Dienstag, 21. November 2017


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LBS Bayern erneut auf Rekordkurs

Start als eigenständiges Unternehmen zum 1. Januar 2013

München, (lifePR) - Die LBS Bayern erwartet 2012 einen Rekord in ihrem Neugeschäft. Mit einer Bausparsumme von 8,3 Milliarden Euro soll der bisherige Spitzenwert aus dem Vorjahr nochmals übertroffen werden. Neben der anhaltend hohen Wertschätzung für Wohnimmobilien und dem verbreiteten Wunsch nach langfristiger Sicherung der historisch niedrigen Zinsen haben dazu deutliche Zuwächse im Jugendmarkt beigetragen. Zum 1. Januar 2013 wird die Landesbausparkasse von der BayernLB an die bayerischen Sparkassen verkauft und damit eine selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts. „Wir freuen uns auf diesen Schritt, der unser Geschäftsmodell stärkt“, erklärte Dr. Franz Wirnhier, Sprecher der Geschäftsleitung der LBS Bayern, bei einer Pressekonferenz in München.

Nach einer Bausparsumme im Neugeschäft von 8,286 Milliarden Euro im vergangenen Jahr rechnet die Landesbausparkasse für 2012 mit einer leichten Steigerung auf über 8,3 Milliarden Euro. Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge wird der Prognose zufolge mit 271.000 rund neun Prozent über dem Vorjahreswert liegen. Als besonders wachstumsstark zeigt sich der Jugendmarkt. Rund 50.000 Verträge wurden mit dem LBS-Juniorbonus abgeschlossen, bei dem Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren bis zu 300 Euro Bonus erhalten. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 16 Prozent. Die starke Position der LBS bei jungen Menschen verdeutlicht auch der „Young Brand Award“. Hierbei haben 14.000 Teilnehmer zwischen 13 und 29 Jahren ihre beliebtesten Marken gewählt. Neben anderen Marken wie BMW, McDonald‘s und den Sparkassen ist dabei auch die LBS ausgezeichnet worden – als „beste Bausparkasse“.

Durch das hervorragende Neugeschäft wird die LBS Bayern im zu Ende gehenden Jahr 115.000 neue Kunden gewinnen und ihre Marktführerschaft ausbauen. Der Marktanteil unter den Bausparkassen im Freistaat stieg in den ersten drei Quartalen auf 44 Prozent nach Zahl der Verträge und auf knapp 40 Prozent nach Bausparsumme.

Makler auf Rekordkurs

Das positive Umfeld für Wohnimmobilien schlägt sich in einer nach wie vor großen Nachfrage nieder. Die Umsätze der Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-Gesellschaft, der Maklerorganisation von LBS und Sparkassen in Bayern, sind von Januar bis November deutlich gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres gestiegen. Bis Ende November wurden rund 11.500 Objekte vermittelt – eine Steigerung um 5,7 Prozent. Der Wert der vermittelten Kaufobjekte wuchs um 13,5 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro.

Neubau auf erhöhtem Niveau stabilisiert

Bei der Neubautätigkeit war in den vergangenen beiden Jahren eine deutliche Belebung zu erkennen. Von Januar bis Oktober 2012 hat die Zahl der Baugenehmigungen, die ein guter Indikator für die mittelfristige Entwicklung sind, mit 38.358 Objekten bislang in etwa das Niveau von 2011 erreicht. „Die positive Tendenz im Neubau müsste aber nicht nur anhalten, sondern an Dynamik gewinnen, um das langfristig benötigte Wohnungsangebot sicherzustellen. Darauf hat auch Bundesbauminister Peter Ramsauer im aktuellen Immobilienmarktreport der Bundesregierung hingewiesen. Wir sind beim Wohnungsbau weit davon entfernt, Entwarnung geben zu können“, betonte Wirnhier. Trotz teils deutlicher Preisanstiege im Markt für Wohnimmobilien sieht er keine Anzeichen für eine Spekulationsblase. „Unserer Einschätzung nach handelt es sich bei den jüngsten Preisanstiegen eher um einen Nachholeffekt, nachdem in Deutschland lange Zeit nur eine bescheidene Entwicklung des Marktes zu verzeichnen war. Ein wesentlicher Unterschied zu Ländern, in denen es zu Immobilienblasen gekommen ist, zeigt sich zudem in den hiesigen Strukturen. Der typische Käufer einer Wohnimmobilie bei uns zielt auf Stabilität ab, nicht auf Traumrenditen. Finanzierungen stehen nicht unter der Bedingung, dass die zugrunde liegenden Immobilienwerte in die Höhe schnellen, sondern sie basieren auf einem soliden Anteil von Eigenkapital“, so Wirnhier. Einer repräsentativen Studie von TNS Infratest zufolge brachten die Erwerber von Wohnimmobilien in Bayern aus den Jahren 2008 bis 2011 im Durchschnitt einen Eigenkapitalanteil von 46,5 Prozent auf.

Historisch niedrige Zinsen verbilligen Finanzierungen

Das historisch niedrige Zinsniveau verbilligt Finanzierungen und begünstigt die Nachfrage nach Wohnimmobilien. Davon profitiert auch das Bauspargeschäft. „Bauherren und Käufer können die niedrigen Zinsen bis zur letzten Rate festschreiben, wenn sie die Finanzierung mit einem Bausparvertrag kombinieren. Diese Planungssicherheit ist derzeit besonders gefragt und gerade für Haushalte mit mittleren Einkommen von großer Bedeutung. Der Bausparvertrag ist das optimale Zinssicherungsinstrument“, erklärte Wirnhier. Da die Darlehenszinsen mancher Bauspartarife, die jetzt zugeteilt werden, nicht günstiger sind als die Konditionen für Annuitätendarlehen, werden aber weniger Bauspardarlehen abgerufen. Die Auszahlungen von Bauspardarlehen werden 2012 mit 595 Millionen Euro voraussichtlich rund 13 Prozent unter dem Vorjahr liegen. Wirnhier: „Wir haben bereits mit der Einführung einer neuen Tariffamilie im Frühjahr dagegen gesteuert. Wir bieten nun Bauspardarlehen ab einem Zinssatz von 1,75 Prozent an. Diese Verträge werden nach und nach in die Zuteilung kommen.“ Bei Vor- und Zwischenfinanzierungen für Kunden, die ein Objekt sofort kaufen und nicht darauf warten wollen, dass ihr Bausparvertrag zuteilungsreif wird, wurde im vergangenen Jahr ein deutlicher Anstieg verzeichnet. 2012 wird mit Auszahlungen von etwa 645 Millionen Euro wieder das Niveau des Vorjahres erreicht werden. Trotz des Ertragsdrucks, der von der Zinssituation ausgeht, wird die LBS Bayern in diesem Jahr der aktuellen Hochrechnung zufolge ein Betriebsergebnis vor Risikovorsorge von etwa 40 Millionen Euro erreichen. Der wesentliche Grund für den Rückgang des Ergebnisses – 2011 lag das Betriebsergebnis vor Risiko bei 70 Millionen Euro – sind neben den niedrigen Zinsen die außerordentlichen Pensionsrückstellungen, die aufgrund des Urteils des Bundesarbeitsgerichts zur Rechtmäßigkeit der versorgungsrechtlichen Ansprüche von langjährigen Mitarbeitern der BayernLB vorzunehmen waren.

Umfangreichere Modernisierungen

Nach wie vor spielen Umbauten und Modernisierungen von Bestandsgebäuden nach der Zahl der Objekte die wichtigste Rolle im Finanzierungsgeschäft der Landesbausparkasse. Diese Maßnahmen haben von Januar bis Oktober 50 Prozent des gesamten Finanzierungsvolumens ausgemacht. Die durchschnittliche Kredithöhe lag bei rund 38.000 Euro. 2009 lag dieser Wert noch bei 30.000 Euro. „Dies deutet darauf hin, dass die Modernisierungsvorhaben deutlich umfangreicher werden. Wir sehen dies als Indiz für die zunehmende Bereitschaft, im größeren Stil ganzheitliche, energiesparende und altersgerechte Verbesserungen im Wohnungsbestand vorzunehmen“, sagte Wirnhier. „Einen zusätzlichen Impuls könnte eine staatliche Förderung für energetische Gebäudesanierungen bringen. Der Wohngebäudebestand bietet enormes Potenzial für Energieeinsparungen. Zuschüsse oder Abschreibungsmöglichkeiten, die sich direkt für die betroffenen Haushalte bemerkbar machen, wären ein geeignetes Instrument, um die Modernisierungsquote von jährlich etwa einem Prozent des Gebäudebestandes zu erhöhen. Leider haben sich Bund und Länder bislang nicht auf ein Fördermodell einigen können.“

Wirnhier begrüßte die angekündigten Vereinfachungen bei der staatlichen Wohnriester-Förderung: „Die Änderungen machen Wohnriester noch verbraucherfreundlicher – etwa bei der Entnahme von Kapital aus anderen Riesteranlagen für selbstgenutztes Wohneigentum, bei der Einbeziehung von altersgerechten Umbauten oder beim Verkauf des Eigenheims. Wir erhoffen uns davon zusätzliche Impulse in diesem Segment, das noch viel Potenzial bietet.“

Ausblick 2013

Zum 1. Januar 2013 wird die LBS Bayern von der BayernLB an die bayerischen Sparkassen verkauft und damit eine selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts. „Unsere Verbindung zu den Sparkassen, die schon immer ausgezeichnet war, wird noch enger werden. Die Sparkassen sind ab 2013 nicht nur unser Hauptvertriebspartner, sondern haben künftig als alleinige Eigentümer auch ein nachhaltiges unternehmerisches Interesse an der Ertragskraft ihrer Bausparkasse. Das stärkt unsere Position als Verbundpartner und als Marktführer unter den Bausparkassen in Bayern“, betonte Wirnhier. „Wir waren, sind und bleiben die Bausparkasse der Sparkassen. Wir können voller Optimismus in die Zukunft blicken.“

LBS Bayerische Landesbausparkasse Anstalt der Bayerischen Landesbank

Die LBS Bayern ist mit fast 1,6 Millionen Kunden und einem Marktanteil von rund 40 Prozent beim Neugeschäft die führende Bausparkasse im Freistaat. Im Verbund mit den Sparkassen ist das Unternehmen seit mehr als 80 Jahren ein bewährter Partner für Erwerber und Besitzer von Wohnimmobilien. Mit ihrer Expertise trägt die LBS Bayern wesentlich zu einer verlässlichen und krisenfesten Altersvorsorge der Menschen im Freistaat bei. Im Jahr 2011 vermittelte sie rund 250.000 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von rund 8,3 Milliarden Euro. Zum Jahresende 2011 befanden sich rund 2 Millionen Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 57,2 Milliarden Euro im Bestand. Weitere Informationen im Internet unter HUwww.lbs-bayern.de.

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