Montag, 23. Oktober 2017


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LBS Bayern setzt auf weiteres Wachstum

Bausparneugeschäft auf hohem Niveau / Außerkollektive Kredite um 22 Prozent gesteigert

München, (lifePR) - Nach der Herauslösung aus der BayernLB zum Jahreswechsel ist die LBS Bayern erfolgreich in ihr erstes Geschäftsjahr als selbstständiges Unternehmen der bayerischen Sparkassen gestartet. Das Bausparneugeschäft liegt weiterhin auf hohem Niveau. Das Volumen der außerkollektiven Kredite konnte im ersten Halbjahr 2013 deutlich gesteigert werden. Im Finanzierungsgeschäft sieht die Landesbausparkasse weiteres Wachstumspotenzial. "Wir positionieren uns als Bausparkasse der Finanzierer", sagte Dr. Franz Wirnhier, Vorstandsvorsitzender der LBS Bayern, auf der heutigen Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens.

Angesichts einer hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien und historisch niedriger Zinsen hält das große Interesse am Bausparen an. Die LBS Bayern hat in ihrem Neugeschäft 2012 mit einer Bausparsumme von 8,42 Milliarden Euro (plus 1,6 Prozent) zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis erreicht. Es wurden 268.718 neue Bausparverträge vermittelt und rund 115.000 Neukunden gewonnen, die bislang noch keinen LBS-Bausparvertrag hatten. Darunter waren mehr als 50.000 Verträge mit dem Juniorbonus "Nase vorn" für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren - 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im ersten Halbjahr 2013 wurde im Neugeschäft eine Bausparsumme von 4,43 Milliarden Euro erzielt, 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Stückzahl der vermittelten Verträge lag zum 30. Juni mit 137.376 um 16,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang ist in erster Linie auf einen Sondereffekt zurückzuführen. Die LBS Bayern hatte Mitte März 2012 eine neue Tariffamilie eingeführt und die Konditionen an das anhaltend niedrige Kapitalmarktniveau angepasst. Die Umstellung führte in den Wochen davor zu einem Schlussverkaufseffekt bei den Vorgängertarifen mit höheren Guthabenzinsen. Das ergab bei den Stückzahlen eine außergewöhnliche Ballung in den ersten drei Monaten des Jahres 2012. Für 2013 wird ein im Jahresverlauf ausgeglicheneres Neugeschäft erwartet, das erneut auf dem hohen Niveau der Vorjahre von gut acht Milliarden Euro Bausparsumme liegen wird.

Mehr außerkollektive Kredite

Aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus sind die in alten Bausparverträgen vereinbarten Darlehenszinsen zum Zeitpunkt der Zuteilung im Vergleich mit den kapitalmarktabhängigen Finanzierungsangeboten der Sparkassen häufig nicht mehr so attraktiv. Dies hat 2012 gegenüber dem Vorjahr zu einem Rückgang der ausgezahlten Bauspardarlehen um 17 Prozent auf 572,6 Millionen Euro geführt. Die Spareinlagen, die deswegen nicht als klassische Bauspardarlehen ausgereicht werden können, bietet die LBS Bayern bevorzugt für Sofort-finanzierungen an, bei denen der Kunde einen tilgungsfreien Kredit mit einem noch nicht angesparten Bausparvertrag kombiniert. Dieses attraktive Konstrukt ermöglicht die Absicherung des derzeitigen Zinsniveaus bis zum Ende der Gesamtlaufzeit der Finanzierung. Die Auszahlungen dieser außerkollektiven Kredite erreichten mit einem Volumen von 642,3 Millionen Euro (minus 1,8 Prozent) das hohe Niveau des Vorjahres. Insgesamt lag der Darlehensbestand zum Jahresende mit 4,88 Milliarden Euro um 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Auf die beständig niedrigen Kapitalmarktzinsen hat die LBS Bayern mit der Einführung einer zusätzlichen Tarifvariante im Juni erneut reagiert. Die neue Tarifvariante LBS-T5+ bietet einen nominalen Darlehenszins von 2,5 Prozent und eignet sich dank schneller Zuteilung ideal für Immobilienfinanzierungen. Dies wirkt sich erst mit einiger Verzögerung bei der Ausreichung von Bauspardarlehen aus, die auch im ersten Halbjahr 2013 in geringerem Umfang abgerufen wurden. Die Auszahlungen lagen hier mit 169 Millionen Euro um 21 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Das ausgezahlte Volumen bei den außerkollektiven Krediten ist dagegen um 22 Prozent auf 347 Millionen Euro gestiegen. "Dies zeigt, dass die LBS Bayern hochattraktive Konditionen für Vorfinanzierungen im Angebot hat", erklärte Wirnhier.

Betriebsergebnis höher als erwartet

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge ist 2012 um 3,9 Millionen auf 73,9 Millionen Euro gestiegen und ganz wesentlich durch einen Einmaleffekt beeinflusst: Weil die in Pension befindlichen früheren Mitarbeiter der LBS bei der BayernLB verblieben sind, wurde die LBS in erheblichem Umfang von Pensionsverpflichtungen entlastet. Das Zinsergebnis erhöhte sich dadurch um 9 Millionen Euro, der Verwaltungsaufwand ging um rund 24 Millionen Euro zurück.

Beim Zinsüberschuss wurde insgesamt ein Zuwachs um 4,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erzielt. Die gesunkene Durchschnittsverzinsung der Bauspardarlehen konnte durch Volumenszuwächse bei den außerkollektiven Krediten und den Geldanlagen weitgehend kompensiert werden. Der Zinsaufwand für Bauspareinlagen ist trotz des gestiegenen Bestandes leicht zurückgegangen. Das Provisionsergebnis hat sich um 1,9 Millionen Euro verbessert. Unter anderem hat sich hierbei ausgewirkt, dass aufwandssteigernde Anlauf-effekte aus dem Wohn-Riester-Geschäft an Bedeutung verlieren. Der Verwaltungsaufwand lag mit 111,9 Millionen Euro um 14,8 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Verantwortlich dafür ist vor allem ein Sonderfaktor beim Personalaufwand. Dieser stieg um 14,1 Millionen Euro, weil in Folge des Urteils des Bundesarbeitsgerichts zum Versorgungssystem der BayernLB eine einmalige Zuführung zu den Pensionsrückstellungen vorzunehmen war. Die sonstigen Verwaltungsaufwendungen blieben trotz einiger Rückstellungen für die endgültige Entflechtung von der BayernLB mit 52,3 Millionen Euro nahezu konstant. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge hat sich um 12 Millionen Euro verbessert. Im Vorjahr hatte eine freiwillige Dotierung des Fonds zur bauspartechnischen Absicherung diesen Posten mit 16,1 Millionen Euro belastet.

Noch enger mit Sparkassen verbunden

Angesichts der weiterhin niedrigen Zinsen rechnet die LBS Bayern 2013 mit einem Betriebsergebnis von rund 54 Millionen Euro. "Unser Geschäftsmodell erweist sich selbst in dem derzeit extremen Zinsumfeld als stabil. Und wir setzen auf weiteres Wachstum. Der Eigentümerwechsel erschließt uns dafür neue Potenziale. Als hundertprozentige Tochter der bayerischen Sparkassen sind wir mit unserem Hauptvertriebspartner noch enger verbunden. Die Ertragskraft ihres neuen Beteiligungsunternehmens liegt im vitalen Interesse der Sparkassen", so Wirnhier. Als wichtigstes Wachstumsfeld nannte er das Finanzierungsgeschäft. "Das Umfeld ist dafür derzeit ideal. Die Wohnimmobilie ist der Renner bei Selbstnutzern und Kapitalanlegern."

Wohn-Riester immer noch unterschätzt

Spürbare Impulse für das Geschäft erwartet sich die LBS Bayern auch von den Neuerungen des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes, das am 1. Juli 2013 in Kraft getreten ist. Unter anderem können ab 2014 Riester-Guthaben auch für alters- und behindertengerechte Umbaumaßnahmen eingesetzt werden. "Mit diesen Optimierungen wird das Modell Wohn-Riester, das bei einer Immobilienfinanzierung Vorteile von mehreren zehntausend Euro bringt, noch attraktiver", betonte Wirnhier. "Die Stärken des Konzepts werden in der Öffentlichkeit leider immer noch deutlich unterschätzt - obwohl Stiftung Warentest gerade dem Wohn-Riester als Turbo der Eigenheimfinanzierung ständig Bestnoten erteilt." Wirnhier kritisierte die "extrem einseitige und unverständlich heftige Verdammung der Riester-Förderung in der öffentlichen Meinung" als unangemessen und unverantwortlich. Vor dem Hintergrund der aktuellen wohnungspolitischen Diskussion appellierte er, nicht allein den Mietwohnungsbau im Blick zu haben. Wirnhier: "Die Parteien sind sich ja weitgehend einig, dass zur Behebung der Engpässe auf den Wohnungsmärkten der wirtschaftlich prosperierenden Ballungsräume dringend mehr neue Wohnungen benötigt werden. Der Schlüssel hierfür liegt in einer auf die lokalen Verhältnisse abgestimmten Förderstrategie, durch die vor allem mehr Bauland mobilisiert wird. Wir brauchen lokale Bündnisse für den Wohnungsbau, die den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht werden. Zu diesen gehört zweifellos mit hoher Priorität das familien- und altersgerechte Wohnen in den eigenen vier Wänden. Kommunen, die in diesem Sinne ihr Wohnungsangebot weiterentwickeln, sollten vom Bund unterstützt werden. Außerdem plädieren wir dafür, dass Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat nach der Bundestagswahl einen neuen Anlauf bei der Förderung der energetischen Gebäudesanierung unternehmen. Wohneigentümern kommt hier eine Schlüsselrolle zu. Fast 60 Prozent der Wohnfläche entfallen auf Wohneigentum. Wenn es hier zu Investitionen in die energetische Optimierung kommen soll, die deutlich über den normalen Modernisierungszyklus hinausgehen, dann brauchen wir substantielle staatliche Anreize."

LBS Bayerische Landesbausparkasse Anstalt der Bayerischen Landesbank

Die LBS Bayern ist mit 1,6 Millionen Kunden die führende Bausparkasse im Freistaat. Im Verbund mit den Sparkassen ist das Unternehmen seit mehr als 80 Jahren ein bewährter Partner für Erwerber und Besitzer von Wohnimmobilien. Mit ihrer Expertise trägt die LBS Bayern wesentlich zu einer verlässlichen und krisenfesten Altersvorsorge der Menschen im Freistaat bei. Im Jahr 2012 vermittelte sie rund 270.000 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 8,4 Milliarden Euro. Zum Jahresende 2012 befanden sich 2,1 Millionen Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 59 Milliarden Euro im Bestand. Weitere Informationen im Internet unter www.lbs-bayern.de

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