Dienstag, 21. November 2017


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Mit staatlicher Hilfe schneller ins Eigenheim

Wie sich Wohn-Riester rechnet / Neuerung bei Zulagen

München, (lifePR) - Wer ein Eigenheim baut oder kauft, kann mit der Wohn-Riester-Förderung auf tatkräftige Hilfe vom Staat setzen. Doch noch immer unterschätzen viele Menschen den Wert dieser attraktiven Förderung. Rechnet man die möglichen Vorteile für Wohn-Riester-Kunden zusammen, können sich diese auf mehrere 10.000 Euro summieren. Seit diesem Jahr gilt dabei eine Neuerung.

Seit Einführung des Riester-Bausparens im Jahr 2008 ist die Zahl entsprechender Verträge deutlich gestiegen. Bundesweit gibt es nach Angaben der LBS Bayern mittlerweile mehr als eine Million Wohn-Riester-Verträge. Die staatliche Riester-Förderung ist in Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung besonders attraktiv, hat die Stiftung Warentest bereits mehrfach betont. Das gilt gerade für Familien: Jeder förderberechtigte Ehepartner erhält 154 Euro Grundzulage pro Jahr vom Staat. Für jedes Kind gibt es zusätzlich 185 Euro, für die ab 2008 Geborenen sogar 300 Euro Kinderzulage oben drauf. Für junge Riester-Bausparer unter 25 Jahren gibt es außerdem 200 Euro extra. Dieser Frühstarter-Bonus wird einmalig gewährt und für das erste Beitragsjahr zusammen mit der Grundzulage automatisch gutgeschrieben.

Diese Zuschüsse wirken sich bei einer Immobilienfinanzierung besonders stark aus. Denn sie reduzieren direkt die Schulden und tragen dazu bei, dass das Darlehen früher getilgt werden kann. Und das spart Zinsen. Zusätzlich sind Steuervorteile möglich, da die eigenen Raten ebenso wie die Förderung als Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden können, wie die LBS Bayern erklärt. Im Rahmen einer sogenannten Günstigerprüfung entscheidet das Finanzamt dann automatisch bei der Bearbeitung der Steuererklärung, ob dies für den Riester-Nutzer neben den Zulagen einen zusätzlichen Vorteil bringt. Zwar muss der Vorteil ab dem Renteneintritt versteuert werden. Doch das zahlt sich meist aus. Denn in der Regel liegt der Steuersatz im Ruhestand weit unter dem der Berufstätigkeit. Und dafür fällt die Belastung durch die Miete weg.

Ein Beispiel der Zeitschrift "Finanztest Spezial Eigenheim" (6/2012) verdeutlicht, wie wertvoll die Riester-Förderung sein kann: In der Musterrechnung summieren sich die Wohn-Riester-Vorteile für ein Arbeitnehmer-Ehepaar (35 Jahre) mit einem Kind (2008 geboren) und einem gemeinsamen Bruttoeinkommen von 70.000 Euro pro Jahr bei einem Darlehen von 200.000 Euro (Zins: 4 Prozent, Tilgung: 1,73 Prozent) bis zum Rentenbeginn nach 30 Jahren auf 62.300 Euro. Zieht man die späteren Steuern im Rentenalter ab, bleiben 39.000 Euro Wohn-Riester-Vorteil.

Für die Riester-Förderung gelten keine Einkommensgrenzen, betont die Landesbausparkasse. Sie erhält, wer vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Brutto-Vorjahreseinkommens in den Riester-Vertrag einzahlt: Maximal müssen pro Jahr 2100 Euro inklusive Zulagen zusammenkommen. Voraussetzung ist, dass ein entsprechender Antrag beim Anbieter eingereicht wird. Dies ist bis zu zwei Jahre rückwirkend möglich. Bis 31. Dezember 2012 kann also die Zulage für das Jahr 2010 beantragt werden. Wird ein Dauerzulagenantrag gestellt, gilt dieser unbegrenzt und es muss nicht jedes Jahr aufs Neue ein Formular ausgefüllt werden. Ändern sich die Lebensverhältnisse, weil zum Beispiel ein Kind geboren wird, ist allerdings ein neuer Antrag fällig.

Ab diesem Jahr gilt zudem eine Neuerung für alle Riester-Sparer, die über ihren Ehepartner mittelbar zulageberechtigt sind. Um ab 2012 weiter als mittelbar zulageberechtigt zu gelten, müssen sie jedes Jahr einen Mindestbeitrag von 60 Euro auf ihren eigenen Riester-Vertrag einzahlen. Werden weniger als 60 Euro oder gar keine Beiträge geleistet, entfällt die mittelbare Zulageberechtigung. Der Sparer erhält dann weder seine Grundzulage von maximal 154 Euro noch eventuelle Kinderzulagen - auch nicht anteilig.

LBS Bayerische Landesbausparkasse Anstalt der Bayerischen Landesbank

Die LBS Bayern ist mit fast 1,6 Millionen Kunden und einem Marktanteil von rund 40 Prozent beim Neugeschäft die führende Bausparkasse im Freistaat. Im Verbund mit den Sparkassen ist das Unternehmen seit über 80 Jahren ein bewährter Partner für Erwerber und Besitzer von Wohnimmobilien. Mit ihrer Expertise trägt die LBS Bayern wesentlich zu einer verlässlichen und krisenfesten Altersvorsorge der Menschen im Freistaat bei. Im Jahr 2011 vermittelte sie rund 250.000 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 8,3 Milliarden Euro. Zum Jahresende 2011 befanden sich rund 2 Millionen Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 57,2 Milliarden Euro im Bestand. Weitere Informationen im Internet unter www.lbs-bayern.de.

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