Donnerstag, 21. September 2017


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Mehr Netto von Abfindungen

München, (lifePR) - Mit der Wirtschaftskrise kam bei vielen Firmen auch der Stellenabbau. Um den Verlust des Arbeitsplatzes zumindest teilweise finanziell auszugleichen, werden in Aufhebungsverträgen oftmals Abfindungen festgelegt. Diese müssen grundsätzlich versteuert werden, unterliegen aber einen ermäßigten Steuersatz, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Es können sogar weitere Steuervorteile entstehen. Darauf weist die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. hin. Der bundesweit tätige Lohnsteuerhilfeverein hat bereits zahlreiche Arbeitnehmer in dieser schwierigen Situation beraten und dabei immer wieder festgestellt, dass viele von den möglichen Steuervorteilen nichts wissen. Ganz wichtig: Bereits vor dem Abschluss des Aufhebungsvertrages müssen einige Dinge beachtet werden, damit von der Entschädigungszahlung möglichst viel übrig bleibt. Die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. hat Tipps zusammengestellt:

Steuerermäßigung durch Fünftelregelung

Damit eine Abfindung nicht zu einer Steuerbelastung für den Arbeitnehmer wird, hat der Gesetzgeber einen ermäßigten Steuersatz eingeführt. Dieser kommt zum Zuge, wenn die Einkünfte aus Arbeitslohn und Abfindung höher sind als das bisherige jährliche Einkommen und innerhalb desselben Jahres ausbezahlt wurden. Bei der Ermittlung des Steuersatzes wird deshalb nicht die gesamte Entschädigungssumme, sondern lediglich 20 Prozent (also ein Fünftel) berücksichtigt. Die restliche Abfindung ist aber nicht steuerfrei, sondern wird ebenso wie der Arbeitslohn mit dem so ermittelten ermäßigten Steuersatz besteuert.

Sonderregelungen für die betriebliche Altersvorsorge

Für die betriebliche Altersvorsorge gibt es Sonderregelungen für steuerfreie Einzahlungen. Diese gelten allerdings nur für das Jahr, in dem die Abfindung gezahlt wird. Wenn es noch keine Direktversicherung oder Pensionskasse gibt, empfiehlt die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. zum Zeitpunkt des Ausscheidens aus der Firma eine betriebliche Altersvorsorge abzuschließen und dort den größtmöglichen steuerfreien Betrag aus der vereinbarten Entschädigungssumme einzuzahlen. Das birgt nicht nur steuerliche Vorteile, sondern beugt auch der Versorgungslücke im Alter vor.

Beim Spitzensteuersatz Abfindung im neuen Kalenderjahr

Gutverdiener mit einem sehr hohen Steuersatz sollten - wenn möglich - eine Auszahlung der Abfindung für das folgende Kalenderjahr vereinbaren. In diesem Fall kann es sein, dass der ermäßigte Steuersatz wegfällt, aber trotzdem kann die Steuer geringer sein, denn wenn die Abfindung niedriger ist als der bisherige jährliche Bruttolohn, sinkt auch der Steuersatz und von der Entschädigung bleibt mehr im Portemonnaie.

Beratung ist wichtig

Das Vorgehen ist kompliziert und für den Laien oftmals schwer zu durchschauen. Wer nicht rechtzeitig die richtigen Schritte einleitet, verliert unter Umständen Geld, das gerade nach dem Jobverlust dringend benötigt wird. Die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. rät deshalb Arbeitnehmern, die von einer betriebsbedingten Kündigung betroffen sind, sich vor dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages beraten zu lassen. Der bundesweit tätige Lohnsteuerhilfeverein berät seine Mitglieder im Rahmen der beschränkten Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG, welche individuellen steuerlichen Auswirkungen die Abfindungen haben.

Mehr Infos zum Thema unter www.lohi.de.

Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.

Die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. mit Hauptsitz in München wurde 1966 gegründet und ist im gesamten Bundesgebiet aktiv. Mit annähernd 500.000 Mitgliedern ist er einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. In über 350 Beratungsstellen berät die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. ihre Mitglieder im Rahmen der beschränkten Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG. 96 Prozent der Mitglieder werden in Beratungsstellen betreut, die von zertifizierten Beratungsstellenleiter/innen geführt werden.

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