Samstag, 16. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 239386

Energetische Sanierung: Neue Förderung für Haus-Modernisierer

Bundestag vor Entscheidung über steuerliche Abschreibungen Welche Programme Immobilienbesitzer im Freistaat nutzen können

München, (lifePR) - Mit der Abstimmung über Atomausstieg und Energiewende soll der Deutsche Bundestag am 30. Juni auch Regelungen verabschieden, die sich für viele Immobilienbesitzer auswirken. Im Rahmen des Gesetzes zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden sollen neue Abschreibungsmöglichkeiten geschaffen werden. Hintergrund ist, dass rund ein Viertel des gesamten Energiebedarfs in Deutschland dem Verbrauch privater Haushalte für das Wohnen zuzurechnen ist. Gleichzeitig haben heute neu gebaute Häuser nur etwa ein Viertel des Energiebedarfs von Objekten, die in den 70er Jahren noch Standard waren. Durch Sanierungen kann auf diesem Gebiet also sehr viel erreicht werden. Die LBS Bayern gibt einen Überblick, wie Immobilienbesitzer im Freistaat von neuen und bestehenden Förderprogrammen für Modernisierungen profitieren.

Das neue Gesetz, das am 30. Juni im Bundestag zur Abstimmung steht, sieht vor, dass die Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutzten oder vermieteten Wohngebäuden vollständig steuerlich absetzbar sind. Über einen Zeitraum von zehn Jahren können jährlich zehn Prozent der Kosten geltend gemacht werden. Voraussetzung ist, dass das Gebäude vor 1995 errichtet worden ist und der Energieeinspareffekt der Maßnahme durch einen Sachverständigen nachgewiesen wird. Das Gesetz soll voraussichtlich am Tag nach der Verkündung in Kraft treten. Wird schon eine andere Förderung - etwa über die KfW - in Anspruch genommen, kann die Abschreibungsmöglichkeit nicht mehr genutzt werden.

Daneben stehen für energetische Modernisierungen von Wohnimmobilien weitere Förderangebote von Bund, Land und Kommunen zur Verfügung, erklärt die LBS Bayern.
KfW-Programme

Die bundeseigene Förderbank KfW hat mehrere Programme im Angebot, mit denen energetische Modernisierungen unterstützt werden. So gibt es über das Programm 430 einen Zuschuss von bis zu 13.125 Euro pro Wohneinheit, wenn entsprechende Energieeffizienz-Vorgaben erreicht werden. Über die Programme 151 und 152 können günstige Darlehen in Höhe von bis zu 75.000 bzw. 50.000 Euro pro Wohneinheit abgerufen werden. Wer eines dieser Programme nutzt und sich auf eine qualifizierte Baubegleitung durch einen Sachverständigen stützt, erhält dafür im Programm 431 maximal 2000 Euro zusätzlich als Zuschuss. Voraussetzung für alle genannten KfW-Programme ist, dass das Gebäude vor 1995 errichtet worden ist.

Das Programm 430 richtet sich an Selbstnutzer und Vermieter einer Wohnimmobilie. Die anderen Angebote können auch von Mietern genutzt werden.

Seit März 2011 gibt es die KfW-Darlehen in der endfälligen Laufzeitvariante. Dabei sind keine monatlichen Tilgungsleistungen erforderlich. Stattdessen können entsprechende Zahlungen in einen Bausparvertrag fließen. Erst am Ende der Laufzeit von maximal acht Jahren wird die Rückzahlung des KfW-Kredits in voller Höhe fällig. Ein bis dahin besparter Bausparvertrag kann dann für die Tilgung verwendet werden und das KfW-Darlehen ablösen. Damit wird zugleich der Anspruch auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen erworben. In allen Phasen der Finanzierung profitieren Kunden so von günstigen Konditionen und hoher Zinssicherheit, erklärt die LBS Bayern. KfW-Darlehen unterliegen grundsätzlich dem Hausbankprinzip. Bausparunterlegte KfW-Finanzierungen können bei allen Sparkassen und LBS-Geschäftsstellen beantragt werden.

Bayerisches Modernisierungsprogramm

Der Freistaat fördert über die BayernLabo energetische Modernisierungen von Mietwohnungen. Das Bayerische Modernisierungsprogramm setzt auf die KfW-Programme auf. Es reduziert den bereits verbilligten Darlehenszins der KfW zusätzlich. Zu den Voraussetzungen der KfW-Programme kommt hier eine sogenannte Belegungsbindung. In den ersten zehn Jahren nach Abschluss der baulichen Maßnahmen müssen entsprechend geförderte Mietwohnungen bei einer Neuvermietung an Interessenten aus dem sogenannten begünstigten Personenkreis vergeben werden.

Die Darlehen können bei der örtlich zuständigen Bezirksregierung, der Landeshauptstadt München oder den Städten Nürnberg und Augsburg beantragt werden, die als Bewilligungsstellen eigenverantwortlich über alle Förderanträge entscheiden.

Kommunale Programme

Zusätzlich zu den Förderangeboten für energetische Sanierungen von Bund und Freistaat unterstützen auch viele Kommunen in Bayern entsprechende Maßnahmen mit eigenen Programmen. Dies können sowohl Zuschüsse als auch vergünstigte Darlehen sein. Über Art und Höhe der Förderung sowie Voraussetzungen für die Inanspruchnahme entscheiden die Gemeinden unabhängig. Details hierzu sind über die jeweiligen Rathäuser zu erfahren.

LBS Bayerische Landesbausparkasse Anstalt der Bayerischen Landesbank

Die LBS Bayern ist mit 1,5 Millionen Kunden und einem Marktanteil von 40 Prozent beim Neugeschäft die führende Bausparkasse im Freistaat. Im Verbund mit den Sparkassen ist das Unternehmen seit über 80 Jahren ein bewährter Partner für Erwerber und Besitzer von Wohnimmobilien. Mit ihrer Expertise trägt die LBS Bayern wesentlich zu einer verlässlichen und krisenfesten Altersvorsorge der Menschen im Freistaat bei. Im Jahr 2010 vermittelte sie rund 228.000 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 7,95 Milliarden Euro. Zum Jahresende 2010 befanden sich rund 2 Millionen Bausparverträge mit einer Bausparsumme von fast 55 Milliarden Euro im Bestand. Weitere Informationen im Internet unter www.lbs-bayern.de.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

WeberHaus blickt gestärkt in die Zukunft

, Bauen & Wohnen, WeberHaus GmbH & Co.KG

Auf der Betriebsversammlung vom Fertighaushersteller WeberHaus in Wenden-Hünsborn hat heute die geschäftsführende Gesellschafterin Heidi Weber-Mühleck...

Neu von JAEGER Lacke: Büro- und Kommunikationsfarben

, Bauen & Wohnen, Paul Jaeger GmbH & Co. KG

JAEGER Lacke stellt den neuen Produkt-Baustein Büro- und Kommunikationsfarben vor. Vier verschiedene Produkte bieten eine Vielzahl von attraktiven...

Energiesparen: Kein Schnee von gestern?

, Bauen & Wohnen, HF.Redaktion Harald Friedrich

Wenn auf dem Dach der Schnee von gestern weggetaut ist, könnte das auf einen Sanierungsbedarf der Gebäudehülle zurückzuführen sein. Hier sollte...

Disclaimer