Jahr fallen die Herkulesstauden (Riesen Bärenklau) im Juli besonders wegen ihrer enormen Höhe und den großen, weißen Blüten auf. Die Hauptverbreitung der mehrjährigen Pflanze ist entlang der Ufer der Fulda und der Bachläufe. Betroffen sind aber auch Straßenböschungen, Banketten von Rad- und Fußwegen, verwilderte Grundstücke, Gärten und Grünanlagen. Stellenweise treten die Pflanzen sogar auf Ackerflächen und Weiden auf.

Kontakt vermeiden

Durch den Kontakt mit dem Pflanzensaft treten in Verbindung mit dem Sonnenlicht zum Teil schwerwiegende Hautverbrennungen auf. Daher sollte jeder Hautkontakt mit der Pflanze und dem Pflanzensaft vermieden werden. Auch für Tiere kann der Kontakt sehr schmerzhaft sein, so dass die Hundehalter darauf achten sollten, dass ihre Tiere die Pflanze meiden. Wurde die Pflanze doch berührt, darf die betroffene Hautpartie keinesfalls dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Deshalb müssen bei der Eindämmung immer Handschuhe und geschlossene Kleidung getragen und die Arbeiten möglichst nicht bei Sonnenschein durchgeführt werden.

Methoden der Eindämmung

Um die Herkulesstaude erfolgreich einzudämmen, gibt es nur zwei Methoden: Erstens das Ausgraben der Pflanzen von April bis zum Einsetzen der Frostperiode und zweitens das Entfernen des Samenstandes im Juli, wenn die Hauptdolde bereits schwere Samen angesetzt hat und sich langsam gelb verfärbt. Alle anderen Methoden führen nicht zum Absterben der Pflanzen sondern fördern vielfach die weitere Verbreitung. Mähen nützt überhaupt nichts. Im April, wenn die jungen Herkulesstauden austreiben, kann die Bekämpfung am leichtesten erfolgen, da sich noch keine große "Wurzelknolle" gebildet hat. Die ausgegrabenen Pflänzchen müssen dann mit Wurzel trocknen und können dann in den Restmüll gegeben werden.

Ab Mai/Juni und August/bis zum Frost muss die "Wurzelknolle" mit ausgegraben werden, um die größeren Pflanzen erfolgreich zu bekämpfen. Auch diese werden dann getrocknet und in den Restmüll gegeben. Ab Mitte Juli werden die Samenstände geerntet, wenn die Mitteldolden bereits schwere grüne Samen angesetzt haben. Spätestens mit dem Beginn der Gelbfärbung müssen die Samenstände mit allen Nebenblüten geschnitten werden. Die Pflanze selbst muss nicht entfernt werden, da diese im Herbst abstirbt. Die Samenstände sollten verbrannt bzw. der Müllverbrennung zugeführt werden. Dazu die Samen in eine Plastiktüte geben und verschließen, um eine Verbreitung auf dem Transportweg zu vermeiden.

Kontrollen und Eindämmung durch die Stadt

Alle behandelten Flächen sind natürlich auf Nachblüten und Neuaustrieb zu kontrollieren, um in diesem Falle nochmals tätig zu werden. Die Stadt Fulda selbst dämmt die Herkulesstaude nur im Umfeld von Schulen, Spielplätzen und Kindertagestätten ein. Ebenso werden ausschließlich Gefahrenpunkte an Geh- und Radwegen sowie in Grünanlagen bearbeitet. Bestände im Außenbereich - insbesondere entlang der Gewässer - werden nur bei Notwendigkeit bekämpft. Mittlerweile sind die meisten Standorte der Herkulesstaude dem zuständigen Fachamt der Stadt bekannt, sollten den Bürgerinnen und Bürgern jedoch neue Einzelpflanzen oder kleinere Bestände auffallen, die an Wegen oder an Flächen stehen und leicht unbeabsichtigt berührt werden können, können diese Pflanzen mit möglichst genauer Ortsangabe an das Umwelttelefon unter Tel.: 0661 - 102 17 77 gemeldet werden. Die Angaben werden dann überprüft und bei Bedarf entfernt das Grünflächen-, Umwelt- und Friedhofsamt der Stadt Fulda die Pflanzen.
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