Mittwoch, 20. September 2017


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EU-Investitionsoffensive: EIB unterstützt deutschen Entwickler von Krebstherapien MagForce mit bis zu EUR 35 Millionen

Berlin, (lifePR) - Patienten, die an der aggressivsten Form von Hirntumoren, einem Glioblastom, erkrankt sind, bekommen dank einer Finanzierung durch die Europäische Investitionsbank (EIB) bald leichteren Zugang zu einer neuen Behandlungsform. Die EIB und das deutsche Medizintechnikunternehmen MagForce, das im Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet ist (MF6, ISIN: DE000A0HGQF5), haben heute eine Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet, die es dem Unternehmen ermöglicht, in den kommenden drei Jahren bis zu EUR 35 Millionen zu leihen, wenn es bestimmte vereinbarte Erfolgskriterien erreicht.

Ermöglicht wurde die Transaktion vom Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), dem Herzstück der EU-Investitionsoffensive. Mit der Initiative verfolgen die EIB-Gruppe und die Europäische Kommission als strategische Partner das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu fördern.

Die von MagForce entwickelte NanoTherm Therapie ist ein neuartiges Verfahren zur lokalen Behandlung solider Tumore. Dabei werden magnetische Nanopartikel in einen Tumor eingebracht und in einem magnetischen Wechselfeld erwärmt. Je nach Temperatur und Behandlungsdauer werden die Tumorzellen entweder irreparabel geschädigt oder sie werden empfindlicher gegenüber einer begleitenden Radio- oder Chemotherapie.

Dank dieses Verfahrens kann der Tumor von innen heraus bekämpft und umliegendes gesundes Gewebe geschont werden. Die Nebenwirkungen der Behandlung sind deutlich geringer als bei den derzeit verwendeten Standardtherapien. Darüber hinaus zeigte die NanoTherm Therapie in klinischen Studien eine hohe Wirksamkeit. Die Therapie verfügt über eine EU-weite Zertifizierung für die Behandlung von Hirntumoren. In Deutschland werden bereits erfolgreich Patienten behandelt.

Die EIB-Finanzierung unterstützt die europaweite Einführung der NanoTherm Therapie zur Behandlung von Hirntumoren. Zudem wir sie MagForce dabei helfen, die EU- und weltweite Zulassung der Therapie zur Behandlung von Prostatakrebs zu beantragen - einer weiteren Krebsindikation, die sich sehr gut für eine Behandlung mit der NanoTherm Therapie eignet. Schließlich wird sie es MagForce ermöglichen, Nanopartikel der nächsten Generation zu entwickeln, die auch zum Transport von Medikamenten genutzt werden können.

„Auf der ganzen Welt werden im Jahr 2030 voraussichtlich mehr als 20 Millionen Menschen mit einer Krebserkrankung leben - das sind 50% mehr als noch im Jahr 2012", sagte Ambroise Fayolle, Vizepräsident der EIB und verantwortlich für Finanzierungen in Deutschland. „Die von MagForce entwickelte Therapie hat das Potenzial, die Belastung für einige dieser Patienten erheblich zu lindern, und ich bin stolz darauf, dass die EIB hier konkret hilft, Menschenleben zu retten. Die EU-Bank bietet langfristige und stabile Kapitalunterstützung für die Forschung und Entwicklung des Unternehmens. Dies ermöglicht es MagForce, die Markteinführung neuer Therapien zu beschleunigen. Diese Art von Unterstützung für innovative Unternehmen ist genau was wir brauchen, um Europa wettbewerbsfähiger zu machen."

Ben Lipps, Vorstandsvorsitzender von MagForce, kommentierte: „Die Unterstützung des Europäischen Fonds für strategische Investitionen zu erhalten, ist eine große Ehre für MagForce. Das Darlehen wird unsere finanziellen Spielräume erheblich verbessern und uns bei unserem europaweiten Roll-out der NanoTherm Therapie helfen. Darüber hinaus unterstützt die Finanzierung ebenfalls die Entwicklung und globale Kommerzialisierung von neuen Lösungen zur Behandlung von Prostatakrebs sowie der nächsten Generation von MagForces NanoTherm Partikeln."

Jyrki Katainen, Vizepräsident der Europäischen Kommission für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit, sagte: „Die Europäische Kommission hat sich der Förderung von Investitionen in Forschung und Innovation verschrieben. Ich freue mich außerordentlich, dass der Investitionsplan mit dem Abschluss der heutigen Vereinbarung zur Entwicklung komplexer, neuartiger Behandlungen für Krebspatienten beiträgt. Dies ist ein sehr anschauliches Beispiel für den starken Beitrag, den die Investitions-Unterstützung durch die EU leisten kann."

Hintergrundinformationen

Über die EIB
Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Sie vergibt langfristige Mittel für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen. Um die Politik der EU umzusetzen, arbeitet die EIB eng mit anderen EU-Institutionen zusammen.

Die EU-Investitionsoffensive
Die EU-Investitionsoffensive, der so genannte Juncker-Plan, ist eine der obersten Prioritäten des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker. Im Fokus des Plans steht die Förderung von europäischen Investitionen zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum durch intelligentere Nutzung neuer und bestehender finanzieller Ressourcen, den Abbau von Hindernissen für Investitionen sowie die technische Unterstützung für Investitionsprojekte.

Der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) bildet die zentrale Säule des Investitionsplans. Er erlaubt es der EIB, in mehr Projekte zu investieren und dabei häufig auch ein größeres Risiko zu übernehmen. Die bisher für die Finanzierung im Rahmen des EFSI genehmigten Projekte und Vereinbarungen lösen voraussichtlich Investitionen von insgesamt EUR 225 Mrd. aus und unterstützen rund 445.000 KMUs in allen 28 Mitgliedstaaten.

Die neuesten EFSI-Zahlen nach Sektor und Land sind hier verfügbar.

Disclaimer
Diese Mitteilung kann zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen enthalten, die durch Formulierungen wie 'erwarten', 'wollen', 'antizipieren', 'beabsichtigen', 'planen', 'glauben', 'anstreben', 'einschätzen', 'werden' oder ähnliche Begriffe erkennbar sind. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen, die eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten in sich bergen können. Die von der MagForce AG tatsächlich erzielten Ergebnisse können von den Feststellungen in den zukunftsbezogenen Aussagen erheblich abweichen. Die MagForce AG übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.

MagForce AG

Die 1997 gegründete MagForce AG mit Sitz in Berlin ist ein Pionier auf dem Gebiet der Nanomedizin mit Schwerpunkt Onkologie. Ziel des Unternehmens ist es, eine neuartige Krebstherapie neben traditionellen Behandlungsmethoden wie Operationen, Bestrahlung und Chemotherapie zu etablieren. Die unternehmenseigene NanoTherm Therapie ermöglicht die gezielte Behandlung solider Tumore von innen heraus: superparamagnetische Nanopartikel werden aktiviert und erzeugen dadurch Wärme. MagForce war weltweit das erste Unternehmen, welches die europäische Zertifizierung für ein auf Nanopartikeln basierendes Medizinprodukt erhalten hat. Die Gesellschaft beschäftigt 26 Mitarbeiter, sowie weitere 14 in der Produktionsfirma des Unternehmens.

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