Samstag, 21. Juli 2018


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Weiterbildungsmaster "Familienpsychologie" an der Psychologischen Hochschule Berlin ab dem Wintersemester 2013/14

Trier, (lifePR) - Erst- und einmalig in Deutschland gibt es ab dem Wintersemester 2013/14 an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) in Kooperation mit der Berliner Akademie für Psychotherapie (BAP) eine integrative Ausbildung in "Familienpsychologie" und "Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie" (Tiefenpsychologische Fundierung).

Warum "Familienpsychologie"?

Wir alle sind Familienmenschen. Unausweichlich. Der biologisch-genetischen Grundausstattung durch Mutter und Vater können wir nicht entrinnen - selbst wenn wir sie als unsere Eltern nie kennen gelernt haben. Doch dieser biologisch-genetischen Mitgift sind wir nicht hilflos ausgeliefert: grundsätzlich können wir auf unser Leben selbst Einfluss nehmen. Allerdings gibt es noch andere Bedingungen, die auf unseren Entwicklungsprozess einwirken. Wenn wir in einer Familie aufwachsen, hängt unsere Entwicklung auch von der Art und Weise der Beziehungen in unserer Familie ab. Hinzu kommen weitere Faktoren (z.B. Politik, Beruf, Schule, Freizeit, usw.), mit denen wir und unsere Familienmitglieder uns auseinanderzusetzen haben. Auch diese beeinflussen mehr oder minder stark die Qualität unseres Familienlebens und damit unsere eigene Entwicklung.

Mit all dem hat es die Familienpsychologie zu tun. Es geht darum,

- die Entwicklung von Familien sowie von einzelnen Personen und ihren Familienbeziehungen zu beschreiben;
- die Bedingungen aufzuschlüsseln, die diesen Prozessen zugrunde liegen;
- wünschenswerte Entwicklungen in der Familie zu stärken;
- Wege zu vermitteln, wie belastende Entwicklungen geschwächt oder sogar vermieden werden können.

Ziel ist es, zu einem befriedigenden Leben möglichst aller Familienmitglieder innerhalb und außerhalb der Familie beizutragen.

Warum "Familienpsychologie" im Verbund mit "Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie"?

Bei Kindern und Jugendlichen kann es vielfältige Auffälligkeiten geben, die behandlungsbedürftig sind. Man unterscheidet je nach Klassifikation ca. 35 Störungsformen (von A wie "Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung" bis Z wie "Zwangsstörung"). In der Regel sind auch die Familien und ihre einzelnen Mitglieder mehr oder weniger davon betroffen und sollten daher möglichst in den Behandlungsprozess einbezogen werden. Hierzu zwei Beispiele:

- Magersucht von Jugendlichen: In diesen Fällen erleben sich Eltern häufig in einer passiv-hilflosen Rolle. Mit familienpsychologischer Hilfe können sie in die Lage versetzt werden, bei der medizinischen und psychotherapeutischen Behandlung der betroffenen Jugendlichen eine wichtige behandlungsunterstützende Funktion zu übernehmen.

- Kindesmissbrauch oder -vernachlässigung in der Familie: Dabei üben Familien bzw. einzelne Familienmitglieder eine aktiv-beeinträchtigende Rolle aus. In einem solchen krankmachenden Familiensystem wird die Familie selbst zum behandlungsbedürftigen "Patienten". An dieser Stelle bieten sich familientherapeutische Maßnahmen an.

Grundsätzlich lässt sich sagen: familienpsychologisches Wissen und familienbezogene Interventionskompetenzen in Form von Prävention, Beratung oder Therapie sind hilfreiche Ressourcen für die psychotherapeutische Behandlung von Kindern und Jugendlichen.

Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation Universität Trier

Das ZPID ist die zentrale Informationseinrichtung für die Psychologie in den deutschsprachigen Ländern. Es ist seit 1988 Mitglied der Blauen Liste und seit 1997 Gründungsmitglied der Leibniz-Gemeinschaft. In seinem Psychologie-Fachportal <www.zpid.de> bietet es wichtige Dienstleistungen und Produkte für Forschung, Studium, Praxis, Massenmedien, Politik und Öffentlichkeit an, wie beispielsweise die Datenbank PSYNDEX zu psychologischen Fachpublikationen. Mit dem ZPID-Monitor wird jährlich die internationale Präsenz der Psychologie aus den deutschsprachigen Ländern evaluiert. Im Rahmen der Informations- und Dokumentationsforschung werden Beiträge zu bibliometrischen Evaluationskriterien anhand von Publikations- und Zitationsanalysen geleistet. Das ZPID wird durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Länder der Bundesrepublik Deutschland (unter der Federführung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, MBWWK, Rheinland-Pfalz) zu gleichen Teilen gefördert. Als Anstalt öffentlichen Rechts des Landes Rheinland-Pfalz verfügt es im Jahr 2013 über ein Budget von 2,8 Mio. Euro. Am ZPID sind aktuell 43 wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, die aus dem institutionellen Haushalt und aus Drittmitteln finanziert werden.

Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 86 selbständige außeruniversitäre Forschungsinstitute und Infrastruktureinrichtungen für die Wissenschaft sowie drei assoziierte Mitglieder. Leibniz-Institute bearbeiten gesamtgesellschaftlich relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagen-, Groß- und anwendungsorientierter Forschung. Sie legen neben der Forschung Wert auf wissenschaftliche Dienstleistungen sowie Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Die Institute beschäftigen rund 16.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sie werden gemeinsam von Bund und Ländern finanziert. Ihr Gesamtetat beträgt etwa 1,4 Milliarden Euro. /Siehe: www.leibniz-gemeinschaft.de.

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