Dienstag, 12. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 285891

120 Milliarden Euro Sanierungspotenzial in Bayern

Energetische Modernisierung des Wohnungsbestandes / Zwei Drittel aller Wohngebäude im Freistaat älter als 30 Jahre

München, (lifePR) - In Bayern besteht ein erhebliches Potenzial bei der energetischen Modernisierung von Häusern und Wohnungen. Zwei Drittel aller Wohngebäude im Freistaat sind älter als 30 Jahre. In der Regel ist der Energieverbrauch dort drei- bis sechsmal so hoch wie bei heutigen Neubauten. Nach Berechnungen der LBS Bayern betrifft dies rund 1,5 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 230.000 Mehrfamilienhäuser, die noch nicht umfassend saniert worden sind.

Besonders hoch ist der Anteil der Wohngebäude, die älter als 30 Jahre sind, in den Landkreisen Wunsiedel (Oberfranken / 78 Prozent) und Kronach (Oberfranken / 77 Prozent) sowie in den Städten Nürnberg (Mittelfranken / 76 Prozent), Schweinfurt (Unterfranken / 76 Prozent) und Hof (Oberfranken / 75 Prozent). Den geringsten Anteil älterer Häuser gibt es in den Landkreisen Regensburg (Oberpfalz / 51 Prozent), Freising (Oberbayern / 56 Prozent), Landsberg a. Lech (Oberbayern / 58 Prozent) sowie in der Stadt Ingolstadt (Oberbayern / 58 Prozent) und dem Landkreis Landshut (Niederbayern / 58 Prozent).

Für eine vollständige energetische Modernisierung, zu der etwa die Dämmung von Dach, Keller und Außenwänden, der Austausch der Fenster sowie der Heizungsanlage gehören, sind Kosten in einer Größenordnung von 50.000 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 200.000 Euro für Mehrfamilienhäuser realistisch. Daraus ergibt sich ein Modernisierungspotenzial für Bayern von insgesamt 120 Milliarden Euro, wovon 75 Milliarden Euro auf Ein- und Zweifamilienhäuser entfallen und etwa 45 Milliarden Euro auf Mehrfamilienhäuser. In der Berechnung wurde vorausgesetzt, dass zehn Prozent der Wohngebäude, die älter als 30 Jahre sind, bereits umfassend modernisiert worden sind.

Derzeit liegt die Sanierungsquote bei etwa einem Prozent des Wohnungsbestandes. "Würde dieser Wert signifikant erhöht werden, würde das nicht nur der Energiewende in Deutschland dienen, sondern auch einen erheblichen Konjunktureffekt für das mittelständische Handwerk in den Regionen auslösen", erklärt Dr. Franz Wirnhier, Sprecher der Geschäftsleitung der LBS Bayern. Darüber hinaus verbessert eine energetische Modernisierung die Wohnqualität, spart Energiekosten und dient dem Werterhalt eines Objekts.

Besonders wirksam ist eine energetische Sanierung, wenn alle Einzelmaßnahmen aufeinander abgestimmt durchgeführt werden. Wie viel eine energetische Modernisierung im Einzelfall kostet, hängt von den Gegebenheiten des Objekts, der Art der Maßnahmen und ihrer Gestaltung ab. Orientierung bieten folgende Größenordnungen, die in etwa mittlere Kosten inklusive der jeweils nötigen Zusatzarbeiten - zum Beispiel Aufstellung eines Baugerüsts - berücksichtigen:

- Austausch der Fenster ca. 400 Euro/qm Fensterfläche
- Wärmedämmverbundsystem ca. 120 Euro/qm Außenwandfläche
- Erneuerung der Dachdämmung ca. 50 Euro/qm Dachfläche
- Erneuerung der Heizungsanlage ca. 5000 - 15.000 Euro

(ohne Verteilung und Heizkörper)

Im individuellen Fall sind auch größere Abweichungen von diesen Orientierungsgrößen möglich.

Die bundeseigene Förderbank KfW hat mehrere Programme im Angebot, mit denen energetische Modernisierungen unterstützt werden. Darüber hinaus fördern der Freistaat und viele Kommunen in Bayern Sanierungsvorhaben, die den Energiebedarf eines Wohngebäudes deutlich reduzieren. Die LBS Bayern unterstützt die Energiewende mit einem eigenen Förderprogramm. Für Modernisierungskredite ab einer Höhe von 30.000 Euro gewährt die Landesbausparkasse einen Zinsnachlass von 0,10 Prozentpunkten. Voraussetzung ist, dass mit der Maßnahme die Energiebilanz einer Wohnimmobilie verbessert wird. Der Bonus kann ebenso bei Installation einer Photovoltaikanlage in Anspruch genommen werden wie bei Erneuerung der Dämmung, Fenster oder Heizungsanlage. "LBS-Bausparen ist das etablierte Produkt für die finanzielle Vorbereitung und Realisierung von Modernisierungen. Wir wollen mit unserem neuen Angebot bei diesem wichtigen Thema unseren Beitrag leisten", erklärt Wirnhier.

LBS Bayerische Landesbausparkasse Anstalt der Bayerischen Landesbank

Die LBS Bayern ist mit über 1,5 Millionen Kunden und einem Marktanteil von rund 40 Prozent beim Neugeschäft die führende Bausparkasse im Freistaat. Im Verbund mit den Sparkassen ist das Unternehmen seit mehr als 80 Jahren ein bewährter Partner für Erwerber und Besitzer von Wohnimmobilien. Mit ihrer Expertise trägt die LBS Bayern wesentlich zu einer verlässlichen und krisenfesten Altersvorsorge der Menschen im Freistaat bei. Im Jahr 2011 vermittelte sie rund 250.000 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 8,3 Milliarden Euro. Zum Jahresende 2011 befanden sich 2,1 Millionen Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 60 Milliarden Euro im Bestand. Weitere Informationen im Internet unter www.lbs-bayern.de.

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