Dienstag, 17. Oktober 2017


  • Pressemitteilung BoxID 305358

Nachfrage nach Wohnimmobilien erneut gestiegen

Preise im Aufwärtstrend / Rekord bei Sparkassen-Immo Rahmenbedingungen für Eigenheimerwerb ideal

München, (lifePR) - Die Dynamik auf dem bayerischen Wohnimmobilienmarkt hält an: "Die aufgrund der Finanz- und Schuldenkrise bestehenden Inflationsängste haben die Nachfrage nach Wohnimmobilien sowohl bei Eigennutzern wie auch bei Kapitalanlegern deutlich gesteigert", erklärte Paul Fraunholz, Geschäftsführer der Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-GmbH (Sparkassen-Immo), anlässlich der jährlichen Pressekonferenz der Sparkassen-Finanzgruppe zum bayerischen Wohnimmobilienmarkt. Zusätzlich begünstigten historisch niedrige Zinsen die Entwicklung, ergänzte Prof. Rudolf Faltermeier, Vizepräsident des Sparkassenverbands Bayern. Die Sparkassen im Freistaat konnten ihren Wohnungsbaukreditbestand um 2,7 Prozent auf fast 52 Milliarden Euro steigern. Insgesamt seien die Rahmenbedingungen für den Erwerb von Wohnimmobilien ideal, betonte Dr. Franz Wirnhier, Sprecher der Geschäftsleitung der LBS Bayern. Dies schlage sich auch in einer erhöhten Neubauaktivität nieder. Im Zusammenhang mit der Energiewende in Deutschland plädierte er für eine zusätzliche staatliche Förderung von energetischen Sanierungen.

Im dritten Jahr in Folge hat die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen im Freistaat zugenommen. "Die Nachfrage nach Wohnimmobilien - von der vermieteten Ein-Zimmer-Wohnung bis hin zum Mehrfamilienhaus - ist groß, das Angebot in vielen Regionen inzwischen sehr knapp", erklärte Fraunholz.

Preise ziehen weiter an

Die Preise für gebrauchte Häuser und Eigentumswohnungen sind 2011 im Landesdurchschnitt um jeweils sieben Prozent gestiegen. Für ein gebrauchtes Haus mussten Käufer bei Sparkassen und LBS in Bayern im Durchschnitt 210.500 Euro investieren, für eine gebrauchte Eigentumswohnung 113.800 Euro. Der Durchschnittspreis für neu gebaute Häuser stieg um 16 Prozent auf 367.900 Euro. Hier wirkte sich auch aus, dass sich der Vertriebsschwerpunkt in der Sparkassen-Finanzgruppe stärker auf hochpreisige Ballungsräume verlagert hat. Eine Besonderheit stellen neu gebaute Eigentumswohnungen dar. Diese werden oft von Kapitalanlegern erworben, die kleinere und somit preiswerte Wohnungen bevorzugen. Zunehmend werden spezielle Betreiber-Immobilien wie Pflege- und Studentenappartements gekauft. Aufgrund dieses statistischen Effekts lag der Preis hier mit 165.400 Euro um neun Prozent unter dem Vorjahreswert. Der durchschnittlich erzielte Preis pro Quadratmeter Wohnfläche ist jedoch auch bei den neu gebauten Eigentumswohnungen gestiegen.

Von diesen landesweiten Durchschnittswerten können die Preise in den Regionen erheblich abweichen. Während ein gebrauchtes, freistehendes Einfamilienhaus in mittlerer bis bevorzugter Lage in günstigen Regionen Bayerns für weniger als 200.000 Euro zu haben ist, müssen für ein vergleichbares Objekt etwa in den Regionen Nürnberg, Regensburg, Lindau, Rosenheim oder im Landkreis Augsburg zwischen 350.000 und 450.000 Euro investiert werden. In guten Lagen Münchens sowie des Landkreises Starnberg sind dafür in der Regel mehr als 700.000 Euro Kaufpreis anzusetzen.

Keine Immobilienblase in Bayern

"Trotz der in den vergangenen Jahren zu verzeichnenden Preissteigerungen auf dem bayerischen Wohnimmobilienmarkt kann nach unserer Einschätzung bei Standardobjekten nicht von einer Preisblase gesprochen werden", betonte Fraunholz. "Die Immobilienpreise waren über viele Jahre konstant bis rückläufig, sodass die vielerorts moderate Entwicklung der vergangenen Jahre eher von einem Nachholeffekt geprägt ist." Zudem gebe es keine Parallelen zu Immobilienpreisblasen in den USA, Irland oder Spanien. Dort wurden Häuser und Wohnungen in vielen Fällen zu hundert Prozent über Kreditinstitute finanziert, da alle Beteiligten auf hohe Preissteigerungen innerhalb weniger Jahre spekulierten. Fraunholz: "Die derzeitigen Rahmenbedingungen auf dem bayerischen Wohnimmobilienmarkt unterscheiden sich davon grundsätzlich. Banken und Sparkassen finanzieren keine Objekte in voller Höhe der Anschaffungskosten. Weder Eigennutzer noch Kapitalanleger erwarten hohe Wertsteigerungen. Maßgeblicher Beweggrund beim Kauf einer Wohnimmobilie ist für viele die Sicherung ihres vorhandenen Kapitals."

Sparkassen-Immo erzielt Rekordergebnis

Die Sparkassen-Immo, Maklerorganisation von LBS und Sparkassen in Bayern, erzielte 2011 das beste Vermittlungsergebnis ihrer 40-jährigen Geschichte. Sie vermittelte 12.145 Häuser, Wohnungen und Grundstücke und damit elf Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2010. Auch der Wert der vermittelten Kaufobjekte lag mit 1,85 Milliarden Euro um elf Prozent über dem Vorjahr. Das ergab ein Courtagevolumen von 82,4 Millionen Euro (+ 13 Prozent). "Die Position als Bayerns größtes Maklerunternehmen kann die Sparkassen-Immo damit souverän behaupten", so Fraunholz.

Sparkassen erhöhen Marktanteil bei Wohnbaukrediten

Begünstigt wurde die hohe Nachfrage bei Wohnimmobilien durch ein historisch niedriges Zinsniveau, erklärte Prof. Rudolf Faltermeier, Vizepräsident des Sparkassenverbands Bayern. Von März 2011 fielen die zehnjährigen Hypothekenkredite von 4,2 Prozent auf aktuell etwa 3,4 Prozent zurück. "Seit mehreren Generationen lagen die Bauzinsen nicht niedriger", so Faltermeier. Die bayerischen Sparkassen konnten den Bestand an Wohnbaukrediten im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent auf 51,8 Milliarden Euro steigern. Ihr Marktanteil bei privaten Wohnbaukrediten wuchs von 32 auf 33 Prozent. "Für die bayerischen Sparkassen war 2011 ein erfolgreiches Baukreditjahr", sagte Faltermeier. "Treiber dieser Entwicklung war eine lebhafte Nachfrage von Kunden für Neubauten. Ein wichtiger Finanzierungsschwerpunkt war aber auch die energetische Sanierung und Modernisierung von Bestandsimmobilien."

Neubau noch nicht ausreichend

Die starke Nachfrage nach Wohnimmobilien schlägt sich auf den Neubau in Bayern nieder, erklärte LBS-Chef Franz Wirnhier. 2011 lagen Baugenehmigungen und Fertigstellungen im zweiten Jahr in Folge im Plus. Insgesamt wurden 28,6 Prozent mehr Wohnungen in neuen Wohngebäuden fertiggestellt (37.771) als 2010 und 20,8 Prozent mehr genehmigt (45.847). "Diese Zahlen sind erfreulich, aber sie sind nicht als Entwarnung zu verstehen", betonte Wirnhier. Das Forschungsinstitut Empirica hat errechnet, dass in Bayern bis 2029 durchschnittlich rund 40.000 Wohnungen pro Jahr errichtet werden müssten, um den Bedarf zu decken. Dies ist trotz der positiven Tendenz auch 2011 nicht gelungen. Zudem ist ein erheblicher Nachholbedarf aufgelaufen. Empirica schätzt diesen auf 282.000 Wohnungen. "Die derzeit erkennbare positive Tendenz im Neubau muss also nicht nur anhalten, sondern sogar an Dynamik gewinnen, um das langfristig benötigte Wohnungsangebot sicherzustellen", so Wirnhier.

Energiewende: Zuschüsse für Sanierer erforderlich

Neben dem Neubau komme der Sanierung des Gebäudebestandes eine wichtige Rolle zu, ergänzte Wirnhier. "Etwa ein Viertel des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in Deutschland ist Wohngebäuden zuzurechnen. In Bayern sind etwa zwei Drittel der Wohngebäude älter als 30 Jahre. Ein Großteil davon entspricht nicht dem heutigen energetischen Standard. Deshalb liegt in der Modernisierung älterer Häuser ein wesentlicher Ansatzpunkt, wenn die Energiewende in Deutschland gelingen soll. Um die Modernisierungsrate von jährlich einem Prozent des Gebäudebestandes zu verdoppeln, wie es sich die Bundesregierung vorgenommen hat, bedarf es direkter Zuschüsse. Wir hoffen deshalb, dass sich Bundestag und Bundesrat nicht mehr länger blockieren und im Vermittlungsausschuss eine Lösung finden, um effektive Anreize zu setzen."

Eine attraktive Förderung energetischer Modernisierungen könnte auch ein Konjunkturprogramm für das mittelständische, heimische Handwerk auslösen. Nach Berechnungen der LBS Bayern sind rund 1,5 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 230.000 Mehrfamilienhäuser in Bayern noch nicht umfassend saniert worden. Daraus ergibt sich ein Modernisierungspotenzial für Bayern von insgesamt 120 Milliarden Euro.

Umfeld bleibt 2012 günstig

Sparkassen-Immo, LBS und Sparkassenverband rechnen für 2012 mit einem anhaltend positiven Klima für Wohnimmobilien. "Die Arbeitsplatzsicherheit und die erwarteten Lohnsteigerungen sowie das anhaltende niedrige Zinsniveau werden die Nachfrage durch Eigennutzer noch weiter verstärken. Da die Diskussionen über die Sicherheit des Euro und der Finanzmärkte weiter anhalten, bleiben Wohnimmobilien auch für Kapitalanleger sehr attraktiv", erklärte Fraunholz. Die Makler der Sparkassen-Finanzgruppe erwarten im bayernweiten Durchschnitt erneut leichte Preissteigerungen für Wohnimmobilien. Fraunholz: "Dennoch wird es einzelne Regionen und bestimmte Objekte geben, für die Preisabschläge hinzunehmen sind. Denn die Differenzierung bezüglich Lagekriterien sowie Bauzustand und Ausstattung nimmt weiter zu."

LBS Bayerische Landesbausparkasse Anstalt der Bayerischen Landesbank

Die LBS Bayern ist mit über 1,5 Millionen Kunden und einem Marktanteil von rund 40 Prozent beim Neugeschäft die führende Bausparkasse im Freistaat. Im Verbund mit den Sparkassen ist das Unternehmen seit mehr als 80 Jahren ein bewährter Partner für Erwerber und Besitzer von Wohnimmobilien. Mit ihrer Expertise trägt die LBS Bayern wesentlich zu einer verlässlichen und krisenfesten Altersvorsorge der Menschen im Freistaat bei. Im Jahr 2011 vermittelte sie rund 250.000 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 8,3 Milliarden Euro. Zum Jahresende 2011 befanden sich 2,1 Millionen Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 60 Milliarden Euro im Bestand. Weitere Informationen im Internet unter www.lbs-bayern.de.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Neu: Sorglos-Schutzbrief der SWK Bank

, Finanzen & Versicherungen, Süd-West-Kreditbank Finanzierung GmbH

Die SWK Bank bietet ab sofort den Sorglos-Schutzbrief an. Er sichert Kreditkunden im Falle von Krankheit oder Arbeitslosigkeit gegen mögliche...

DeutschlandCard: Gothaer ist neuer Partner des Multipartner-Bonusprogramms

, Finanzen & Versicherungen, Gothaer Versicherungsbank VVaG

Die Gothaer Versicherung ist neuer Partner der DeutschlandCard. Somit können die mehr als 20 Millionen Teilnehmer des Multipartner-Bonusprogramms...

Renteneinkommen

, Finanzen & Versicherungen, VZ VermögensZentrum GmbH

Laut Vorsorgeatlas 2017 von Union Investment müssen vor allem Ruheständler im Westen mit großen Versorgungslücken im Alter rechnen. Um das zu...

Disclaimer