Sonntag, 22. April 2018


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Historische Stahblechtüren werden saniert

In der Markthalle laufen bis 2018 Arbeiten an den Eingangstüren

Stuttgart, (lifePR) - In der denkmalgeschützte Markthalle in der Stuttgarter Innenstadt, die von 1910 bis 1914 vom Architekten Martin Elsässer geplant und gebaut wurde, laufen bereits seit einigen Wochen umfangreiche Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen an den Türen.

Dabei wurden in einer ersten Bauphase zunächst vier schadhafte Eingangsportale, die aus den 60iger-Jahren stammen, durch neue Türen ersetzt. Es handelte sich dabei um Zugänge ohne gestalterischen Bezug zur bauzeitlichen Gestaltung der Markthalle. "Wir mussten diese Türen aus baurechtlichen Gründen austauschen", sagt Axel Heger, Geschäftsführer der Märkte Stuttgart GmbH.

Im nun begonnenen zweiten Sanierungsabschnitt steht die aufwändige Restaurierung der noch in weiten Teilen innen und außen vorhandenen bauzeitlichen Stahlblechtüren an. Diese sind geprägt durch das charakteristische Raster aus kreuzförmig übereinander genieteten Stahlbändern und Oberlichtern mit einem Schmuckgitter aus floralen Motiven.

In verschiedenen Bauphasen werden jeweils zwei bis drei Türen ausgebaut und anschließend fachgerecht aufgearbeitet und farblich neu gefasst. Das für diese Arbeiten beauftragte Atelier für Restaurierungen Christoph Schairer, kooperiert mit einer, in diesen Arbeiten erfahrenen, Schlosserei. Axel Heger: "In den vergangenen Tagen wurden die ersten Türen ausgebaut und die Öffnungen mit provisorischen Bautüren bzw. Holzverschalungen verschlossen. Da die einzelnen Flügel der großen Eingänge rund 300 Kilo schwer sind, ist der Ausbau nur mit einem Gabelstapler zu bewerkstelligen."

Insbesondere die vierflügeligen Türen mit Glasoberlichtern sind, vermutlich schon seit ihrer Errichtung, statisch nicht ganz einfache Konstruktionen. Die mutmaßlich vor rund 30 bis 40 Jahren auf der Innenseite angebrachte, etwas grobe, Verstärkungskonstruktion wird erneuert. Die neue Gestaltung nimmt mehr Bezüge zum Bestand auf, ist aber als moderne Ergänzungskonstruktion erkennbar.

Die neue Farbgestaltung mit einem kräftigen Weinrot für die Rahmen sowie das Raster und einem gebrochenen Weiß für die Füllungselemente ist aus den restauratorischen Befunden erarbeitet und in mehreren Schritten mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt.

Die Arbeiten vor Ort werden sich bis ins Jahr 2018 erstrecken. Alle Beteiligten bemühen sich die Einschränkungen für den Betrieb der Markthalle so gering wie möglich zu halten, gerade auch in der anstehenden Weihnachtszeit. Als Architekt bearbeitet Christoph Manderscheid, Architekturbüro Manderscheid, das Projekt

Märkte Stuttgart GmbH

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